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LITTLE WORDS




"Growing up, I took so many cues from books. [...]
They were my teachers and my advisers."

Neil Gaiman / "The Ocean at the End of the Lane"

BELIEBTE BEITRÄGE




NEUE   BEITRÄGE

Neuzugänge: Orwell, Schach & Honig

Was kann man momentan besonders gut machen? Richtig, Bücher lesen und neue Bücher kaufen... Deshalb sind bei mir wieder einige (elf, um genau zu sein) interessante Titel eingezogen. Welche das sind, worum es darin geht und warum ich mich darauf freue, erfahrt ihr im folgenden Beitrag. Los geht´s...

  • "Wicked - The Life and Times of the Wicked Witch of the West" von Gregory Maguire: Die Geschichte hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. Der Roman selbst war schon recht erfolgreich und beliebt, später wurde der Erfolg aber noch durch das gleichnamige Musical verstärkt. Nun ist die Jubiläumsausgabe erschienen und mein Interesse wurde erneut geweckt. Lange Zeit habe ich die Reihe vor mir hergeschoben, da ich unsicher war, ob ich den Eindruck vom Original von "Wizard of Oz" dadurch erweitern möchte. Nun bin ich aber schon neugierig darauf zu erfahren, was die Hexe des Westens treibt.
  • "Pretty As A Picture" von Elizabeth Little: Absoluter Spontankauf, aber der Inhalt klingt genau nach etwas, das ich lieben könnte. Ein egozentrischer Regisseur, eine isolierte und einsame Insel und ein Jahrzehnte alte Mord. Murder Mystery here I come. Hoffentlich... Erinnert mich zumindest sehr an Marisha Pessls "Night Film" (dt. "Die Amerikanische Nacht") und das gefiel mir damals auch sehr gut! 
  • "A Swim in a Pond in the Rain" von George Saunders: Nach "Lincoln in the Bardo" und "Fox 8" bin ich sehr von Saunders´ Büchern angetan. Dieses Buch ist diesmal kein Roman und auch keine Fabel, sondern ein Buch mit Erkenntnissen über das Schreiben von (Kurz-)Geschichten, die er mit seiner Klasse, die er unterrichtet, über russische Texte und Autor*innen, gesammelt hat. Klingt absolut vielversprechend! Diese sieben Essays sind sicherlich besonders für Leser*innen attraktiv, die sich dafür interessieren, wie das Schreiben von "Fiktion" funktioniert und warum sie in solchen Zeiten wie jetzt so wichtig ist.
  • Werbung ~ Rezensionsexemplare // "1984" & "Farm der Tiere" von George Orwell: Auf diese neuen Ausgaben aus dem Manesse Verlag habe ich mich sehr gefreut! Endlich wieder Bücher, die in der deutschen Verlagslandschaft ein Hingucker sind! Zudem habe ich die Dystopie "1984" bisher noch nie in Angriff genommen und von "Farm der Tiere" ist vieles in Vergessenheit geraten. Daher super, um den Inhalt dieser Klassiker noch einmal aufzufrischen.
  • "The Honey and the Sting" von E.C. Fremantle: Klarer und spontaner Coverkauf. Aber auch hier erinnert mich die Inhaltsangabe an Bücher einer Schriftstellerin, die ich eigentlich mag, nämlich an Laura Purcell. Es heißt: "Drei Schwestern, drei Geheimnisse, drei Möglichkeiten, um tief zu fallen..." Schauplatz: England, 1628. Es soll ein wenig düster sein, aber reichlich Spannung enthalten. Genau mein Geschmack, daher bin ich sehr gespannt darauf. 
  • "Madness" von Roald Dahl: Die kurzen Erzählbände von Dahl für erwachsene Leser sind ja schon etwas länger auf dem Markt. Ich bin allerdings erst jetzt richtig in Versuchung gekommen sie endlich zu lesen. Der zweite Band "Trickery" ist noch irgendwo unterwegs, momentan dauert die Lieferung von englischen Titeln gern mal etwas länger.
    Ich hoffe und glaube aber, dass mir beide gefallen werden. Ich erinnere mich daran, dass Miss Bookiverse einige (oder alle?) gelesen und gemocht hat. Da wir einen ähnlichen Geschmack haben, verlasse ich mich oft auf ihre Einschätzung. 
  • "Ready. Player. Two" von Ernest Cline: Habe ich den ersten Teil bereits gelesen? Nope. Warum der zweite Teil dann bei mir liegt? Es war ein Sicherheitskauf. Das Buch sollte für meinen Schwager zu Weihnachten ankommen. Leider gab es Verzögerungen und ich musste es noch einmal woanders bestellen. Daher überlege ich gerade, ob ich mir den ersten Teil noch holen soll oder ob ich das Buch verlose. Ein wenig reizt mich die Geschichte ja schon - To be continued...
  • "The Queen´s Gambit" von Walter Tevis: Eine der wohl meist diskutierten Serien im letzten Jahr. Dank Netflix, mal wieder (wir erinnern uns an "The Devil all the Time"). Die deutsche Übersetzung der Romanvorlage soll dieses Jahr auch noch folgen. War für mich ausreichend, um mir mal die englische Taschenausgabe zu sichern. Es soll eine Coming-of-Age Geschichte über Schach, Feminismus und Abhängigkeit sein, die zu einem mitreißenden Ende führt. 
  • Werbung ~ Rezensionsexemplar // "Dinosaurier auf anderen Planeten" von Danielle McLaughlin: Durch Corona wurden viele Bucherscheinungen nach hinten verschoben. Dies ist leider auch bei diesem Buch geschehen. Erscheinungsdatum war eigentlich März 2020, nun erscheint der Erzählband aber endlich am 22. Februar 2021! Hier einmal der Klappentext:
    "
    Eine junge Frau lernt ihren Mann ganz neu kennen, als sie zum ersten Mal seine Heimat an der nordirischen Küste besuchen; eine Mutter will verstehen, warum ihr kleiner Sohn so besessen ist von Tierknochen und der Apokalypse … In diesen Geschichten ist die Welt ebenso schön wie fremd. Männer und Frauen, Alt und Jung bewegen sich durchs Leben, wie ein Tourist ein fernes Land erkundet: aufmerksam, mit einer Mischung aus Staunen und Misstrauen. Sie leben in ständiger Gefahr, missverstanden, verletzt oder abgelehnt zu werden, und wollen doch nur begreifen, wer sie sind, in welcher Welt sie leben."
    Ich bin von solchen Ideen immer sehr schnell angetan und hoffe nun, dass mich die Sammlung packen kann und sich das Warten gelohnt hat!
  • "Anna and the French Kiss" (Anna and the French Kiss #1) von Stephanie Perkins: Auf Instagram hatte ich es schon angedeutet. Eigentlich habe ich das Buch nur geholt, weil die neue Collector´s Edition so schön aussieht. Ich weiß nicht genau worum es geht, finde den Titel aber ehrlich gesagt richtig furchtbar. Über die Jahre hinweg habe ich aber immer nur gehört, wie alle davon geschwärmt haben und ich habe zumindest ein klein wenig Hoffnung, dass die Reihe eventuell in Richtung "To all the Boys I´ve loved before" geht. Toi, toi, toi... Ich wär zumindest schon froh, wenn es nicht haufenweise Stereotype aufgreift.

