A Black Fox Running von Brian Carter

April 18, 2018




(Original: "A Black Fox Running"/ 1981) Bloomsbury Publishing, 377 Seiten, Übersetzer/in: - , gebunden, Englische Ausgabe, ★★★★(☆) 4 bis 5 Sterne
Dies ist die Geschichte von Wulfgar, einem Fuchs aus Dartmoor, mit dunklem Fell und seinem Erzfeind Scoble, einem Fallensteller, welche sich in einem harten Winter 1947 zugetragen hat. Nicht nur durch die atemberaubenden Beschreibungen der Natur, sondern auch durch die Schilderung der 'beschädigten' Menschlichkeit ist der Naturroman gleichzeitig ein Portrait einer Gegend und eine packende Geschichte eines Überlebenskampfs.

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"'It´s not worth taking so many risks', Wulfgar said.
         'But it´s fun', Teg replied. 'Men are like rabbits.'.
'They´re not', said Wulfgar firmly. 'Start believing that and you´re dead. Your mother taught you to fear Man above all creatures. She didn´t tell you to watch out for rabbits.'" S.54

Es ist immer wieder spannend, wenn man sich an Bücher wagt, die einen in eine neue Richtung lenken, dem Leser eine neue Facette der Literatur aufzeigen.
Genau dies ist mir auch mit "A Black Fox Running" passiert. Man kennt zwar schon die Technik von Fabeln, in denen sprechende Tiere vorkommen und einem eine Moral vermitteln wollen. Hier allerdings sprechen viele von einem 'Naturroman'. Nun, ich hatte mir zunächst vorgestellt, dass die Beschreibungen der Natur einen deutlich größeren Teil einnehmen würden, dass die Handlung dadurch etwas untergestellt wird. Dies ist aber ganz und gar nicht der Fall. Man liest die wunderbaren Beschreibungen der Gegend, der verschiedenen Orte zu denen die Tiere wandern oder an denen sie sich niederlassen, aber dies unterstreicht nur die Atmosphäre der Handlung. 
Viele Ereignisse werden in Verbindung mit der Natur und ihrer Entwicklung gesehen, zum Beispiel die Jahreszeiten als sicheres Überleben oder als Gefahr für die Füchse, je nachdem ob der Winter naht oder ein Ende nimmt.
Für mich waren die Beschreibungen einerseits sehr träumerisch und poetisch, was auch oftmals durch Einschübe einiger Gedichte verstärkt wird, aber sie waren auch Ausdruck einer doch rabiaten und ehrlichen Rangordnung in den Wäldern und unter den Tieren.

"The countryside was crying out for rain, but with the wind blowing gently from the continent the drought continued." S.173

So verschönt Brian Carter die Geschichte rund um Wulfgar und seine Freunde, wie auch seine Feinde nicht. Die Tiere besitzen die Fähigkeit, sich in ihrer eigenen Sprache zu verständigen, welche natürlich netterweise für uns Leser als (hier) englische Sprache transkribiert wurde, aber sie sind auch durch ihre inneren Triebe geprägt. Es gibt sehr viele Passagen, in denen davon erzählt wird wie Wulfgar und auch andere Füchse, Hasen und Ratten jagen, diese töten und auch essen um zu überleben. Für mich war dies eben dieser Ausdruck des 'natürlichen Kreislaufs' in der Tierwelt; das Töten eines Tieres als Sicherung des eigenen Fortbestandes. Im Gegensatz dazu tauchen auch die Menschen in diesem Roman auf. Sie positionieren sich auf der, meiner Meinung, anderen Seite und greifen so das Thema der Tötung eines Tieres aus Rache oder als eher unsinnige Aufgabe auf. 
Geschickt verwebt Carter hier diese Erzählstränge so, dass sie sich immer gegenseitig ergänzen. Um diese Seiten aber auch zielgerichteter zu verbinden, werden weitere Instanzen eingebaut, wie zum Beispiel den Hund von Scoble, der einerseits die Lebensweisen der Menschen kennt, als Tier aber auch die Möglichkeit besitzt mit den Füchsen zu interagieren und sogar mit ihnen zu kommunizieren.
Es entspinnt sich ein wirklich interessanter, rasanter, aber auch nachdenklicher Roman, der zwar das Leben eines Fuches in der Natur aufzeigt, aber eben auch den großen Einfluss des Menschen auf dieses Gebiet. Zudem werden auch die Nachwirkungen des Kriegs thematisiert, die sich auch zum Schluss sehr gut entwickeln und dem Leser eine gewisse Melancholie abverlangen. 

“'The stars don´t care if we die', she said. When a fox dies they don´t cry. The hills never sob.'” S.357

Auch wenn diese Geschichte als Naturroman im Vordergrund stehen soll, beschreibt er nicht nur wunderbar die wichtigen Schauplätze der Ereignisse, sondern thematisiert zahlreiche nachdenkliche Überlegungen des Menschen, paradoxerweise auch aus Sicht des Fuches. Die Handlung ist auch trotz intensiver Naturbeschreibungen spannend und überzeugt durch viele interessante Verknüpfungen, die das Zusammenleben von Mensch und Tier (im Wald) anbelangen. Der Fuchs Wulfgar ist trotz seiner realen Darstellung und der damit verbundenen Tötung anderer Tiere recht sympathisch und man kann sich dem Interesse an seinem Leben als Leser nicht entziehen. Besonders schön fand ich auch die eingebauten Gedichte und die sehr philosophischen Ansätze, die das Leben an sich hinterfragen.



