Kategorie: Thementag
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Neue Aufbewahrung für Lesezeichen

September 09, 2022

Ich mag Lesezeichen. Auch wenn ich oftmals gerne einfach einen alten Kassenzettel, ein schönes Etikett von Büchersachen oder kleine Flyer verwende, war ich schon seit langem auf der Suche nach einer schönen Möglichkeit, die besonders schönen Ausführungen zu verstauen. Viele Ideen haben sich letztlich aber irgendwie nicht durchgesetzt, weil zu chaotisch, umständlich oder Ähnliches. 

Im Auge hatte ich daher die Literary Stationery Sets von Insights Edition. Eigentlich  sind dies kleine Buchaufbewahrungen, in denen sich Karten, Briefumschläge, Sticker und ein Notizbuch befinden. Derzeit gibt es diese Buchboxen in den Ausführungen zu: Jane Austen, William Shakespeare, Emily Dickinson, Edgar Allan Poe, Charlotte Bronte und "A Christmas Carol" von Charles Dickens. 

Obwohl ich eigentlich sofort zu Charlotte Bronte gegriffen hätte, waren mir die Preise bisher etwas zu hoch, nur um es als Aufbewahrung zu nutzen. Doch wie der Zufall so wollte, konnte ich eines der Exemplare überraschenderweise vergünstigt in einer bekannten Kaufhaus-Kette finden. Dort gab es bisher nur die Dickinson-Edition, worüber ich mich jetzt letztlich jedoch umso mehr freue, weil sich die Farbe besonders gut macht.  
Meine ganz besonderen Lesezeichen-Stücke haben nun also ein neues Zuhause und sind alle an einem Ort vereint. Ich mag, dass sich das Büchlein perfekt in das Bücherregal einfügt und dennoch ein kleines Geheimnis bereithält. 


Den Inhalt der eigentlichen Box werde ich natürlich bei Gelegenheit verwenden. Es ist ja immer schön, wenn man mal einen handgeschriebenen Brief verschicken kann oder erhält...



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Die ewig Zurückgestellten

Februar 27, 2020

Es gibt ja so Bücher, die kauft man und liest sie sofort. Es gibt auch Bücher, die werden gekauft und liegen dann vielleicht einige Monate im Regal, bevor man dazu greift. Und es gibt Bücher, die man kauft und irgendwie immer wieder hinter die anderen stellt. So lange, bis man sich schon beinahe daran gewöhnt, dass sie da sind und man nicht zu ihnen greift.

Als ich letztens meine Lektüre "Orchid & The Wasp" begonnen habe, war ich recht zufrieden, da meine letzten Neuzugänge damit weiter geschrumpft sind. Irgendwann habe ich mir angewöhnt, eine (mal mehr, mal weniger aktuelle) Liste für das Büchersortiment zu erstellen. Nun, und es sind immer noch die üblichen Verdächtigen, die mir von dieser Liste entgegenspringen. Einige davon habe ich sogar in der Anfangsbloggerzeit gekauft. Es wird also Zeit, dies zu ändern!

Ehlich gesagt liegen alle diese Bücher aus den unterschiedlichsten Gründen auf dem "Pile of Shame" (Nein, eine Schande ist es natürlich nicht), verdienen es aber langsam mal, davon erlöst zu werden. Daher hier ein kleiner Überblick über die zehn Bücher, die ich dieses Jahr unbedingt noch lesen möchte und die Gründe, warum sie irgendwie zu Außenseitern geworden sind:

  • "Zoo Time" von Howard Jacobson & "Rules of Civility" von Amor Towles: Beides Bücher, die ich während der weißen Bücherwoche der Mayerschen für jeweils einen Euro ergattern konnte. Beide Bücher haben mich wahnsinnig interessiert, vor allem "Zoo Time", da ich kurz davor Jacobsons "J" gelesen hatte. Zuhause angekommen, kam dann immer ein doch interessanteres Buch dazwischen oder ein "wichtiges" Rezensionsexemplar. Vielleicht werde ich sie demnächst als Reiselektüre für Bus und Bahn einplanen. 
  • "My Cousin Rachel" von Daphne du Maurier: Unglaublich, aber wahr. Ich will schon seit Jahren etwas von du Maurier lesen, komme aber irgendwie nie dazu. "My Cousin Rachel" wollte ich vorletztes Jahr im Herbst / Winter endlich beginnen, hatte sogar schon Blogfotos geschossen, bevor dann irgendwie die Stimmung dafür abhandenkam. Dies wird dieses Jahr hoffentlich nicht passieren. Das Buch wird aber wohl eher zu Hause gelesen, da mir die Ausgabe für Unterwegs zu schade ist. 
  • Die "China-Trilogie" von Jan Philipp Sendker: Ich glaube hier ist der einzige Grund, warum die Bücher noch ungelesen hier liegen, dass mich eine komplette Trilogie einschüchtert. Ich will dann eigentlich direkt weiterlesen (wie beim Philipp Pullman Lesemarathon) stagniert es dann aber immer, weil ich doch die Abwechslung anderer Geschichten brauche. Diese Trilogie habe ich vor einigen Jahren beim Adventskalender des Verlags gewonnen und die Ausgaben sind sogar vom Autor signiert. Ich weiß noch wie glücklich ich darüber war, weil ich kurz zuvor ein Interview mit ihm im Fernsehen gesehen habe und richtig Lust auf die Geschichte hatte. Höchste Zeit also, zumindest schonmal damit zu beginnen!
  • "Der Distelfink" von Donna Tartt: Mittlerweile ist das Buch eher zur Zimmerdekoration geworden. Passt genau dorthin, wo es steht, bleibt aber leider ungelesen. Auch hier war die Ambition des Öfteren da. Vor allem, als ich mit der "100 Pulitzer"-Leseliste begonnen habe. Letztlich hat mich dann aber jedes Mal wieder die Seitenzahl ein wenig abgeschreckt. Da ich in den vergangenen Monaten aber schon deutlich umfangreichere Bücher beendet habe, bin ich nun zuversichtlich, dass ich es dieses Jahr endlich schaffe, den von vielen geliebten Roman zu lesen. 
  • "The Master and Margerita" von Mikhail Bulgakov: Ein Klassiker, den ich (unter anderem) zu Beginn meines Studiums (!) von meiner Schwester geschenkt bekommen habe. Ich liebe diese Ausgabe und dieses Cover, habe demnach immer Lust dazu zu greifen. Es sieht einfach spannend und ganz nach meinem Geschmack aus. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube damals hat mich immer die doch recht kleine Schriftgröße zurückgehalten. Mittlerweile bin ich glaube ich schon so kurzsichtig, dass das sowieso egal wäre. Daher auch hier: Das Buch möchte ich unbedingt noch dieses Jahr lesen!
  • "Z - A Novel of Zelda Fitzgerald" von Therese Ann Fowler: Die (fiktive) Biographie von Zelda Fitzgerald wollte ich damala so dringend lesen und habe es mir immer und immer wieder für den nächsten Monat vorgenommen.Wahrscheinlich kamen auch hier wieder irgendwelche Rezensionsexemplare dazwischen, bis das Gefühl der Begeisterung irgendwie schwächer wurde. Da wir uns ja aber nun "wieder" in den 20ern befinden, passt das Buch ja ziemlich gut. Zumindest versuche ich mich so endlich dazu zu motivieren, es bald in Angriff zu nehmen.
  • Und dann sind da noch "The Selected Works" von Virginia Woolf. Neun Texte sind hier enthalten, die fast alle zu bekannten Klassikern gehören. Wahrscheinlich werde ich die Erzählungen nicht alle hintereinander lesen. Das war sicherlich auch einer der Gründe, warum es seit Jahren ungelesen ist. Der Umfang schüchtert mich manchmal einfach ein, obwohl ich umfangreiche Geschichten (oder Erzählbände) sehr gerne mag.


Habt ihr auch Bücher, die seit Jahren bei euch herumliegen, von denen ihr aber wisst, dass ihr sie noch lesen und nicht aussortieren wollt? Wieso habt ihr bisher noch nicht dazu gegriffen und welche Bücher sind es?

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Zwei Bücher für die folgenden Weihnachtstage

Dezember 22, 2018





Letztes Jahr gab es bei mir einen ganzen Koffer, gefüllt mit Weihnachtsbüchern, den ich während der Feiertage verschlungen habe.
Dieses Jahr muss sich diese Liste leider deutlich reduzieren. Daher fiel meine Wahl auf zwei Bücher, die man perfekt lesen kann, wenn man komplett im Weihnachtsstress oder dem Alltagswahnsinn feststeckt.