 

Wie sehen eure Buchanschaffungen momentan aus? Zieht mehr / weniger bei euch ein? Oder habt ihr neue Hobbys entdeckt, die ihr fördert?

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Eight Detectives von Alex Pavesi

Januar 21, 2021


(Original: "Eight Detectives"/ 2020) Michael Joseph (Penguin Randomhouse Imprint), Übersetzer/in: -, ★★★★(☆) 4,5 Sterne
Alle Murder Mystery Geschichten folgen einer Hand voll einfacher Regeln.
In den 1930ern arbeitete Grant McAllister, ein Mathematikprofessor, der zum Autor avancierte, diese aus, versteckte die Geheimnisse aber gekonnt in einem Buch voller Krimigeschichten.
Dann ist er verschwunden...
Dreißig Jahre später trifft die ambitionierte Lektorin Julia Hart auf einer abgelegenen Insel ein. Sie hat vor, die mysteriösen Geschichten neu zu veröffentlichen. Und sie hat Grant gefunden.
Aber etwas Merkwürdiges haftet den sieben tödlichen Erzählungen an. Die Geheimnisse der Geschichten scheinen Hinweise auf ein reales Verbrechen zu geben - auf ein Verbrechen, das dreißig Jahre ungelöst blieb. Julia ist gekommen, um Antworten zu finden. Aber nun sieht sie sich in einer Sackgasse mit einem gerissenen Gegner...
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"'Don´t take it personally?' He shook his head in disbelief. 'Haven´t you ever read a detective story, Megan? There´s a million ways it could have been done. Maybe there´s a secret passage leading upstairs.'
            'This is reality, Henry. In real life, if there´s only one person with motive and opportunity, then they´re usually guilty.'"  S. 13