Dr Jekyll and Mr Hyde von Robert Louis Stevenson

April 13, 2018



(Original: "Dr Jekyll and Mr Hyde"/ 1886) Penguin Classics, 106 Seiten, Übersetzer/in: - , gebunden, Englische Ausgabe, ★★★★☆ 4 Sterne
Diese Ausgabe enthält zusätzlich die Erzählung "The Bottle Imp".
Der Klassiker, um den angesehenen Dr Jekyll und seine kuriose Verbindung zu einem Mr Hyde, um den sich zunehmend schlimme Befürchtungen zu bewahrheiten scheinen. Eine Suche und Erkenntnis nach dem Bösen im Menschen.

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"'If he be Mr Hyde, ' he had thought, 'I shall be Mr Seek." S.11

Meiner Meinung nach bringen viele Klassiker ganz essentielle Fragen und Gedanken genau auf den Punkt. Auch in dieser Erzählung von Robert Louis Stevenson geht es ohne eine große Vorgeschichte direkt zur Sache. Der Leser wird mit dem Wichtigsten vertraut gemacht und erfährt nach und nach wie sich die Begebenheiten zugetragen haben.
Und obwohl die Geschichte des Dr Jekyll und Mr Hyde schon so oft verfilmt und adaptiert wurde, ist es schön, den Ursprung dieses 'Mythos' zu ergründen.
Als Leser schreitet man zwar sehr schnell durch das Geschehen voran, denn man lernt die Figuren tatsächlich eher nur oberflächlich kennen, man kann sich aber gleichzeitig durch gezielte Aussagen sehr gut erschließen, worum es in der kurzen Geschichte geht und welche Charakteristiken die Figuren ausmachen. Auch wenn man dadurch, dass man eigentlich schon weiß, wie die Geschichte endet, kein wirkliches Überraschungsmoment hat, entsteht doch eine ganz eigene Spannung. Für mich persönlich kam das vor allem durch den Wechsel der Erzählperspektiven zustande. 
Es gibt zwei Freunde, welche Dr Jekyll zu seinen engsten zählt und genau diese sind es dann auch, die ihre Sicht der Dinge und ihre Erlebnisse mit dem Leser teilen, gefolgt von einem letzten Kapitel, in dem sich der beschriebene Protagonist selbst vor den Leser stellt und sein 'Innerstes entblößt'.

"What he told me in the next hour, I cannot bring my mind to set on paper. I saw what I saw, I heard what I heard, and my soul sickened at it." S.56

Da sich die Beschreibung selbst, wie Dr Jekyll seine Experimente durchführt und wie andere die merkwürdigen Geschehnissen in der Stadt verfolgen, recht zügig lesen lassen, man aber eben nicht sehr weit in die Einzelheiten der chemischen Prozesse eingeführt wird, erinnerte mich die Erzählung an Frankenstein. Es geht um etwas, das der Mensch erschaffen hat, was aber seine Abgründe, seine Tiefen, sein Leid, aber auch seine egoistische Macht darstellt. 
Die Geschichte verdeutlicht, dass sich der Mensch nie von dem Guten oder dem Bösen seines selbst lösen kann, man könne schlichtweg nicht als solches Wesen existieren. Für mich werden diese wichtigen Aspekte zwar in kurzer Form offengelegt, aber sie sind dennoch immer wieder aufs Neue lesenswert und auch in dieser speziellen Geschichte passt sich diese Mischung aus dem Bösen und dem Guten hervorragend aneinander an. 
Die Figuren sind so konzipiert, dass man all ihre Überlegungen teilweise nachvollziehen kann. Die Hilflosigkeit und Angst der Freunde, wie auch des Dr Jekyll selbst, stehen präsent im Vordergrund, ohne dass man sich von allen als Leser abwenden möchte. Man will erfahren (auch wenn man es weiß), wie sich die innerlichen Konflikte der Protagonisten lösen oder zu einer Katastrophe führen werden.



Big Pig, Little Pig von Jacqueline Yallop

April 11, 2018





(Original: "Big Pig, Little Pig: A Tale of Two Pigs in Framce"/ 2017) Blanvalet, 352 Seiten, Übersetzer/in: Regina Jooß , Broschur   
Lieben Sie Tiere? Essen Sie gerne Fleisch? Dann lesen Sie dieses Buch!
Als Jacqueline mit ihrem Mann in den Südwesten Frankreichs zieht, möchte sie dem idealen Leben auf dem Land so nahe wie möglich kommen und kauft zwei Ferkel, die sie ein Jahr lang aufziehen und danach schlachten will. Aber je mehr sich die beiden Tiere in ihr Herz grunzen, desto stärker zweifelt Jacqueline an ihrem Vorhaben. Kann sie sich tatsächlich von ihren Schweinen trennen – und sie sogar selbst töten? Dieses wunderbare Memoire erzählt von einer außergewöhnlichen Entscheidung und eröffnet zugleich einen gefühlvollen Blick auf die Debatte, ob man Fleisch essen soll und ob man Tiere, die man isst, überhaupt lieben darf.