  • "Let it snow" von John Green, Maureen Johnson & Lauren Myracle: Das Buch trägt den Untertitel "Three Holiday Romances" und impliziert schon, dass man hier mit Weihnachtsgeschichten zu tun hat, die ans Herz gehen sollen. Für mich ist das Buch aufrgund der Einteilung eine gute Wahl, da man sich abends an Heiligabend (nach der Bescherung und dem Familienessen natürlich) und auch den zwei Weihnachtstagen, je eine Geschichte vornehmen kann. Was mich an den Geschichten zudem reizt ist der Satz "As the three stories collide...". So stehen die Erzählungen nicht komplett für sich alleine, sondern finden sich am Ende zu einem Strang zusammen. Ich bin gespannt auf die Umsetzung!
  • "A Christmas Carol" von Charles Dickens:  "Marley was dead, to begin with. There is no doubt whatever about that." Eines der wohl bekanntesten Anfänge eines Buches und eines, das mich immer wieder direkt in den Bann zieht. Es überrascht also wohl nicht, dass dieser Klassiker wieder als Weihnachtslektüre von mir empfohlen und gelesen wird. Ich liebe die Geschichte rund um Ebenezer Scrooge und kann auch nicht wegschalten, wenn sie im Fernsehen läuft. Da die Erzählung nur knapp 140 Seiten lang ist, kann man sie eigentlich immer in den Zeitplan der stressigen Weihnachtstage einplanen. 
Auch wenn es für mich an Heiligabend noch einmal zur Arbeit geht, kann ich es kaum erwarten, mich danach etwas schick zu machen, mit der Familie das restliche Essen vorzubereiten, Weihnachtslieder zu hören, die obligatorischen Weihnachtsbilder zu machen, sich stundenlang zu unterhalten und den anderen mit Geschenken (hoffentlich) eine kleine Freude zu machen.
Und tatsächlich landen auch einige Bücher von mir für andere unter dem Weihnachtsbaum!  


Lest ihr an den Weihnachtstagen etwas Bestimmtes oder verbringt ihr die Zeit fleißig mit Weihnachtsvorbereitungen? Verschenkt ihr selbst auch Bücher oder habt ihr euch welche gewünscht?



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Die Frankfurter Buchmesse und der Buchblog-Award '18

Oktober 15, 2018







Die Woche voller Bücher, Buchmenschen, farbenfrohen Verlagsständen und interessanten Buchneuerscheinungen ist tatsächlich wieder vorbei. Aber die diesjährige Frankfurter Buchmesse war für mich alles andere als ruhig.

Zunächst möchte ich als erstes die Gelegenheit nutzen und auf die Verleihung des Buchblog-Awards 2018 eingehen. Abgehalten wurde die Veranstaltung ebenfalls auf der Buchmesse - im neuen Pavillon auf der Agora - inmitten des Messegeländes. 
Insgesamt wurden neun Kategorien ausgezeichnet. Gewonnen haben in den jeweiligen Kategorien:
Ich möchte allen Gewinnern ganz herzlich gratulieren! Und ich hoffe ihr konntet bereits alle ein wenig feiern. Ich freue mich für jeden Gewinner und tollen Blog, der ausgezeichnet wurde. Es ist so schön zu sehen, dass Buchblogs (und die Menschen dahinter) so vielfältig sind, wie die Literatur selbst. Klickt euch unbedingt mal durch alle Gewinnerblogs, es lohnt sich!
Einige andere Blogs hätte ich auch nur zu gern unter den Finalisten und Gewinnern gesehen, aber nächstes Jahr wird meinerseits genauso eifrig nominiert. 