Ist "Eight Detectives" wahnsinnig tiefgründig? Nicht ganz, aber es hat gute Ansätze, die darauf abzielen, die Absichten von Menschen zu hinterfragen.
Vordergründig jedoch hat es mir jedoch wirklich viel Spaß gemacht, mich in die Geschichten zu stürzten und verborgene Hinweise zu suchen. Dazu muss ich vielleicht auch sagen, dass ich die Inhaltsangabe gar nicht mehr im Kopf hatte und drauf los gelesen habe. Dadurch war ich noch ein Stück weit unvoreingenommener und habe viele Dinge als überraschender empfunden. 

Der Roman besteht aus einer Geschichte, die aus sieben weiteren Geschichten besteht. Den Leser*innen wird in jedem zweiten Kapitel eine Detektiv- beziehungsweise Murder Mystery-Geschichte präsentiert. Danach wird diese Erzählung von der Protagonistin Julia unter die Lupe genommen. Welchem Muster folgt die Geschichte? Wer ist der Täter? Wer ist das Opfer? Wie viele Täter und Opfer gibt es? Und was sagt das überhaupt über den Inhalt aus?
Ich fand es spannend zu lesen, wie viele Varianten von Murder Mystery Geschichten es gibt und wie man sie verändern kann, um eine ganz neue Sichtweite zu präsentieren. Der Mix aus Erzählung und Analyse kam für mich sogar ein wenig erfrischend rüber. Es ist das, was man sich anfangs erhofft, dann aber doch mit einem gelungenen Zusatz, den man nicht erwartet hat.

"'That´s correct.' He smiled at her. 'The aim of that research paper was to give a mathematical definition of a murder mystery. I think it succeeded, broadly speaking.'
          'But how?' She asked. 'How do you use mathematics to defince a concept from literatur?'"  S. 29

Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt und mochte auch grundsätzlich die verschiedenen Settings und Stimmungen. Die Rätsel sind gut positioniert und erfordern schon ein klein wenig Spürsinn. Ebenso fand ich die Protagonist*innen der eigentlichen Geschichte stimmig.
Letztlich hat mir aber ein ganz kleines Fünkchen - wirklich ganz klein - gefehlt, damit ich sagen kann, dass es "perfekt" ist. Aus irgendeinem Grund wollte sich das Ende für mich nicht ganz wie das Ende anfühlen. Ich dachte: "Okay, jetzt kommt noch eine Seite mit einem super Twist". Doch der blieb aus und so ließ mich die Geschichte zwar nicht unzufrieden, aber doch etwas "gedämpft" zurück, da ich nach dem starken Start und der immer spannender werdenden Handlung einfach dachte, dass etwas fehlt.

"Go through any murder mystery and delete all the clues; you´ll still have a murder mystery. As long as it fits this structure. So the definition is liberating, to some extent. Do you understand?'" S.210

Perfekt für alle, die etwas für Murder Mystery Geschichten übrig haben. Hier bekommen wir nämlich gleich mehrere präsentiert! Die Idee und auch die Umsetzung sind an sich super. Die Mischung aus klassischer Detective- / Murder-Mystery-Story und einer Analyse von Mustern in diesen Geschichten, hat für mich einen großen Reiz ausgemacht. Leider fehlte mir bei der finalen Auflösung ein ganz kleines Fünkchen, damit ich es bedingungslos "gefeiert" hätte. Dennoch: Eine frische und neue Idee die Art von Stories zu erzählen und man wird sehr oft aufgefordert mitzuraten, was da eigentlich vor sich geht.

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The Midnight Library von Matt Haig

Januar 08, 2021

(Original: "The Midnight Library"/ 2020) Canongate, Übersetzer/in: -, ★★★(☆)☆ 3,5 Sterne
Zwischen Leben und Tod existiert eine Bibliothek.

