Geburtstagsneuzugänge

August 30, 2018





Der August brachte so einige Bücher mit sich. Viele kennen es vielleicht: wenn man Geburtstag hat, wünscht man sich ja eigentlich immer Bücher. Ich lasse mich meist auch gerne überraschen. Leider stehen dann meist Freunde und Familie vor der schwierigen Frage, was man denn jemandem schenkt, der schon unzählige Bücher gelesen hat. 
Manchmal gebe ich den einen oder anderen Tipp, manchmal bin ich aber wahnsinnig gespannt darauf, was jemand von sich aus aussucht. 
Ich weiß, für viele ist das eine stressige Aufgabe, nach dem richtigen Buchgeschenk zu suchen, aber ich habe mich wahnsinnig über jedes einzelne Buch gefreut und kann immer nur wieder betonen, dass ich mich immer über Bücher freue, auch wenn viele sagen "du hast doch schon so viele". 

Zusätzlich gab es auch noch das eine oder andere buchbezogene Geschenk über das ich mich freuen durfte. Zum Beispiel eine kleine "Secret Box" mit dem Titel "book-lover", in dem ich nun meine kleinen Metall-Lesezeichen aufbewahren werde. Auch eine kleine Stiftetasche mit Winnie-Pooh-Motiv durfte neu einziehen. Ich war zwar schon immer verrückt nach solchen Sachen, aber nach der Neuverfilmung des Disney-Klassikers bin ich erneut hin und weg von den Geschichten.
Zudem habe ich mich selbst auch mit den Magnet-Lesezeichen von Jane Austen und einer kleinen Büchertasche beschenkt. 

Aber nun zu den wichtigeren Sachen - den Büchern: 

  • "I am Heathcliff" (herausgegeben) von Kate Mosse: Der Sammelband enthält einige Geschichten, die sich mit der Figur Heathcliff aus Emily Brontes "Wuthering Heights" befassen. Da ich den Roman vor kurzem gelesen habe, bin ich nun wahnsinnig neugierig, wie diese Geschichten daran anpassen.
  • "The Wizard of Oz" von Frank L. Baum: Diese Penguin Deluxe Edition besteht aus den ersten Drei Büchern. Meine Schwester hat damit wirklich ins Schwarze getroffen, denn ich hatte mir vor einiger Zeit in einem Antiquariat den vierten Teil (oder fünften?) gekauft und hatte es nicht wirklich gemerkt. Nun kann ich von vorne beginnen und die Geschichte als Ganzes kennenlernen.
  • "Das Gegenteil von Einsamkeit" von Marina Keegan: Ein Geschenk an mich selbst. Habe das Buch auf einem "Reduziert-Stapel" entdeckt. Es wurde damals wahnsinnig gelobt, auch wenn man heraushören konnte, dass wohl viele von der privaten Geschichte der Autorin "beeinflusst" waren. Ich habe in die Einleitung rein gelesen und war sofort angetan, daher freue ich mich schon sehr auf die Essays und Geschichten von Marina Keegan.
  • "Mister Weniger" von Andrew Sean Greer: Hier wurde nach Tipps auf meinem Blog gesucht. Den Roman "Ein unmögliches Leben" habe ich damals sehr gut bewertet und habe ihn auch sehr gemocht. Daher bin ich gespannt, ob Greer mich auch mit dieser Geschichte mitreißen kann.
  • Das nächste Buch habe ich tatsächlich schon vor gefühlt drei Monaten bestellt. Er war danach leider erst einmal nicht mehr in gebundener Form lieferbar. Nun habe ich mich umso mehr gefreut, als das Buch auf einmal doch noch ankam. "The Silent Companion" von Laura Purcell passt denke ich perfekt in die Herbstzeit und wird mich sicherlich an Halloween in perfekte Gruselstimmung versetzen. 
  • "Vanity Fair" von William Makepeace Thackeray ist in dieser Ausgabe einfach nur ein wahnsinniger Hingucker. Lange schon wollte ich den Klassiker lesen, konnte mich aber für keine Ausgabe entscheiden. Dann habe ich diese entdeckt und war schockverliebt. Das Cover wurde vom Künstler Donald Urquart designed und enthält zudem auch zahlreiche Illustrationen im Inneren. Da macht das Lesen eines solchen Brockens doch gleich doppelt so viel Spaß.
  • Das letzte Buch "Das Vogelhaus" von Eva Meiijer ist noch als Rezensionsexemplar angekommen. Ich bin auch hier wahnsinnig gespannt auf den Inhalt. Ich habe bereits von einem ihrer anderen Bücher gehört, als sie bei "Druckfrisch" zu Gast war und es klang vielversprechend. Mal sehen, ob sich das hier auch bewahrheitet.