Wer nun mitgezählt hat, wird auf acht Blogs kommen. Ich kann es selbst nach zwei Tagen Erholung immer noch nicht glauben, aber "little words" hat in der Kategorie "Liebe & Herz" ebenfalls als Gewinner hervorgehen können. Ich war schon wahnsinnig glücklich meinen Blog als Finalist zu sehen, hätte aber nicht damit gerechnet, dass er gewinnt...
Dabei war die Anreise eine zusätzliche Odyssee. Natürlich dachte ich mir, dass so eine kurzfristige Anreise für einen Tag mit der Bahn zu gefährlich und risikoreich werden könnte, daher entschieden wir uns für eine Anreise mit dem Auto. Realistisch gesehen dauert die Fahrt etwa zweieinhalb Stunden bis nach Frankfurt. Daher schien uns eine Abfahrt um 7 Uhr keinesfalls zu spät. Nach einer gewissen Strecke stellten wir allerdings fest, dass die Autobahn aufgrund eines brennenden ICEs gesperrt wurde. Ironie des Schicksals, dass man selbst auf der Autobahn von den Zügen ausgebremst wird. 
Nichtsdestotrotz stellte ich mich schon darauf ein, dass es also etwas länger dauern würde. Gegen elf bekam ich dann leichte Panik und wusste, ich werde zur Messe sprinten müssen, wenn ich die Verleihung mitbekommen wollen würde.
Völlig außer Atem (und natürlich dank der herrlich sommerlichen Temperaturen, auch verschwitzt) stieg ich auf das Rollfeld der Messe, runter auf die Agora, als mich schon beglückwünschende Tweets zum Sieg des Buchblog-Awards 2018 erreichten. 
Ja, pure Freude und eine gewisse Trauer, dass ich die Verleihung verpasst hatte, wechselten sich auf dem Weg zum Pavillon stetig ab. 

Als ich dann im Zelt ankam, schaffte ich es noch das Ende mitzubekommen und mich auf das Gewinnerfoto zu quetschen. Ich habe mitbekommen, dass für jeden Gewinner eine kleine Rede gehalten wurde, in dem die Gründe für die Entscheidung erläutert wurden und ich hatte ein so schlechtes Gewissen, dass ich es nicht mitbekommen habe. Ich habe mir natürlich das Video noch einmal nachträglich angesehen und hätte im Boden versinken können, als mich die liebe Sarah vom Blog Pinkfisch auf die Bühne bat, ich aber nicht kam. Es waren aber so liebe Worte, dass ich vor dem Bildschirm saß und einfach nur gerührt war. Auch wenn es für viele keine Bedeutung hat und das Interesse an Buchblogs sich (im Gegensatz zu Lifestyle-Blogs) in Grenzen hält, bedeutet es für mich so viel, dass man Buchblogs und damit auch die Bücher und Literatur unterstützt. Daher bedanke ich mich auch noch einmal bei den gesamten Veranstaltern, der Jury, den Moderatoren und allen Unterstützern (auch denen, die fleißig nominiert haben) des Buchblog-Awards! 
Alle weiteren Informationen findet ihr noch einmal auf der offiziellen Seite des Buchblog-Awards. Unter anderem könnt ihr dort alle einzelnen Begründungen seitens der Jury nachverfolgen, wie auch einige Leserstimmen zu den Blogs. -  Also genau HIER-  

Nun ja, nach diesem holprigen Start ging es dann wieder zu den Messeständen. Dort hatte ich einen kurzen Termin für die Besprechung des neuen Verlagsprogramms des Aufbau Verlags. Haltet dort auf jeden Fall mal Ausschau. Es kommen wirklich ein paar spannende Titel im Neujahr raus. 

Anschließend bin ich rumgeschlendert und wollte ein paar Eindrücke sammeln. Gibt es etwas Neues? Etwas Außergewöhnliches? Ehrlich gesagt haben mich natürlich einige Stände mehr angesprochen als andere, aber außer einem kurzen Interview mit Dunya Hayali habe ich wirklich nichts von dem ganzen Programm auf der Messer mitnehmen können. Ich bin eher einfach rumgelaufen und habe einige Schnappschüsse gemacht.

Danach habe ich noch kurz beim Emons Stand vorbeigeschaut. Als Praktikantin war ich natürlich neugierig darauf zu sehen, wie sich so ein Messetag für Verlagsmitarbeiter anfühlt. 
Entdeckt habe ich dabei die schöne Aktion der "Woche unabhängiger Buchhandlungen", die mit Sprüchen wie "Nicht ohne mein Buch" oder "Bleib´ unabhängig" definitiv ein kleiner Hingucker war. Zudem bin ich einfach auch ein großer Fan des Bildbandes "The Boss don´t care" der gerade erschienen ist. Darin geht es um Kinderarbeit in Amerika zwischen 1908 und 1917. Der Bildband enthält wirklich tolle und ergreifende Bilder. Blättert bei Gelegenheit auf jeden Fall mal rein.