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"Besonders Little Pig hat eine besondere Vorliebe für Brombeerblüten - die rosaroten mag er lieber als die weißen - , und beide Schweine lieben Schlehdornbeeren" S.178

Aufgrund der Thematik, dem doch großen Diskussionspotential und meiner Voreingenommenheit als Vegetarierin, habe ich mich bei diesem Buch dazu entschlossen, eine Bewertung mit fester Punkteanzahl auszulassen. Außerdem wird es nicht möglich sein, meine Eindrücke festzuhalten, ohne Passagen aus dem letzten Teil des Buches preiszugeben. 
Wie bereits erwähnt, bin ich was den Verzehr von Tieren angeht sehr empfindlich und bin auch absolut gegen Massentierhaltung und die eigentlich allen bekannten Verhältnisse, in denen die Tiere heutzutage leben müssen, um am Ende bei den Menschen auf dem Mittagstisch zu landen. Dennoch interessieren mich die Sichtweisen der Fleischesser und deren Einstellung zu bewusstem Umgang mit Fleischkonsum. Daher machte mich Jacqueline Yallops Buch sehr neugierig. Und so viel darf ich schon einmal vorab verraten: Das Buch hat mir einiges abverlangt, hat mich zum Weinen gebracht und mich am Schluss unfassbar aufgewühlt zurückgelassen.
Das Buch liest sich anfangs sehr unterhaltsam. Zunächst wird auf Yallops Situation eingegangen, wie das Leben auf dem Land (in Frankreich) so ist und wie es vor Jahrhunderten zu sein schien. Dabei baut die Autorin mit der Zeit eine enge Verbindung zwischen den ländlichen Traditionen und eben der Veränderung der Fleischproduktion auf. Das Schlachten als 'Familiensache' am Wochenende und als Lebensretter für den armen Menschen von damals und das Schlachten als Profitanlage, bei der Tiere in enge Käfige gesteckt werden. 
Dabei sind die ersten vier Kapitel aber wirklich noch sehr erträglich geschrieben, es gibt keine Passagen, die die wirklich schlimmen Situationen der Tiere beschreiben, darauf geht Yallop in ihrem Buch auch eigentlich kaum ein, es geht tatsächlich um ihre eigenen Erfahrungen mit den zwei Schweinen, die sie und ihr Mann anschaffen und 'großziehen'. Mit der Zeit entspinnt sie die Nacherzählung einer Parallelgeschichte über ein intelligentes Showschwein, welches als Gegenstück dient und Fragen aufwirft wie "Sind Tiere generell schlau? Verstehen sie was wir ihnen mitteilen wollen? Sind ihre Gefühle ähnlich zu unseren?" 
Ich muss zugeben, diese ersten vier Kapitel fand ich durchaus gut geschrieben und auch sehr empathisch verfasst. Nicht nur die Beziehung zu ihren nun eigenen Schweinen wird herzlich dargelegt, auch ihre allgemeine Art über die Tiere zu reden hat etwas Liebes und Wohlwollendes. Ich hatte als Leserin und auch als Mensch, der Tiere eben schätzt und sie nicht als Stück Nahrung ansieht, das Gefühl, dass die Autorin einen Zugang zu der tierischen Gefühlswelt aufbaut und sie auch recht gut reflektiert. 
Ab dem vierten Kapitel allerding hat mich das Buch wirklich gefühlt 'vernichtet'.

"Schweine, so stellte sich heraus, sind mindestens so schlaue und soziale Tiere wie Hunde, und sie sind dem Menschen ähnlich treu ergeben. Das ist gut: Ich mag Hunde." S.26