Freut ihr euch auch, wenn ihr noch Nachzügler bekommt, von denen ihr dachtet sie seien nicht mehr lieferbar? Benutzt ihr bestimmte Buchtaschen/ Buchhüllen und könnt welche empfehlen?





Dinner mit Edward von Isabel Vincent

August 21, 2018



Werbung - Rezensionsexemplar (Original: "Dinner with Edward: A story of an unexpected friendship"/ 2016) Heyne Verlag, Übersetzer/in: Ronald Gutberlet (aus dem Amerikanischen),   ★★★(☆)☆ 3,5 Sterne
"Zu ihrem ersten Dinner mit Edward erscheint Isabel mit einer Flasche Wein, aber ohne große Erwartungen. Eigentlich ist sie nur hier, weil ihre Freundin sie um den Gefallen gebeten hat, bei ihrem alten Vater nach dem Rechten zu sehen. Doch der Mann, der jetzt in der Küche steht und Hühnchenbrust und luftiges Aprikosen-Soufflé für sie zubereitet, steckt voller Überraschungen. Isabels Besuch ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von unvergesslichen Abenden, in deren Verlauf Edward zu ihrem teuren Freund und Ratgeber wird. Mit seiner Hilfe gelingt es ihr, das Leben neu zu betrachten und frische Wege einzuschlagen. "

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"Ich weiß nicht, ob die Aussicht auf ein Abendessen mich reizte, oder ob ich mich so einsam fühlte, dass mir sogar ein Rendezvous mit einem Neunzigjährigen attraktiv erschien." S.12

Es gibt so Bücher, die findet man irgendwie charmant und herzerwärmend, die aber nicht ganz überzeugen können. Bei mir ist das bei "Dinner mit Edward" leider auch der Fall. Und ich sage hier wirklich leider, weil ich dachte, das Buch würde ein komplettes "Feel-Good"-Buch werden. 
Warum das bei mir nicht ganz so rüberkam, hat wohl vorrangig zwei Gründe.
Zum einen konnte ich einfach nicht mehr davon lesen, dass wirklich für gefühlt alles Schweinefett verwendet und auch fortlaufend überwiegend sonstige tierische Zutaten serviert und beschrieben werden. Ganz klar, das ist ein sehr subjektiver Aspekt, den viele nicht annähernd störend finden werden, aber bei mir hat sich dadurch nicht das Gefühl eingestellt, dass ich gerne bei den meisten Abendessen dabei gewesen wäre. 
Zum anderen konnte ich mich nur sehr schwer komplett auf Isabel und Edward einlassen. Die Erlebnisse, die Dinner und die Gefühlswelt wird irgendwie so im Zeitraffer, aber manchmal diffus zusammengewürfelt, erzählt, dass es mir manchmal zu chaotisch vorkam. Immer mal wieder greift Isabel Vincent dann Vergangenes wieder auf und versucht daraus etwas Neues zu machen. Ich persönlich fand es tatsächlich etwas unharmonisch. Die Treffen selbst sind zwar natürlich immer durch das erwähnte Menü im Zentrum, werden aber oftmals doch irgendwie nur kurz erwähnt und durch persönliche Rückblenden ergänzt. Hier bin ich mir selbst noch unschlüssig, ob mir die Abende selbst dann zu knapp abgehandelt wurden oder ob es dadurch etwas abwechslungsreicher wirkte.