Einen meiner Lieblingsstände, nämlich den vom Manesse Verlag, musste ich danach natürlich auch noch besuchen, um einen Blick auf die neuen Ausgaben der Manesse Bibliothek zu werfen. So macht Literatur und so machen vor allem Klassiker wirklich Spaß. 
Ebenso war natürlich auch die Rosenwand des Groh Verlags, wie auch die gesamte Gestaltung des Coppenrath Verlags ein wahrer Hingucker.
Insgesamt war es also ein eher kurzer, aber doch sehr glücklicher Besuch.

Was waren eure Highlights der Frankfurter Buchmesse 2018? Habt ihr euch auf etwas ganz besonders gefreut?





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Bücher für den Herbst und für Halloween: Eine Leseliste

September 30, 2018


"I ´m so glad I live in a world where there are Octobers!" - L.M. Montgomery (Anne of Green Gables)

Der Oktober naht und damit auch gleichzeitig die Lust auf ganz spezielle Lektüren. Es gibt zahlreiche Bücher, die perfekt in diese Herbst- und Halloweenzeit passen. Bei mir sammeln sich solche Bücher immer sehr schnell an und liegen dann den ganzen Sommer über so vor sich hin. Ich starre dann etwas gequält zu ihnen rüber, weil mich der Inhalt zwar reizt, ich aber weiß, dass mir die etwas schaurige und düstere Atsmosphäre fehlen würde, wenn ich sie in den warmen Monaten lese. 
Daher habe ich mir wieder eine sehr optimistische Leseliste für die Halloweenzeit und die nächsten Monate zusammengestellt. 

  • "Unnatural Creatures" (hrsg.) von Neil Gaiman: Eine kleine Sammlung verschiedener Erzählungen und Autoren, die sich mit mysteriösen Kreaturen befassen. Die enthaltenen Illustrationen werden sicherlich ihren Teil für die passende Stimmung beitragen. 
  • "Harry Potter and the Philosopher´s Stone" von J.K. Rowling: Bereits letztes Jahr habe ich zur selben Zeit den ersten und zweiten Teil erneut gelesen (damals allerdings die illustrierten Ausgaben). Nun starte ich erneut mit einem Reread....Einfach weil es passt und ich jedes Jahr Lust darauf bekomme.
  • "The Corn Maiden" und "Carthage" von Joye Carol Oates: Gleich zwei Bücher von Joyce Carol Oates haben es auf meine Leseliste geschafft. Ersteres trägt den zusätzlichen Untertitel "And other Nightmages", passt also wunderbar, wenn man etwas Gruseliges sucht. Zweites soll zwar nicht unheimlich, aber mysteriös sein, da sich alles um ein verschwundenes Mädchen dreht. Bei beiden Büchern bin ich schon sehr gespannt, ob mich auch der Schreibstil packen wird. Da hört man sehr verschiedenes bei anderen Rezensenten.
  • "The Mirror" von Richard Skinner: Dieses Buch beinhaltet zwei Kurzgeschichten, die sich mit dem Leben und dem Altern beschäftigen. Auf den ersten Blick vielleicht keine klassische Herbstlektüre, aber sonderlich erfreulich schätze ich das Buch auch nicht ein. Daher werde ich mich auch hier gerne überraschen lassen. 
  • "Ill Will" von Michael Stewart habe ich bereits vor einigen Tagen kurz vorgestellt. Es ist eine Erzählung über die, dem Leser nicht bekannten, vier Jahre, die Heathcliff aus "Wuthering Heights" außerhalb verbringt. Da schon der Klassiker sehr atmosphärisch und herbstlich angehaucht ist, bin ich mir sicher, dass sich diese schöne Lektüre auch wunderbar in der nächsten Zeit lesen lässt. 
  • Ein weiteres Buch, welches einige kurze Geschichten vereint, ist "Angela Carter´s Book of Fairy Tales". Mythische Gestalten sind auch hier an der Tagesordnung. Erinnert mich auf den ersten Blick etwas an Neil Gaimans Sammelband, daher bin ich gespannt darauf zu sehen, wie beides umgesetzt wurde. 
  • Das letzte Buch, das sich vorerst in die Reihen der Herbstlektüren einordnen darf ist "The silent companions" von Laura Purcell. Lange habe ich darauf gewartet, dass das Buch in der gebundenen Version bei mir ankommt. Nun bin ich voller Vorfreude, mich mit den gruseligen Inhalten auseinanderzusetzen. Ich wollte mir nicht zuviel vorwegnehmen lassen, daher habe ich nur einige Bewertungen überflogen... aber an der düsteren Stimmung soll es hier nicht fehlen. Daher ein ganz klarer Kandidat für Halloween.