Um nun also meine negativen Empfindungen des Buches darzulegen, muss ich das Ende leider vorwegnehmen, denn daraus resultierte für mich oftmals das Unverständnis, das mich dann gepackt hat.
Die Frage, die das Buch an den Leser stellt ist, ob er glaubt, dass Yallop nun dazu fähig ist, diese zwei Schweine selbständig zu schlachten und zu essen. Und die Antwort ist: Ja, sie war es. Für viele, die sehr gerne Fleisch essen und auch kein Problem damit haben sich das Vorzustellen, wird meine Kritik nun sicherlich etwas unverständlich und irrelevant wirken, aber ich war von den letzten Kapiteln und der letztlichen Aussage doch etwas entsetzt.
Yallop zieht ihre Geschichte so auf, dass man sich selbst unfassbar an diese Schweinchen bindet, man lernt sie ebenfalls von klein auf kennen, sieht wie sie ihren Alltag verbringen, wie sie sich irgendwie durchschlagen und auch eine Freundschaft zueinander aufbauen. Das alles ließ mich hoffen, dass Yallop diese Tiere eben auch als mehr betrachtet, als nur Fleisch, das es zu schlachten gilt. Sie möchte natürlich überwiegend darauf aufmerksam machen, dass die Tierhaltung nicht akzeptabel ist und man zu den 'Ursprüngen der Fleischbeschaffung' zurückkehren sollte, aber selbst da schlug sie bei mir mit ihrer Botschaft fehl. Ich habe versucht mich darin hineinzuversetzen und vorzustellen, wie ich als Fleischesser reagieren würde und ehrlich gesagt wäre es nach Beenden der Lektüre eher, dass man denkt: "Okay, alles halb so wild, wenn sie es geschafft hat diese Schweine zu schlachten, dann kann ich meine Frikadellen auch weiterhin verdrücken." 
Das Buch weckt in dieser Hinsicht einfach nicht auf. Sie beschreibt wie sehr ihr die Tiere ans Herz gewachsen sind, aber wie lecker sie doch am Ende waren und wie sehr sie sie schätzt. Tut mir leid, aber das scheint mit etwas grotesk, weil ich mir sicher bin, dass sie ihren Hund, wenn sie ihn so liebt auch nicht einfach schlachten und essen würde. Für mich ist ein Tier, egal ob Hund oder Schwein gleichwertig. 
Ebenfalls erschien mir so vieles, vor allem an den letzten Kapiteln einfach absurd. Es werden in diesem Buch viele schwarzweiß Abbildungen der Schweine angeführt, wie sie sehr glücklich und zufrieden auf dem Hof stehen und als letztes Bild sieht man doch tatsächlich einen Klumpen Fleisch des Tieres auf einem Grill. Für mich hat das nichts mit einem wertschätzenden Beitrag an das geschlachtete Tier zu tun, eher mit einer grotesken Verknüpfung des Tieres und diesem Fleisch, das man nicht mehr als Tier erkenenn kann und dem alle Gefühle und alle emotionalen Empfindungen letztlich wieder abgesprochen werden.
Ebenso tauchen gewisse Passagen auf, die zeigen, dass das Bewusstsein von der Wertschätzung eines Tieres außerhalb seiner Funktion als Nahrung gar nicht aufgegriffen wird. Da steht diese wohlgemeinte Tradition des Landlebens einfach über dieser Ansicht. So besucht Yallop eine Nachbarin, die es langsam 'satt hat', sich um ihre Tiere zu kümmern und es als lästige Arbeit empfindet und welche im nächsten Schritt, einem Hasen mit einem Bolzen durch das Auge sticht und es einfach erst mal zuckend verbluten lässt und dabei noch einen herzlosen Spruch loslässt. Natürlich waren die Zeiten mal anders und diese ältere Dame hat sicherlich härtere Zeiten erlebt, aber an dieser Stelle erfährt man auch von Yallops Seite nicht, ob sie dieses Verhalten gut findet oder nicht. Sie bleibt recht unbeeindruckt. Und auch eine Ente kann sie problemlos auf dem Markt verspeisen und denkt nicht darüber nach, ob sie das Tier auch schlachten könnte, wenn sie es einige Jahre 'großziehen' würde. Wobei sie ja am Ende sowieso zu dem Schluss kommt, dass sie es auch bei den Schweinen immer wieder tun würde, um ihr 'gutes Fleisch' zu bekommen.
Da fallen dann am Ende auch solche Aussagen wie: "Ganz ohne übermäßige Metzger-Gewalt haben wir am Ende wunderschöne lange Wurstketten, hergestellt nach drei verschiedenen Rezepten, alle in Farbe und Beschaffenheit unterschiedlich"; nun ja mal abgesehen von der Zerteilung des Tierkörpers und der doch blutigen Angelegenheit, stimmt das vielleicht.
Es gab noch unfassbar viele Punkte, die mich zum Schluss verärgert haben, aber das würde den Rahmen wohl doch sprengen.
Was mich betrifft, so folgte nach vielen Tränen bei den Kapiteln in denen die Tötung beschrieben wird letztlich eher die Wut darüber, dass Yallop vermittelt, dass das Tier dankbar dafür sein kann vom Menschen zwei Jahre auf einem Feld gemästet und dann zu leckeren Würstchen verarbeitet zu werden und dass es ja sowieso eher eine schmerzliche Erfahrung für den Menschen ist ein Tier zu töten, als für das Tier selbst getötet zu werden, weil, nun ja, davon merkt es ja am Ende eh nichts mehr.

“Ich mag auch das Gefühl des Messers, wenn ich mühelos damit scharfe Schnitte setze. Das ist etwas anderes als das zuckende Schwein gestern und die wogenden Innereien. Das ist jetzt ein Puzzle.” S.285


Nach anfänglicher Freude über die schöne Verknüpfung zwischen den zwei Schweinen der Autorin, welche sie beginnt großzuziehen und der allgemeinen Geschichte des Schweins und seiner Bedeutung für die Menschen, hat das Buch für mich am Ende leider versagt, was eine gelungene Botschaft betrifft. Die letzten beiden Kapitel waren für mich eher absurd und auch grotesk und für Menschen, die Tiere wirklich lieben und sie nicht essen, war das Ende nicht leicht zu ertragen. Einige, die Fleisch ohne große Überlegungen konsumieren wird es vielleicht minimal dazu anregen andere Varianten als das Fleisch von Massentierhaltung zu bevorzugen. Was aber das allgemeine Verständnis anbelangt, wie wir Tiere sehen und wie viel 'Leben' und Empfinden wir ihnen zusprechen, so hat das Buch für mich eher nicht überzeugt. Zum Schluss steht nämlich eher wieder der Mensch im Vordergrund, der seine 'aufwühlenden' Erlebnisse verarbeiten möchte und doch die Tiere in den Hintergrund stellt.

 Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

The Lark von E. Nesbit

April 04, 2018




(Original: "The Lark"/ 1922) Penguin Women Writers, 263 Seiten, Übersetzer/in: - , Taschenbuch, Englische Ausgabe, ★★★(☆)☆ 3 bis 4 Sterne
Es ist 1919 und Jane und ihre Cousine Lucilla verlassen die Schule um festzustellen, dass ihr Vormund mit ihrem Geld verschwunden ist. Er hinterlässt ihnen nur eine kleine Hütte im englischen Landleben. In einem Versuch ihren eigenen Unterhalt zu verdienen, müssen sich die beiden Cousinen einer Kette von Misserfolgen stellen - Der Verkauf von Blumen aus ihrem Garten an Reisende, Gäste, die für eine Bezahlung bei ihnen übernachten dürfen und dennoch ohne Bezahlung wieder abreisen - alles mit dem zusätzlichen Versuch, sich von den männlichen Verehrern fernzuhalten, um die eigene Unabhängigkeit der Frauen zu gewährleisten.