Als sich Nora Seed inmitten der "Midnight Library" wiederfindet, hat sie die Möglichkeit, einige Dinge wiedergutzumachen. Bis jetzt bestand ihr Leben hauptsächlich aus Not und bereuten Entscheidungen hat. Sie hat das Gefühl, dass sie alle im Stich gelassen und enttäuscht hat, einschließlich sich selbst. Doch die Dinge sind dabei sich zu ändern...

Die Bücher in der "Midnight Library" erlauben es Nora, ihr Leben noch einmal so zu leben, als hätte sie in bestimmten Situationen anders reagiert. Mit der Hilfe einer alten Freundin, kann sie nun alles wiedergutmachen und gleichzeitig ihr perfektes Leben formen. Bis sie feststellt, dass nichts wirklich so ist, wie man es sich vorstellt. Immer mehr geraten sie und auch die Bibliothek in Gefahr.
Bevor die Zeit abläuft, muss sie sich einer Frage stellen: Was ist die beste Art und Weise zu leben?
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"She didn´t correct his knowledge of diamonds. She didn´t tell him that while coal and diamonds are both carbon, coal is too impure to be able, under whatever pressure, to become a diamond. According to science, you start off as coal and you end up as coal. Maybe that was the real-life lesson."  S. 9

Matt Haig ist mittlerweile ja ein wirklich bekannter und beliebter Autor. Nach seinem Bestseller "The Humans" (dt. Übersetzung "Ich und die Menschen") ging es für ihn stetig bergauf.
Daher bin auch nicht ganz um seine Bücher herumgekommen. Zusätzlich zu seinem Erfolgsroman, habe ich mit den Jahren auch seine Weihnachtsbücher gelesen und war von beidem recht angetan. Als sein neuester Roman bei mir einziehen durfte, war ich daher recht zuversichtlich, dass mir die Geschichte gefallen würde.

Und das hat sie grundsätzlich auch, jedoch blieb ich mal wieder mit dem lästigen Gedanken zurück, dass ich mir doch irgendwie mehr erhofft hatte.
Der Klappentext impliziert bereits wohin uns der Roman nehmen möchte. An einen Ort zwischen Leben und Tod, eine Bibliothek, die sich den Träumen und Wünschen der Protagonistin anpasst und sie dazu verleitet, noch einmal über ihr Leben und ihre Entscheidungen nachzudenken. Bis dahin gibt es keine Einwände. Es ist zwar nicht die originellste Idee, aber doch schon auf seine eigene Weise speziell.
Demnach gefiel mir auch sehr die Umsetzung der Bibliothek, in der wir uns hier bewegen. So wie Haig den Ort und die Stimmung beschreibt, habe ich mich wie in einer Art Traum gefühlt, einer Welt mit "Was wäre wenns...". Und das hat auch wirklich gut funktioniert. Zumal ich die Protagonistin als verletzlich, liebevoll, wenn auch manchmal naiv empfand. Sie entwirft und verwirft neue Träume und gibt den Leser*innen das Gefühl, dass sie keine Protagonistinnen-Maschine ist, die nur über ein emotionales Programm verfügt.

"She imagined, now, what it would be like to accept herself completely. Every mistake she had ever made. Every mark on her body. Every dream she hadn´t reached or pain she had felt. Every lust or longing she had surpressed."  S. 143

Und dennoch war ich am Ende etwas traurig, dass Haig sich vor allem in der Mitte in vielleicht zu lang gezogene Szenarien gestürzt hat und die Geschichte dann zum Schluss doch sehr vorhersehbar daherkommt. Auch wenn ich dem Meisten, was er mit dem Roman erzählen möchte, wirklich zustimme und schätze, fehlte mit dann doch der besondere Touch - und zwar eben besonders im mittleren Teil.
Das Ende hat sich für mich wie gesagt relativ schnell abgezeichnet, aber dennoch fand ich den Schluss dann erneut etwas stimmiger und besser. Hier kommen auch noch einmal viele Emotionen zusammen, die man sich vielleicht schon an früherer Stelle erhofft hätte (oder ich bin zu abgebrüht, was eigentlich nicht sein kann, weil ich sehr nah am Wasser gebaut bin).