"'Ich koche einfach, Darling' , sagte er, als ich ihn fragte, warum er keine Kochbücher benutzte. 'Ich denke nicht mal darüber nach, wie ein Rezept sein könnte.Ich möchte mich nicht mit irgendwelchen Vorschriften herumschlagen. Für mich hat das nichts mit Kochen zu tun - man klebt doch bloß an einem Stück Papier.'" S.18

Die beiden Charaktere konnte ich nicht wirklich einschätzen. Beide wirken eigentlich sehr charmant, liebevoll und so, als seien sie einfach sehr verletzlich und doch wusste ich bei manchen Aussagen seitens Edward gar nicht, wie ich dazu stand. 
Da lässt er dann Sätze fallen wie: "'Ja, das betont deine Figur. [...] Wobei ich bis eben gar nicht gewusst habe, dass du eine Figur hast. Nicht umwerfend, aber sehr schön." Und anstatt solche Aussagen zu hinterfragen und dem Leser zu zeigen, dass es vielleicht nicht gerade das Ziel einer jeden Frau ist, vierundzwanzig Stunden wie die verführerischste Person auszusehen und sich zu schminken (was noch durch "Edward rügte mich sofort, weil ich seiner Ansicht nach nicht genügend Make-Up verwendet hatte" ergänzt wird), lässt sich die Autorin irgendwie nur "mitschleifen". Natürlich wird die charmante Art und das "Gentleman-hafte" an Edward ebenfalls erwähnt, genauso wie seine eigentlich nur guten Absichten, aber manche Sätze kamen so merkwürdig daher, dass man dachte, es handele sich eigentlich um vier und nicht zwei Personen, da deren Eigenschaften so schwankend und manchmal uneinig wirkten.
 
Nichtsdestotrotz gab es natürlich auch genau solche Passagen und Eigenschaften im Buch, die ich mir davon erhofft hatte. Es gibt auch einige sehr schöne Aussagen, die darauf abzielen, dass der Leser sich Gedanken über seine Mitmenschen macht, dass man hinterfragt wie man eigentlich mit seinen Mitmenschen kommuniziert, wie viel Zeit man sich für sie nimmt und was uns eigentlich wichtig ist.
Meine Lieblingsstelle, so traurig sie auch eigentlich ist, war zudem die Erwähnung des Todesfalls von Edwards Vater. Diese eine Stelle hat mich so getroffen, weil sie einfach so etwas "Tragendes" für das gesamte Buch und die gesamte Botschaft hatte.
Und irgendwie kann man die beiden, Isabel und Edward, doch nicht ganz zurücklassen. Auch wenn ich mich nicht komplett mit ihnen anfreunden konnte, habe ich das kurze Dinner-Tagebuch mit ihnen (mit einigen Ausnahmen) dennoch irgendwie gerne erlebt.

“ich war freiwillig in Krisengebiete gereist, hatte über Kriege in Afrika und Drogenschmuggel in Südamerika berichtet. Und ich hatte geglaubt, diese Erfahrungen seien mehr wert als der dumpfe Alltag. Ich hatte immer in der Überzeugung gelebt, dass das Paradies irgendwo anders war. Aber Edward wusste es besser.” S.193


Ein Dinner-Erlebnis, das neue Freundschaften hervorbringt. Grundsätzlich ein schönes "Tagebuch" der erlebten Treffen zwischen Isabel und Edward, jedoch für mich mit einigen unpassenden Äußerungen und manchmal "unstimmigen" Bildern der Charaktere.Vielleicht liegt mein teilweise enttäuschter Eindruck aber nur daran, dass ich mir zu viel und etwas zu Perfektes erwartet habe, vielleicht sollte man auch akzeptieren können, dass die wahren und echten Geschichten sich eben nicht komplett wie ein vollkommener Roman lesen.