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"' I´ll tell you what it is, Lucy. And that´s where we must start our thinking from. Everything that´s happening to us - yes, everything - is to be regarded as a lark. See? This is my last word. This. Is. Going. To. Be. A. Lark.'" S.30

E. Nesbit ist eigentlich für andere Romane und Erzählungen bekannt. Die meisten werden wohl "Five Children and it" kennen.
Diese Erzählung wurde dank der Penguin Women Writers Reihe, nach langer Zeit, wieder einmal neu gedruckt. Die Erstveröffentlichung war im Jahre 1922. Man kann also durchaus berechtigt annehmen, dass sich in der Erzählung einige typische Merkmale wiederfinden lassen, die man schon kennt und die man auf diese Zeit beziehen kann. Ganz vorne steht natürlich die Position der Frau in der Gesellschaft. Ist eine Heirat die einzige Möglichkeit, um als Frau 'erfolgreich' zu sein? 
Netterweise überraschte mich E. Nesbit hier mit einer etwas anderen Sichtweise. Sie spielt mit den Geschlechterrollen und stellt zum einen natürlich die missliche Lage der jungen Cousinen dar, spielt aber auch mit einer männlichen Figur, die ebenfalls nicht gänzlich erfolgreich zu sein scheint und sich Gedanken darüber machen muss, ob für ihn eine Heirat nicht das sinnvollste wäre.
Auch wenn es hier die einen oder anderen Probleme gibt, die es zu bewältigen gilt, so ist die Geschichte durchaus sehr unterhaltsam und trotzdem 'locker'. man hält sich nie zu lange mit einer Sache auf, sondern geht stets einen Schritt voran, bis sich die Probleme irgendwie gelöst haben. Kleiner Kritikpunkt hier war für mich, dass alles natürlich wie durch Zauberhand aufgelöst wird, weil es oftmals nur Missverständnisse waren oder jemand ganz plötzlich die Idee des Jahres hat, um alles in Ordnung zu bringen. Aber ehrlich gesagt habe ich damit schon zu Beginn der Geschichte gerechnet.

"’I belive' said Mr. Dix, stretching himself on the rough, newlymown lawn, 'that heaven will be exactly like this. Green leaves and grass - sund and shade. And tea. And cake. And ices.'" S.146

Die Geschichte überzeugt am Ende nicht gänzlich durch ihre Handlung, denn diese ist vielleicht etwas zu unausgereift und sprunghaft, sondern eher durch das 'blumige' Gefühl, das man wirklich beim Lesen bekommt. Man kann sich förmlich den selbst errichteten Blumenladen der beiden vorstellen und verspürt sofort ein recht sommerliches Gefühl. Wer also auf der Suche nach einem Klassiker für einige Lesestunden auf dem Balkon ist, der wird hier vielleicht fündig.
Mich überzeugte auch die doch positive Erscheinung der beiden Mädchen. Die Frau wird hier, auch mit einigen Ausnahmen, bei denen der Mann als 'Retter' erscheint, sehr selbständig und oftmals furchtlos, was ihre Zukunft anbelangt. Auch wenn ihnen Steine in den Weg gelegt werden, sehen sie das Leben als Abenteuer an, als eine Chance etwas zu Erleben. Das ist eine sehr schöne Sichtweise, die das Buch ebenfalls zu einer schönen Lektüre macht.
Ab und an kamen meiner Meinung nach einige Längen auf und man wusste nie so recht, ob man nun gefesselt ist oder einfach weiterliest, weil es ganz nett ist, aber im Großen und Ganzen ist das Buch unterhaltsam.
Ich fand zudem ganz interessant, dass das Buch sehr viele Ähnlichkeiten und auch explizite Verweise zu Jane Eyre aufweist. Da ich Charlotte Brontes Roman unfassbar mag, baute sich auch hier automatisch eine zusätzliche Sympathie für die Erzählung auf (auch wenn ich das Gefühl habe, dass Nesbit die Figuren an einigen Stellen ironisch aufgreift).

“'We´ve been asleep for nine or ten hours. That´s what sleep´s for - to wash all the grumpiness and cowardliness and fuss away.'” S.152


Ein Klassiker, einer weiblichen Autorin, der glücklicherweise wieder neu 'veröffentlicht' wurde. Obwohl die Handlung nicht wahnsinnig ausgereift ist und es sich für mich manchmal etwas gezogen hat, unterhielt mich die Erzählung sehr gut. Die Protagonistinnen Jane und Lucilla sind unterhaltsam und stolpern so gut sie können durch ihr 'neues Leben'. Auch wenn es noch nicht gänzlich umgesetzt ist, findet man hier viele schöne Beispiele dafür, dass Frauen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen können. Die eingebauten 'Liebesgeschichten' sind am Ende ebenfalls noch einmal recht unterhaltsam, aber auch relativ vorhersehbar. Für gemütliche Lesestunden im Sommer ist das Buch aber durch seine blumige und leichte Atmosphäre vielleicht genau das Richtige.