Ich würde den Roman begrenzt empfehlen. Für Leser*innen, die schon viele Bücher in ihrem Leben verschlungen haben, wird die Geschichte sicherlich süß und auch schön sein, weil der Bezug zu der Bibliothek gegeben ist, aber letztlich wird man vielleicht mit dem Gefühl zurückbleiben, dass man den Roman schon kennt. Für Leser*innen, die etwas fürs Herz suchen und noch nicht viele Romane mit einem solchen Anfangsszenario gelesen haben, könnte es genau das Richtige sein.

Das Setting, die Protagonistin und auch den Grundgedanken sowie die Ausflüge in eine andere Ebene der Wahrnehmung fand ich durchaus geglückt. Leider fehlte mir jedoch letztlich doch das übliche gewisse Etwas, denn das Ende war sehr leicht zu erahnen. Es ist sicherlich eine schöne Geschichte für Zwischendurch mit durchaus ernsten Tönen, aber die Art wie sie geschrieben ist, sorgte dafür, dass sie einen durchschnittlichen Eindruck hinterlässt.

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Dezember: Weihnachtsfieber

Januar 03, 2021

Erst einmal: Frohes Neues! Ich hoffe, ihr habt den Jahreswechsel gut überstanden. 

Im Dezember habe ich mir einen großen Stapel voller Weihnachtsbücher vorgenommen. Ohne Verpflichtungen, ohne Rezensionen, ohne im Hinterkopf zu haben, die Bücher zwingend einzeln bewerten zu müssen. Und es hat wirklich gutgetan, denn ich habe tatsächlich alle 10 Bücher der Weihnachtsleseliste geschafft inklusive zwei Nachzüglern, einem nicht ganz weihnachtlichen Roman und einem E-Book. Das macht ganze 14 Bücher in einem Monat. So viel habe ich seit langem nicht mehr gelesen (auch wenn die Bücher etwas kürzer waren als üblich). Da hat sich der Urlaub gelohnt!

Wie immer gelangt ihr durch Anklicken des Buchtitels, falls vorhanden, auf die jeweilige Rezensionsseite. 

