Kategorie: Q&A
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Der Buchblog-Award '18: Die Finalisten

September 14, 2018

Einige werden es sicherlich schon über andere Social-Media-Kanäle gehört oder wahrgenommen haben; die Finalisten des Buchblog-Awards 2018 stehen fest. Und tatsächlich darf sich auch "little words" über einen der fünf Finalplätze in der Kategorie "Liebe & Herz" freuen! Und weil der Award sich bei mir nicht auf die Social-Media-Kanäle, sondern den Blog bezieht, wollte ich es mit einem Beitrag noch einmal "offiziell" machen. Daher auch hier ein sehr großes Dankeschön an alle, die mit abgestimmt haben (egal für welchen Blog), denn es ist so schön zu sehen, dass Buchblogs nicht nur belächelt, sondern auch unterstützt werden.

Auf der offiziellen Buchblog-Award Seite könnt ihr alle weiteren Informationen bezüglich des weiteren Verlaufs nachlesen. Kurz aber schon angekündigt: die Verleihung der Gewinner wird am 12. Oktober um 12 Uhr im neuen Frankfurter Pavillon, auf der Frankfurter Buchmesse stattfinden. Jeder ist herzlich eingeladen!

Zusätzlich haben die Organisatoren mit den Finalisten ein kleines Interview geführt. Die Fragen und Antworten mit mir und zu "little words" findet ihr genau HIER.     



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"little words" über die Ordnung in Bücherregalen

April 21, 2018


Vor einiger Zeit fragte mich Sonja von "diemoebelbloggerin", ob ich nicht Teil eines Gastbeitrages auf ihrem Blog sein wollen würde. Als sie mir erzählte, dass es darum gehen soll, als Buchblogger einige Tipps und Tricks oder einfach eigene Erfahrungen zu schildern, die sich rund um das Thema 'Bücherregale' drehen, habe ich sofort zugesagt.
Auch wenn ich keine riesigen Regale besitze, habe ich mit der Zeit gelernt, den Platz sinnvoll und sparsam zu nutzen und vielleicht sucht ja auch jemand von euch noch Möglichkeiten, die Bücher passend zu verstauen.

Wen dieses Thema interessiert, dem kann ich den Artikel nur ans Herz legen. Neben 'little words' finden sich dort auch noch weitere interessante Beiträge von Petzi ('Die Liebe zu den Büchern), Tina ('Revolution, Baby, Revolution') oder auch von Mara und Anais ('vivre avec des livres').

Hier gelangt ihr zu dem vollständigen Beitrag von diemoebelbloggerin.



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Fragen und Antworten mit: Catharina Junk

September 01, 2016





Die Autorin: "Catharina Junk, 1973 in Bremen geboren, studierte Deutsche Sprache und Literatur, Psychologie und Volkskunde an der Universität Hamburg (M.A.), arbeitete mehrere Jahre als Redakteurin für Fernsehserien und Reihen beim NDR und ist seit 2008 selbständige Drehbuchautorin für Film und Fernsehen. "Auf Null" ist ihr erster Roman. 2014 erhielt Catharina Junk für eine frühe Fassung von "Auf Null" den Hamburger Förderpreis für Literatur. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg."

Ganz zu meiner Freude hat sich Catharina Junk für drei Fragen Zeit genommen, die im Zusammenhang zu ihrem Debütroman "Auf Null" stehen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken! Hier nun die Fragen und  die Antworten:

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F1: Der Buchinformation ist zu entnehmen, dass der Roman autobiographische Verweise aufgreift. Welche persönlichen Erlebnisse und wichtigen Erkenntnisse wollten Sie unbedingt in das Buch mit einbeziehen?

A: Wie meine Hauptfigur Nina bin auch ich mit Anfang zwanzig zu Beginn meines Studiums an Akuter Leukämie erkrankt. Plötzlich stand von einer Sekunde auf die andere alles auf der Kippe und ich lag eine lange Zeit im Krankenhaus. Da ich das überaus große Glück hatte, wieder gesund zu werden, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sehr schwierig sein kann, nach so einer schweren Krankheit wieder ins neue alte Leben zurückzufinden. Die Angst vor einem Rückfall hängt über allem und kann einem in die Quere kommen, während man eigentlich nichts anderes möchte, als erleichtert und glücklich zu sein. Diese Zeit „danach“, die Aufgabe, sich diesen Ängsten zu stellen, sie ins Leben zu integrieren und zu lernen, trotzdem offenen Herzens für Liebe und Glück zu sein, hat mich als Thema sehr interessiert. Und ich wollte eine Geschichte erzählen, die neben den traurigen Momenten auch die komischen findet. Deswegen begegnet meine Heldin vielen Herausforderungen mit Humor und schöpft daraus die Kraft, die sie braucht, um all das durchzustehen.