The Nest von Cynthia D´Aprix Sweeney

März 31, 2018



(Original: "The Nest"/ 2016) Ecco / Harper Collins Publishing, 382 Seiten, Übersetzer/in: - , Taschenbuch, Englische Ausgabe, ★★★(★)☆ 3 bis 4 Sterne
Jede Familie hat ihre Probleme. Aber die Plumb Familie besticht durch eine ausgeprägte Dysfunktion. Jahre der spannungsgeladenen Beziehungen finden ihren Höhepunkt, als Melody, Beatrice und Jack Plumb ihren älteren Bruder Leo in New York mit seiner Entlassung aus dem Entzug konfrontieren. Einige Monate zuvor verursachte Leo einen Unfall, der 'Das Nest', ihre Geldvorsorge kostete, obwohl sie nur wenige Monate davorstanden sie ausgezahlt zu bekommen. Die Plumb Geschwister zählten alle auf das Geld, um ihre zahlreichen Probleme aus der Welt zu schaffen...

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"Something was up at home concerning money - there was always something up concerning money, there was never enough money." S.30

Es gibt Romane, die man am Ende mag, obwohl sie keinen 'Wow-Effekt' hervorgebracht haben. So erging es mir auch mit The Nest. Es gibt zwar die eine oder andere Überraschung und es gibt auch eine Handlung, die ab und an Spannung erzeugt, aber der Fokus liegt bei dieser Geschichte eher an dem Umgang der Geschwister miteinander. 
Das ist es auch, was mir so gefiel. Der Roman liest sich 'ehrlich'. Die Figuren kämpfen alle mit Alltagsproblemen, die man nur zu gut nachvollziehen kann. Es geht um das Großziehen von Kindern und der Frage danach, ob man überhaupt immer alles richtig machen kann, es geht um die Familie und die Tatsache, dass man nicht jeden vor seinen Fehlern retten kann und es geht dennoch um Zusammenhalt und um die Frage, was man aufgibt, um anderen zu helfen.
Auch wenn es Teile gibt, die sich sehr skurril lesen und die einem auf den ersten Blick etwas unrealistisch erscheinen, offenbaren sich doch sehr viele alltagsnahe Situationen. Hinzu kommt, dass der Roman nicht darauf ausgelegt ist, dass sich alles wie durch Zauberhand komplett zum Positiven wendet.

"’Since when has anything successfully forced Leo to not put Leo first?'
           'People change,' Bea said, opening up another pack of oyster crackers.
'More often, people stay exactly the same.'" S.64

Anfangs ging ich davon aus, dass 'Das Nest' deutlich stärker oder noch viel präsenter in der Handlung vorkommen würde, dabei bleibt es aber immer nur ein Randmotiv. Es wird gezielt eingesetzt, um immer mal wieder den Impuls zu geben, was der Auslöser für verschiedene Situationen gewesen ist, es gibt aber keine 'Dauererwähnung', was sich allerdings positiv auf die Geschichte auswirkt. Als Leser lernt man so die Protagonisten vorerst kennen, in dem sie von ihren Geldsorgen erzählen, langsam arbeitet man sich aber vor und erfährt, was ihnen viel wichtiger ist, als die finanziellen Sorgen.
Durch die Interaktion der Geschwister mit anderen Figuren, die eine entscheidende Rolle in dem Roman übernehmen, wirkt der Roman zudem nicht so, als sei die Familie von der Außenwelt abgekapselt. Man hat als Leser einfach nicht das Gefühl, dass es 'nur' die Geschichte der Plumbs ist, sondern eine Geschichte über das Leben im Allgemeinen und was für Konsequenzen und Folgen das Handeln eines Einzelnen, auf das Schicksal anderer haben kann.
Auch wenn mir die Dialoge und die Idee ziemlich gut gefallen haben, gab es die ein oder anderen Passagen, die mich dann nicht ganz mitreißen konnten. Der Gesamteindruck des Buches hat schon gestimmt, aber mich hat die Geschichte in dem Sinne nicht vollkommen packen können, als das ich sagen könnte, dass es ein Favorit geworden ist. Vielleicht liegt das generell an dem Zwiespalt, dass ich mir einerseits noch einen zusätzlichen Twist gewünscht hätte und der Tatsache, dass ich die 'schlichte' Auflösung der Geschichte eigentlich sehr gelungen fand.

“'Everybody´s kind of weird.' Simone put her hand out for Nora, helping her to her feet. 'Your problem is you´re worried about being everyone´s mirror and that´s not your job.' ” S.199


Eine recht gelungene Geschichte über die Plumb-Familie und ihre finanziellen, wie auch persönlichen Sorgen. Hat durchaus seine Überraschungsmomente, da einige Details des erwähnten Unfalls erst nach und nach ergänzt werden und man sich Schritt für Schritt mit den Charakteren vertraut macht. 'Das Nest' wird zwar eher nur als Impuls erwähnt, löst aber gewisse Handlungen aus, die den Roman relativ authentisch erscheinen lassen, da die Protagonisten mit den gewöhnlichen Sorgen zu kämpfen haben. Es ist also ein Roman über das Leben und all seine Hindernisse und auch über die Familie und die Frage, wie sich eine solche definieren lässt.

Neuerscheinungen April

März 23, 2018







Der April bietet wieder einige Neuerscheinungen, auf die ich mich wirklich sehr freue. Ganz vorne mit dabei sind vier weitere Ausgaben der neuen Manesse Bibliothek. Sie sind nicht nur äußerlich wieder ein Hingucker, sondern sind wie immer auch inhaltlich sehr vielversprechend. 
Zudem gibt es noch das ein oder andere Buch, welches sich recht interessant anhört und welches man vielleicht auch für Zwischendurch einplanen kann.