The Moment of Everything von Shelly King

August 16, 2018



(Original: "The Moment of Everything"/ 2014) Grand Central Publishing, Übersetzer/in: -, Englische Ausgabe, ★★(★)☆☆ 2,5 Sterne
Maggie Duprés verliert ihren Job und verbringt ihre Tage nun damit, in einer Buchhandlung für gebrauchte Bücher, dem "Dragonfly", unzählige Romanzen zu lesen, bis sich ihr eine neue große Chance im Berufsleben bietet. Als ihr bester Freund sie mit jemandem wichtigen aus der Branche bekannt machen möchte, hängt es mit der Bedingung des Besuchs eines Buchclubs und dem Lesen der Lektüre "Lady Chatterly´s Lover" zusammen. Nicht gerade Maggies erste Wahl. Doch die Ausgabe des Buches, das sie im "Dragonfly" findet, hält etwas ganz Besonderes für sie bereit...

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"Sure, I read other kinds of books. Lots of them in just about every genre you can imagine. But I loved romances. There was something so comforting about knowing the whole story just from looking at the front cover." S.3

Wenn ich Bücher über Bücher entdecke, kann ich die Finger nicht davon lassen. Schließlich hat man immer das Gefühl, dass der Autor Figuren erschaffen wird, die einem selbst ähnlich sind. Vor allem eben in Bezug auf die Liebe zur Literatur und Buchhandlungen. Teilweise hat mich die Geschichte von Shelly King also tatsächlich angesprochen. In einigen, wenn nicht sogar etwas zu vielen Punkten, fand ich den Roman aber doch etwas zu schwach.
Das lag vielleicht vor allem daran, dass ich schlichtweg das Gefühl hatte, dass sich die Geschichte mit seinen ganzen Themen übernimmt. Irgendwie geht es um den Erhalt und die Liebe von und zu Buchhandlungen, was mich an den Film E-Mail für dich erinnert hat, es ging um versteckte Botschaften in Büchern, was mich ganz leicht an "Das Schiff des Theseus" erinnert hat und dann auch noch um familiäre Probleme, gesellschaftliche Kritik in Hinblick auf die Akzeptanz von verschiedenen Menschengruppen, um das Suchen und Finden der eigenen Interessen und um Freundschaft.
Grundsätzlich ja eigentlich ganz schön, wenn so viel aufgegriffen wird, jedoch macht es einfach sehr viel aus, wenn man als Leser das Gefühl hat, alles wird nur so halb erzählt und aufgegriffen.
Man merkt definitiv, dass die Erzählerin ein bestimmtes Interesse hat, nämlich, die Schönheit von Büchern und auch das Interesse zu Büchern beim Leser in den Vordergrund zu stellen oder zu erwecken. Das ist tatsächlich auch ganz gut geglückt. Ich mochte die Atmosphäre, die im Dragonfly beschrieben wird. Es ist chaotisch, kuschelig, irgendwie mysteriös, aber immer herzlich. Man kann sich die vollgepackten Regale sehr gut vorstellen und auch die immer wieder auftauchende Katze ist ein ganz süßer Nebencharakter.
Ebenso gefiel mir größtenteils das Zusammenspiel der Figuren. Es gibt hier realistisch aufgegriffene Beziehungen, die sich entfalten oder eben auch in die Brüche gehen und das bezieht sich auch auf Freundschaften.

"'Dumbass, you don´t nominate you favorite book to a book club,' Jason said.

         'Why not?' Dizzy asked.