Wie sieht eure Planung für den Herbst und vielleicht auch für Halloween aus? Habt ihr ein Buch, das ihr euch für diese Jahreszeit  "aufgespart" habt?


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Emily Brontës "Wuthering Heights" und darauf Bezug nehmende Bücher

September 20, 2018







Der Klassiker "Wuthering Heights" (dt. "Sturmhöhen) von Emily Brontë erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. Anfangs noch unter dem Pseudonym Ellis Bell veröffentlicht, gewann die Geschichte nach und nach immer mehr Leser, die sich von der sehr speziellen Beziehung zwischen Catherine und Heathcliff mitreißen ließen. Schließlich wurde das Pseudonym abgelegt und die Autorin als Emily Brontë "identifiziert". Ich persönlich war von "Wuthering Heights" nicht ganz so begeistert, wie von "Jane Eyre", dennoch haben mich zwei Bücher, die sich auf den Klassiker beziehen, so interessiert, dass ich mich etwas näher mit den Geschichten auseinandersetzen wollte.

Das erste Buch heißt "I am Heathcliff" und ist eine Anthologie, sechzehn verschiedener Kurzgeschichten von sechszehn Autoren / Autorinnen, herausgegeben von Kate Mosse. Acht Geschichten habe ich bereits gelesen und bin recht angetan von der Umsetzung.
Hat man "Wuthering Heights" gelesen, so fallen einem (mal schneller, mal langsamer) die Bezüge auf und man spinnt seine Interpretationen etwas weiter. Ist man nicht mit dem Klassiker vertraut, so schadet es dem Ganzen nicht erheblich. Die Geschichten greifen alle eine Situation, eine Beziehung oder grundsätzlich gewisse Gedanken auf, die man auch unabhängig von den Bezügen verstehen kann. Es sind Geschichten, die einen melancholischen Hauch, etwas Verletzliches und manchmal auch Gefährliches haben.
Verwunderlich ist dabei aber vielleicht nicht, dass es meist zwei Protagonisten gibt, die sich aufeinander beziehen und die mit verschiedenen Umständen zu kämpfen haben. 
Es ist eine Kurzgeschichtensammlung, so war für mich auch abzusehen, dass mir einige Geschichten mehr zusagen, als andere. Grundsätzlich sind aber bisher alle Erzählungen lesenswert gewesen. Bei einigen war ich fasziniert von der Sprachwahl (und der damit teilweise vorhandenen Sprachgewalt) wie auch der starken Metaphorik.

"It was a lot easier to let the words go when you were on the moors. There was so much more space for them all to fall into." 

Das zweite Buch namens "Ill Will" von Michael Stewart trägt den sehr interessanten Untertitel "The Untold Story of Heathcliff" und bezieht sich auf die vier Jahre, die der Protagonist auswärts verbringt und die im Klassiker verschwiegen werden.
Hier bin ich schon sehr gespannt auf die Verknüpfungen zum Klassiker. Das Buch impliziert eine gewisse Mystik, die man auch in "Wuthering Heights" wahrgenommen hat.
Auch der Satz auf dem Klappentext "I am William Lee: brute, liar and graveside thief. But you will know me by another name" scheint eine vielversprechende Geschichte zu bieten. Das Buch wird sicherlich nicht lange ungelesen bleiben...


Habt ihr "Wuthering Heights" gelesen? Ist es eines eurer Favoriten? Lest ihr auch gerne Bücher, die sich explizit auf andere Bücher beziehen? Kennt ihr noch andere Bücher, die "Wuthering Heights" aufgreifen?







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