"Main Street" von Sinclair Lewis, Manesse, gebunden, 23. April
Bereits "Babbit" hat mich von Sinclair Lewis überzeugen können. Auch in diesem Buch soll es um gesellschaftliches Ansehen und Erfolg in Amerika gehen. Im Mittelpunkt steht nun aber eine weibliche Protagonistin, die mit ihren Nachbarinnen zu kämpfen hat. Obwohl das Buch über tausend Seiten bereithält, bin ich sehr neugierig auf das Buch und ich bin mir sicher, dass Sinclair Lewis wieder mit gezieltem ironischen Humor überzeugen wird.

"Das Schloss" von Franz Kafka, Manesse, gebunden, 23. April
Ich muss es an dieser Stelle gestehen: Ich habe bisher nur "Die Verwandlung" von Frank Kafka gelesen. Umso schöner, dass dieses Buch nun in der Manesse Ausführung bei mir landen könnte. Diese Stelle der Inhaltsangabe "«Das Schloss» spielt in einer undurchschaubaren Welt, die namenlosen Mächten gehorcht und in der es für den Landvermesser K. einfach kein Ans-Ziel-Kommen gibt." hat es mir einfach angetan. Kafkas Geschichten sind immer sehr speziell, treffen den Nagel aber immer auf den Kopf, was das menschliche Verhalten und die sozialen Zwänge geht. Ist also ebenfalls ein Top-Favorit diesen Monat.

"Das Babylonische Wörterbuch" von Joaquim Maria Machado de Assis, Manesse, gebunden, 23. April
Anfangs war ich etwas verwirrt hinsichtlich des Titels. Bei genauerer Betrachtung der Inhaltsangabe entpuppt sich dieses Buch aber als ebenso spannendes 'Experiment', wie Kafkas Erzählungen. Hier werden einige Texte des Autors de Assis versammelt und spielen alle mit den extremen Gegensetzen, wie Gut und Böse oder Schein und Sein. Sehr spannend für mich, die erste erwähnte Erzählung, in der das Szenario in den Raum geworfen wird, was passiert wäre, wenn nicht Jesus die Bergpredigt gehalten hätte, sondern der Teufel. Bleibt also dringend vorgemerkt.

"Thomas der Schwindler" von Jean Cocteau, Manesse, gebunden, 23. April
Das vierte und letzte Buch, das in dieser Saison im Manesse Verlag erscheinen wird ist "Thomas der Schwindler". Thematisch gesehen passen eigentlich alle vier Bücher perfekt zueinander, denn auch hier steht das Spiel von Schein und Sein ganz und ebenfalls das gesellschaftliche Ansehen, ganz vorne. "Ein unverschämt heiterer Hochstaplerroman vor der düsteren Kulisse des Ersten Weltkriegs" , so heißt es in der Beschreibung. Ob dieser Kontrast zwischen heiter und düster funktioniert? Ich bin sehr gespannt.

"Was im Leben wichtig ist" von Richard Reed, Heyne Encore, gebunden, 23. April
Mich hat das Buch sofort an "By the Book" erinnert, in dem Autoren ihre 'Geheimtipps' verraten und bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, was ihre schriftstellerischen Ambitionen angeht. Daher war ich sofort Feuer und Flamme für dieses Buch. Es geht hier ebenfalls um persönliche 'Ratschläge' berühmter Schriftsteller und Persönlichkeiten. Das ganze wird mit schönen Illustrationen des Künstlers Samuel Kerr abgerundet. 

"Beim Morden bitte langsam vorgehen" von Sara Paborn, DVA, gebunden, 16. April
Eigentlich sind mir solche Bücher manchmal einfach zu makaber. Allein die Vorstellung, dass eine Frau zu dem Mittel greift und langsam versucht ihren Mann zu ermorden, weil sie die Sticheleien nicht mehr aushält, ist mir etwas zu 'heftig'. Bei mir besteht aber die Hoffnung, dass sich das Ganze in eine etwas andere Richtung entwickeln könnte. Daher bleibt das Buch vorerst auf dem Merkzettel. Ich werde vielleicht erst einige Rezensionen abwarten, um zu schauen, ob es wirklich etwas für mich wäre. 

"Skyscraper" von John Hill, DVA, gebunden, 23. April
Ganz überraschend schaffte es auch dieses Buch auf meine Merkliste, denn es ist kein normaler Roman, sondern ein kleiner Bildband mit zusätzlichen Informationen zu den berühmtesten und höchsten "Skyscrapern". Mal was zum Blättern und zum Schwelgen...

Als letztes erscheint noch Richard David Prechts "Tiere denken" am 16. April als Taschenbuch. 


Welche Neuerscheinungen interessieren euch derzeit am meisten? Wartet ihr sehnsüchtig auf ein bestimmtes Buch?