  • Die ersten 5 Bücher habe ich bereits bei der Vorstellung kurz bewertet. Hier gelangt ihr zum Überblick der Eindrücke von: "Serpentine" , "The Christmasaurus" (The Christmasaurus #1), "Father Christmas & Me" (Christmas #3), "Midwinter Murder" und "The Comet Seekers".
  • "Starve Acre" von Andrew Michael Hurley: Das einzige nicht ganz weihnachtliche Buch diesen Monat war dieser Roman. Wieder einmal nimmt uns Hurley mit in die recht düsteren Ecken des menschlichen Seins und auch der dunklen Dinge, die so lauern können. Ich war relativ angetan von der Geschichte, war aber doch irgendwie vom Ende enttäuscht. Ich hatte mit einer noch "größeren" Steigerung der Ereignisse gerechnet oder zumindest einer etwas besseren Auflösung. Irgendwie schien mir der Schluss schwächer als der Rest des Buches. Dennoch mochte ich wie gesagt vieles daran, sodass ich sicherlich noch zum dritten Roman des Autors greifen werde. 
  • "Miss Marley" von Vanessa Lafayete: Eine sehr schöne Vorgeschichte zu Dickens´ Klassiker "A Christmas Carol" hat Vanessa Lafayete geschaffen. Um genauer zu sein in Zusammenarbeit mit Rebecca Mascull, da sie nach Lafayetes Tod das Manuskript vollendet hat. Im Mittelpunkt steht allerdings nicht Scrooge, sondern ein Partner Jacob Marley, der ihm, in Ketten gefangen, als Warnung dienen soll. Zusätzlich steht auch seine Schwester im Mittelpunkt, um uns zu zeigen, wieso er dieses Dasein fristet. Insgesamt eine wirklich schöne Geschichte, die wunderbar in die Weihnachtszeit passt und die Idee des Klassikers schön ergänzt. 
  • "A Christmas Memory" von Truman Capote: Ich hatte mich so sehr auf die Kurzgeschichten von Capote gefreut und einige konnten mich tatsächlich auch mitreißen, jedoch fand ich es wieder einmal enttäuschend zu sehen, dass die Texte nicht an unsere heutige Sprachwahl angepasst wurden und rassistische Begriffe reproduziert werden. Sehr schade. Das hat meine Freude darauf sicherlich noch zusätzlich getrübt. Die ersten drei Geschichten sind sich zudem sehr ähnlich, weil sie wie eine Überarbeitung wirken. Es kommen die gleichen Figuren vor und ähnliche Sachverhalte. Dennoch war es ganz schön sich in die frühen Arbeiten von Capote reinzulesen. Bei einigen kam auch das typische besinnliche Gefühl auf. Für mich allerdings etwas schwächer als anfangs erwartet.
  • "The Night I Met Father Christmas" von Ben Miller: Wer ist Father Christmas, also der Weihnachtsmann, genau? Woher kommt er? Was hat er erlebt? Und was hat ihn so geprägt, dass er nun Geschenke verteilt? Diesen Fragen geht Ben Millers Buch nach. Ich fand es grundsätzlich wirklich süß gemacht, allerdings ist das Buch in seinen Grundzügen deutlich "trauriger" als zum Beispiel Haigs oder Fletchers Weihnachtsbuch, da wir uns viel im Kinderheim und in der Armut bewegen. Ebenso bleibt ein klein wenig die Spannung der Geschichte auf der Strecke. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen und würde sagen, dass es ein schönes Buch für die Weihnachtszeit ist. Nicht nur aufgrund des Inhalts, sondern auch aufgrund der schönen Gestaltung. 
  • "Mr Dickens and His Carol" von Samantha Silva: Etwas ernster und erwachsener kommt die Weihnachtsgeschichte von Silva daher. Wir treffen auf den Schriftsteller Charles Dickens, der sich aus finanziellen Gründen gezwungen sieht, eine Weihnachtserzählung zu schreiben, um die Leser*innen zufriedenzustellen. Das Buch geht dabei oberflächlich auf Dickens´ Biographie ein, wird aber gleichzeitig mit neuen Elementen verwoben, die ihn letztlich auf seinen Klassiker stoßen. Ich mochte dieses Zusammenspiel sehr und fand auch das Ende gut gelöst. Das Buch ist ebenfalls recht besinnlich und zielt auf die Liebe zur Familie ab. Daher sicherlich eine Empfehlung wert. 
  • "Ghosts of Christmas Past" von verschiedenen Autor*innen, herausgegeben von Tim Martin: Wie das oftmals bei Anthologien ist, ist nicht jede Geschichte ein Volltreffer. Zumindest subjektiv betrachtet. Auch hier gab es Erzählungen, die ich sehr mochte und einige, mit denen ich nicht viel anfangen konnte und deren Ende ich bereits jetzt halbwegs vergessen habe. Wer aber etwas kürzere Texte sucht, um einfach bisschen in geisterhafte Weihnachtsstimmung zu kommen, der ist hiermit sicherlich gut bedient. 
  • "Last Christmas" (hrsg.) von Greg Wise & Emm Thompson: Lesen! Dies war für mich eines der Highlights meiner Leseliste. Ehrliche und emotionale Erinnerungen verschiedener Menschen, die auf das Weihnachtsfest zurückblicken. Darunter zum Beispiel bekannte Schauspieler*innen wie Emilia Clarke und Stanley Tucci, aber auch geflüchtete und obdachlose Menschen. Einige Texte haben mich wirklich tief ins Herz getroffen. Ich hoffe, dass das Buch noch viele Leser*innen finden wird und wir uns bewusst werden, was zu Weihnachten wirklich zählen sollte...
  • "The Lion, The Witch & The Wardrobe" (The Chronicles of Narnia #2) von C.S. Lewis: Viel muss ich dazu denke ich nicht sagen. Beinahe allen ist zumindest der Film bekannt. Das Buch ist ebenso winterlich und passt perfekt in die Winterzeit. Es war eine schöne, kurze Lektüre, die mich noch ein wenig mehr in passende Stimmung versetzt hat.
  • "Greenglass House" von Kate Milford: Die Geschichte wollte ich schon unheimlich lange lesen. Irgendwie kam ich aber nie dazu es wirklich zu bestellen. Dieses Jahr habe ich mich dann dazu entschlossen, es einfach mal als E-Book bei readfy zu lesen. Da ich normalerweise nicht zu E-Books greife, hatte ich schon die Befürchtung, dass ich es nicht beenden würde, aber ich bin schneller durchgerauscht, als ich gedacht habe. Das lag aber sicherlich auch daran, dass ich die Geschichte wirklich, wirklich gut fand! Sie ist wunderbar winterlich / weihnachtlich, hat super Protagonist*innen und man muss ein wenig miträtseln, denn in Greenglass House gehen merkwürdige Dinge vor sich. Ich habe es wirklich sehr genossen und werde sicherlich auch nach dem zweiten Teil Ausschau halten. Milford hat mit dem Setting nämlich etwas sehr Schönes erschaffen.