'What if they don´t like it?' Jason said."  S.140

Was ich aber eben eher nicht geglückt finde, ist die gesamte Umsetzung. Es ist wie gesagt einfach zu viel. Die Hintergrundgeschichte der Protagonistin Maggie wird irgendwie eingebunden, aber es scheint, als wäre dies nicht ganz durchdacht. Ihre Mutter taucht immer mal wieder auf, man weiß aber irgendwie auch nicht, ob man es hätte auch weglassen können. Sicherlich zeigen diese Passagen ihre Unsicherheiten auf, aber es hat bei mir zumindest nicht "gefunkt".
Auch einige Äußerungen der Figuren fand ich merkwürdig. Der Roman zielt eigentlich darauf ab, dass er das "Anders sein" willkommen heißt und das mochte ich, doch dann kamen kurze, kleine Sätze, die mich etwas verunsichert haben. Sie wirkten eher wie Aussagen, die man einfach mal eingebaut hat, weil man dachte, sie würden den Nerv der Zeit treffen und nicht als sei es aus Überzeugung erzählt worden. Das fand ich mehr als schade. 
Was mich aber am meisten enttäuscht zurückgelassen hat, war die ganze "Storyline" rund um die Notizen im Buch. Ich dachte darauf würde sich alles stützen, dass man nach und nach dem Ganzen auf die Schliche kommt und vielleicht etwas investigativ vorgeht, aber leider wurde in dieser Hinsicht zu wenig Spannung aufgebaut. Der Ansatz war gut, aber auch hier wurde es nicht richtig ausgebaut. Die Notizen werden erwähnt, alle sind hin und weg davon und plötzlich sind sie nur irgendwie so ein Hilfsmittel der Geschichte.
Der Fokus bleibt definitiv eher auf der Businessschiene. Wie sieht die Zukunft der Buchhandlung aus, was kann man machen, um den Fortschritt der Technologie aufzugreifen? Eigentlich auch hier sehr interessant, aber mir einfach mit zu wenig Input. Auch wenn die Geschichte "ganz nett" im Gedächtnis bleibt und man zumindest die Passagen in der Buchhandlung selbst irgendwie genossen hat.

“After working in software for a decade, I understood the bits and bytes of e-mail, Facebook posts, tweets, and texts, but dropping a piece of paper into a box and it appearing on the other side of the world a few days later? That was true magic.” S.261


Eine Geschichte über Buchhandlungen und der Suche nach seinen eigenen Charakterstärken, aber vielleicht mit doch zu vielen Ansätzen, die nicht ganz ausgebaut werden. Die Protagonistin erzählt ganz unterhaltsam von ihrem Arbeitsalltag im Dragonfly und diese Passagen sind es, die mir am besten gefallen haben. Viele Handlungsstränge kamen in Verbindung mit anderen Punkten einfach zu kurz. Die Idee mit den Notizen im Buch werden meiner Meinung nach auch viel zu schnell "abgearbeitet". Dennoch ganz charmant, wenn man gerne Bücher über Bücher liest.


Der Buchblog-Award '18

August 05, 2018



Der Buchblog-Award wird dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen und momentan läuft die Nominierungsphase. Seit dem 01. August 2018 und bis zum 31. August 2018 könnt ihr eure Lieblingsbuchblogs zur Wahl nominieren. 
Ich habe es schon kurz auf Twitter geschrieben: Nominiert oder stimmt für alle Buchblogs, die ihr wirklich gerne lest. Ich finde solche Aktionen schön, um anderen zu zeigen, dass ihre Arbeit an den Beiträgen irgendwie wertgeschätzt wird. Es gibt nämlich so viele schöne, kreative, liebevoll geführte und inhaltlich ansprechende Buchblogs, die durch diesen Machtkampf der "Großen" unverdienterweise etwas untergehen. Daher habe ich auch schon fleißig begonnen alle meine liebsten Buchblogs zu nominieren.