Vorbestellungen und spontane Neuankömmlinge

März 20, 2018









Auch wenn ich in den letzten Wochen kaum etwas anderes als Lernmaterial gelesen habe, sind doch einige schöne Bücher bei mir eingezogen. Auf eines habe ich mich schon sehr lange gefreut, andere wiederum sind recht spontan bei mir eingezogen. Darunter auch eine Lektüre, die mit einer sehr lieben Nachricht der Autorin versehen war.
  • "Bis zum Himmel und zurück" von Catharina Junk: Diese Überraschungspost erreichte mich schon vor einer Weile. Leider hatte ich bis jetzt kaum Zeit, das Buch zu erwähnen. Darum wird das hier nun als erstes nachgeholt. Ich mochte Junks Roman "Auf  Null" bereits ganz gerne, umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch auspacken konnte. Ich finde es zudem immer sehr lieb und aufmerksam, wenn sich die Autoren noch die Zeit nehmen und Bloggern eine kleine persönliche Notiz zukommen lassen. Das ist einfach eine schöne, kleine Aufmerksamkeit, welche zeigt, dass man die Leser hinter den Blogs auch wertschätzt. Ich bin nun also sehr gespannt auf Catharina Junks nächstes Buch. Es klingt schon einmal vielversprechend.
  • "The Little Mermaid & Other Fairytales" von Hans Christian Andersen: Hach, dieses Buch hatte ich vor einem Monat vorbestellt und konnte es kaum erwarten, es endlich in den Händen zu halten. MinaLima weiß einfach, wie man schöne Bücher gestaltet und auch dieses hier ist ihnen meiner Meinung nach wieder gut gelungen. Ich habe schon kurz darin geblättert und bin wieder sehr von den farbvollen Abbildungen angetan. Die interaktiven Elemente sind zudem immer eine sehr schöne Spielerei für Zwischendurch.
  • "The Mirror" von Richard Skinner: Ehrlich gesagt habe ich absolut keine Ahnung worum es hier gezielt geht. Das Buch beinhaltet wohl zwei Erzählungen des Autors, die etwas skurril sein sollen. Das Buch habe ich spontan mitbestellt, weil es mich mit dem Preis von unter zwei Euro angelächelt hat. Man weiß ja nie, vielleicht verbirgt sich dahinter etwas Besonderes. Falls nicht, hat man ja auch nicht zu viel ausgegeben.
  • "Unnatural Creatures" von Neil Gaiman: Langsam wurde es auch mal wieder Zeit etwas zu kaufen, was den Namen Neil Gaiman trägt. Hier findet sich zwar nur eine Sammlung von Geschichten anderer Autoren, diese sind aber von Neil Gaiman zusammengetragen und mit einem Vorwort versehen. Reicht fürs erste vielleicht auch aus. Ansonsten bin ich ziemlich unentschlossen, was ich als nächstes von ihm lesen möchte. Da gibt es mittlerweile einfach eine viel zu große Auswahl...
  • "Angela Carter´s Book of Fairy Tales" von Angela Carter: Ich glaube es fiel mittlerweile auf, dass die Bücher wieder stark Märchen-geprägt sind, die bei mir eingezogen sind. So auch in diesem Fall. Das Buch wurde mit vorgeschlagen, als ich 'Unnatural Creatures" ausgewählt habe. Ich meine, dass ich das Buch letztens auch noch bei "MsCaulfield" gesehen habe und mir noch dachte: "Ach, das sieht interessant aus." Daher fiel mir die Entscheidung auch nicht schwer und das Buch hat ebenfalls seinen Weg zu mir gefunden.
Kennt ihr die Bücher von MinaLima und 'sammelt' sie auch? Passieren euch auch manchmal solche Spontankäufe, obwohl ihr eigentlich vorher noch viele 'geplante' Bücher kaufen wollt?




Currently reading #6

März 09, 2018



Dieser März ist bisher einer der Monate, in dem ich am wenigsten gelesen habe und so wird es wohl auch bleiben. Auf Instagram hatte ich schon kurz erwähnt, dass ich mich derzeit auf eine Klausur in der Uni vorbereiten muss, die etwas mehr Aufmerksamkeit von mir verlangt. Obwohl ich natürlich viel lieber lesen und darüber bloggen würde, muss das Hobby diesmal aber wirklich zurücktreten.
Zudem hat mich in den letzten Tagen eine Erkältung erwischt, die nicht nur das Lernen, sondern auch das Lesen erschwert. 
Im März werden sich die Beiträge auf dem Blog also etwas in Grenzen halten, dennoch schadet es nicht, sich abends einige Kapitel zu lesen, um am nächsten Tag in neuer Frische zu lernen.

Dafür eignet sich mein 'currently reading', wie sich herausgestellt hat, wunderbar. Das Buch "The Book of Forgotten Authors" von Christopher Fowler hatte ich bereits in DIESEM Beitrag erwähnt. Und da die Kapitel zu jedem Autor wirklich meist nur über maximal vier Seiten lang sind, kann man sich immer gute Pausen setzen. 
Zudem wird man nicht, wie bei Romanen, aus der 'Atmosphäre' gerissen, wenn man mal nicht zum lesen kommt, da es einfach eine schöne Ansammlung über 'fast vergessene' Autoren und Bücher ist. Mich sprechen derzeit aber auch besonders die Zwischenkapitel an, in denen der Autor zum Beispiel von den vergessenen Disney-Vorlagen oder Ähnliches erzählt.

Das zweite Buch auf meinem Nachttisch ist "The Nest" von Cynthia D´Aprix Sweeney. Es war ein absoluter Spontankauf, aber irgendwie hatte ich sofort Lust es zu lesen. Zwar bin ich erst auf den Anfangsseiten, aber da es recht klein ist, hoffe ich, dass es ende März ausgelesen sein wird.