 

Wie sah euer Dezember aus? Habt ihr (vielleicht Dank Urlaub) mehr gelesen oder habt ihr euch entspannt?


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Kleine Weihnachtsneuzugänge

Dezember 29, 2020


Dass Weihnachten wieder vorbei ist, fühlt sich merkwürdig an. Ich bin Dank Urlaubstage tatsächlich weiterhin in Feiertagsstimmung und da der Baum noch steht, ist es ja immer noch irgendwie weihnachtlich.
Natürlich liegt es auch ein wenig daran, dass man nun etwas Zeit hat, um sich die Geschenke anzusehen, die so unter dem Baum lagen. Dieses Jahr gab es natürlich kleinere, aber sehr feine Überraschungen (ganz besondere Beautyprodukte, die man sich sonst selbst eher selten gönnt), deutlich mehr Gutscheine und wirklich reichlich (!) Schokolade! Yey! Im Beitrag stelle ich euch daher einige ausgewählte Schmuckstücke vor, die euch vielleicht interessieren könnten.

Mein eigenes Geschenk an mich waren die Peter Rabbit (Weihnachts-) Teller. Ich habe wirklich, wirklich versucht sie zu ignorieren, aber es ging einfach nicht. Mittlerweile denke ich auch, dass mein Freund langsam echt genug davon haben muss, dass ich immer neue Teller und Tassen kaufe. Da wir nächstes Jahr auch gerne umziehen würden, wird es zusätzlich mehr Arbeit, das alles mitzunehmen. Daher war ich dann umso überraschter, als er mir zu Weihnachten noch zwei Tassen der Reihe geschenkt hat. Insgeheim hoffe ich also, dass er die Sachen auch so zauberhaft findet wie ich (ha!).

Neben zwei Büchergutscheinen (die ich gedanklich quasi schon für bestimmte Bücher eingelöst habe), gab es zusätzlich drei Bücher von meiner Schwester und meinem Schwager. Dazu zählen: 

  • "Poorlier Drawn Lines" von Reza Farazmand: Hat mich sofort an das Buch von Liz Climo erinnert (welches ich ebenfalls mal von meiner Schwester bekommen habe). Die Zeichnungen von Farazmand sind allerdings noch etwas "frecher", besonders von dem Bären, der gerne mal eine bissige Bemerkung von sich gibt. Hier gibt es aber ebenfalls sehr süße und witzige Illustrationen zu entdecken, die gute Laune machen und bei denen man einfach etwas Blättern und Abschalten kann. Ich mag den Zeichenstil zudem sehr!
  • "The Midnight Library" von Matt Haig: Gerade erst habe ich den dritten Teil der Weihnachtsreihe von Haig beendet und war seeehr versucht, auch seinen neuesten Roman zu kaufen. Zum Glück habe ich noch etwas gewartet. Bisher habe ich gemischte Eindrücke zum Buch gelesen, bin jedoch weiterhin sehr interessiert. Allein der Titel ist ja eigentlich für jede*n Leser*in ein Eyecatcher. 
  • "Dune" von Frank Herbert: Was. Für.  Eine. Wahnsinnig. Schöne. Ausgabe. Ist. Das. Bitte? Meine Schwester hat das Buch bereits gelesen und fand es super. Da mich auch der Trailer zur Neuverfilmung sehr neugierig gemacht hat, habe ich mich wirklich sehr über diesen Neuzugang gefreut! Da es ein Alltime-Favorite und Klassiker ist, setze auch ich irgendwie die Hoffnung darauf, dass es mir gefallen wird. Bei der Gestaltung bin ich mir jedenfalls sicher, dass es nicht lange ungelesen bleiben wird.

Was lag denn bei euch so unter dem Weihnachtsbaum? Und wie habt ihr die Tage so überstanden ohne großes Familientreffen?

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