Wie das geht? Begebt euch HIER auf die offizielle Seite des Buchblog-Awards, überprüft dann, ob eure Lieblingsblogs bereits nominiert sind (in der Suche den Blognamen eingeben) und fügt entweder eure Nominierung zu den bereits bestehenden hinzu oder nominiert Blogs erstmalig, um sie an der Wahl anzumelden. Jede Nominierung zählt quasi als eine Stimme und die Blogs mit den meisten Nominierungen kommen eine Runde weiter.
Das Schöne an dieser Seite ist, dass man sich auch einfach nur auf Blogsuche begeben kann, wenn man kein Fan solcher Abstimmungen ist. Vielleicht findet ihr ja trotzdem einen weiteren Lieblingsbuchblog.

Auf den Social-Media-Kanälen findet ihr alle Beiträge dazu unter dem Hashtag #bubla18.

Wenn ihr mögt, könnt ihr mir gerne eure Favoriten (oder euren eigenen Blog) in den Kommentaren da lassen. Ich bin immer auf der Suche nach schönen Literatur/ Buchblogs. 

Neuzugänge: Blaue Fäden und billige Plätze

August 03, 2018





Fünf Bücher durfte ich im Juli bei mir begrüßen. Ich weiß zwar langsam wirklich nicht mehr wo ich die Bücher alle hinstellen soll, aber sie nicht zu lesen wäre ja auch keine Lösung. Hier also mal etwas ausführlicher, um welche Bücher es geht:

  • "The Scarlet Pimpernel" von Baroness Orczy: Das Buch ist sozusagen als Abschluss für das Semester dazugekommen. Am letzten Tag bin ich in die Uni-Buchhandlung geschlendert und habe gesehen, dass sie die neuen Ausgaben der Penguin English Library vorrätig haben. Dieses hier hat sofort die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, also habe ich nicht lange gezögert. Ich hoffe, dass ich bald dazu kommen werde es zu lesen.
  • "A Spool of Blue Thread" von Anne Tyler: Ich hatte es schon kurz auf Instagram erwähnt. Anne Tylers Roman zu Shakespeares Neuinterpretation hat mir damals wirklich gut gefallen. Daher bin ich nun auch neugierig auf ihre "eigenen" Geschichten. Vielleicht ist diese Familiengeschichte genau das richtige, um sich mit ihren Büchern vertraut zu machen.
  • "The View From The Cheap Seats" von Neil Gaiman. Gaimans Essays / Reden zu verschiedenen Themen wollte ich eigentlich seit der Veröffentlichung lesen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Nun habe ich das Buch in einem wirklich guten Zustand gebraucht kriegen können und bin voller Vorfreude auf die Texte. Hoffentlich werden sie so gut, wie seine fiktiven Geschichten. "Miss Bookiverse" hat mir da aber auch schon etwas Mut gemacht! Das kann ja eigentlich dann nicht schief gehen.
  • "The Moment of Everything" von Shelly King und "Carthage" von Joyce Carol Oates: Beide Bücher habe ich ebenfalls ganz spontan gekauft. Sie waren bei Thalia für wirklich erschwingliches Geld erhältlich. Ich habe zwar lange darüber nachgedacht, ob ich sie wirklich lesen werde, nur weil sie günstig sind, bin aber der Meinung, dass ich den Inhalt interessant genug finde, dass ich die Bücher auch gekauft hätte, wenn sie nicht "reduziert" gewesen wären. Daher auch der Tipp an euch: Falls ihr günstige englischsprachige Bücher sucht (die vielleicht manchmal etwas älter sind): schaut mal dort vorbei. 
Habt ihr eines der Bücher schon gelesen? Schaut ihr auch gerne, ob es von den Klassiker-Reihen bei Penguin neue Ausgaben gibt und sammelt sie dann?


Juli: Praktikumsbeginn und einige gelesene Bücher

August 02, 2018



Die Zeit, die Zeit. Das ewige Problem aller Leser. Auch bei mir hat sie diesen Monat nicht ganz ausgereicht, daher auch der eher kleine Stapel gelesener Bücher. Allerdings hat sich im Juli auch ganz spontan noch etwas ergeben, was man im Titel schon lesen kann: ich habe endlich einen Praktikumsplatz ergattert.

In meinem Studium wurden tatsächlich die Pflichtpraktika gestrichen. Ziemlich ungünstig also, dass beinahe alle Verlage aber nur noch Praktika anbieten, wenn dies vom Studium vorgeschrieben ist. Umso glücklicher bin ich nun, dass ich seit zwei Wochen ein Praktikum im Bereich "Veranstaltungen & Social Media" im Emons Verlag machen darf. Das Praktikum geht insgesamt drei Monate und die Hausarbeit für dieses Semester will auch noch geschrieben werden, daher ist auch hier die Zeit recht knapp. 
Wie dem auch sei. Ich bin zurzeit einfach froh, dass ich einige Erfahrungen im Verlag sammeln kann und einen Einblick in die Branche bekomme. Zwar ist der Emons Verlag hauptsächlich auf Krimis und Thriller spezialisiert, man findet dort aber auch die bekannten "111 Orte in ..., die man besucht haben muss" oder einige sehr schöne Bildbände. Auch wenn man meinen Blog vielleicht nicht direkt mit Krimis in Verbindung bringt, liebe ich es auch in Verlage mit anderen Genre-Schwerpunkten zu blicken. Vielleicht wird es daher auch hier bald den einen oder anderen Beitrag dazu geben. 

Da ich nun quasi an der Quelle sitze, möchte ich euch noch unbedingt auf ein Gewinnspiel hinweisen. Der Emons Verlag ist dieses Jahr wieder Veranstalter der "Crime Cologne" und derzeit gibt es auf Facebook die Chance, Karten für eine Lesung von Alexander Oetker mit seinem Krimi »Château Mort« (Hoffmann & Campe) zu gewinnen. Das Gewinnspiel geht noch bis zum 03.08.2018.
Ansonsten hat es wie gesagt nur für vier gelesene Bücher gereicht. Hier einmal einige nähere Eindrücke zu den Büchern.

Wie immer gelangt ihr durch Anklicken des Buchtitels, falls vorhanden, auf die jeweilige Rezensionsseite.  

  •  "The Gloaming" von Kirsty Logan: Definitiv ein neues Lieblingsbuch von mir. Ganz eigen, aber es hat mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen. Irgendwie wechselt es zwischen zarten Passagen und welchen, die einen wie das Meer mit sich reißt.
  • "Wuthering Heights" von Emily Bronte: Diesen Monat habe ich es auch endlich geschafft einen weiteren Klassiker zu lesen. Nach "Jane Eyre" habe ich mich an ein weiteres Buch der Brontes gewagt. Es hat sicherlich seine starken Seiten, allerdings hatte ich mir doch einige Kritikpunkte angemerkt. 
  • "Der Abgrund in dir" von Dennis Lehane: Das Buch erscheint erst noch im August, war allerdings in der Goodiebag der LitBlogCon. Da das Marketing vom Diogenes Verlag wahnsinnig pfiffig ist und bei mir funktioniert hat (das Cover wurde durch den Umschlag "Lesen Sie dieses Buch bitte zuerst" ergänzt), habe ich es schon im Juli gelesen. Eine Rezension gibt es daher noch nicht, aber ich kann vielleicht verraten, dass es mich nicht so wahnsinnig vom Hocker gerissen hat.
  • Als letztes Buch habe ich dann noch "Jäger, Hirten, Kritiker" von Richard David Precht verschlungen. Wahnsinnig wichtige Themen, die angesprochen werden. Auch wenn man durch die Digitalisierung viele Vorteile hat und sieht, sollte man nicht blind den ganzen Trends hinterher laufen und den großen Playern der digitalen Welt vertrauen. Zudem greift das Buch auch ganz schön auf, dass sich die Gesellschaft (auch wegen der Digitalisierung) so stark verändern wird und es notwendig ist, daran auch unsere Gesetze, Politik und den Arbeitsmarkt  anzupassen.
 Gab es bei euch im Juli ein Buch-Highlight?