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F2: Die Protagonistin "Nina" setzt sich zunehmend mit der Frage auseinander, wie sie am besten aus ihrem Alltagstrott herausbrechen kann, um sich von ihren Sorgen zu befreien. Haben Sie schon einmal etwas "Verrücktes" getan, das Ihnen den nötigen "Neustart" ermöglicht hat?

A: Ich würde es jetzt nicht unbedingt als verrückt bezeichnen, aber ich bin damals direkt nach der Krankenhauszeit nach Hamburg gezogen und zwar in eine WG auf der Reeperbahn, Ecke Große Freiheit. Ich war sehr jung, kam unmittelbar von der Onkologie, wusste nicht wirklich wohin mit mir und fühlte mich auf dem Kiez, wo viele Extreme aufeinander treffen, irgendwie richtig. Trotz der verruchten Adresse war ich aber ein völlig verängstigtes Provinzmädchen, das brav zur Uni fuhr und nach einem halben Weizenbier sofort schlafen gehen musste. Es brauchte dennoch ein paar haltlose Jahre bis ich mich einigermaßen zurecht gefunden habe. Das ist knapp zwanzig Jahre her. Mittlerweile bemühe ich mich eher um Gelassenheit und möglichst wenig Aufregung. Da ich mich ohnehin nie langweile, gibt es bei mir auch nichts aus dem ich ausbrechen möchte oder müsste.

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F3: Einhergehend mit dem ernsten Thema der Krebserkrankung, nimmt die, mit einem Augenzwinkern betrachtete Ansichtsweise der "Selbstheilung" einen großen Platz ein. Was hat sie zu diesem unterhaltsamen Element der Geschichte hinreißen lassen?

A: Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf die Diagnose Krebs. Einige verlassen sich auf die Schulmedizin, andere fahnden nach alternativen Heilmethoden und wieder andere versuchen beides miteinander zu kombinieren. Aber in so einer unsicheren Zeit kann man natürlich hochstaplerischen Versprechungen und selbsternannten Wunderheilern zum Opfer fallen. Meine Hauptfigur Nina steht dem allen sehr skeptisch gegenüber, aber ihre Eltern schenken ihr eine Entspannungs-CD, die die Selbstheilungskräfte aktivieren soll. Gut gemeint aber Nina bekommt Panikattacken, wenn sie sie hört. Sie kann sich nicht entspannen, weil sie so große Angst vor Kontrollverlust hat. Insofern weist die CD sehr richtig auf ein Problem hin, dem Nina sich stellen muss. Andererseits behauptet die Sprecherin auf der CD, dass man sich seine Krankheiten selbst zuzuschreiben habe, weil man nicht auf die Warnsignale des Körpers gehört hätte. Das ist natürlich eine unverantwortliche Unverschämtheit, die Nina rasend wütend macht und im Roman zu einigen peinlich-lustigen Situationen führt. Ich persönlich glaube schon, dass autogenes Training, Yoga oder andere Annäherungsversuche an Geist und Körper wichtige Elemente bei der Genesung sein können. Aber es entscheiden so viele unterschiedliche Faktoren darüber, ob man geheilt wird oder nicht. Ein Großteil davon liegt nicht in unserer Hand - auch nicht, wenn sich in der Hand ein Glas mit „Lichtmedizin“ befindet.
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Neugierig geworden auf den Roman "Auf Null"? Hier geht es zur Rezension »


 
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Fragen und Antworten: Blogger gefragt #2

August 25, 2016






Heute geht die Blogger-Befragung in eine zweite Runde. Dabei soll es diesmal um Buchtipps gehen, die sich auf ein ganz spezielles Kriterium beziehen.

Die Teilnehmer:
2. und 3.  Maike und Mareike "von "Herzpotenzial"
4. Vanessa von "Vanessasbücherecke"
5. Petzi von "Die Liebe zu den Büchern"

Die Frage und die Antworten:
(Unterstrichene Passagen wurden von mir vermerkt, da ich sie gerne hervorheben wollte)

Welches aktuelle (sprich zeitgenössiche) Buch würdest du gerne in ferner Zukunft als "den neuen Klassiker" miterleben?

Mara: Ich hätte gern Ferdinand von Schirachs neues Drama 'Terror' als moderner Klassiker. Es passt perfekt in unsere Zeit, ist ein Buch, das polarisiert, keinesfalls leicht ist und zudem in einer absolut neuen Form die Leserschaft in das Buch einbezieht, wie es zuvor selten gemacht wurde. Dadurch entsteht eine Diskussion und auf jeden Fall völlig neue, andere Art der Reflexion. Sein Schreibstil ist nüchtern und ehrlich, und solchen bin ich in letzter Zeit verfallen. Ich denke, dass 'Terror' ein wichtiges Buch ist und auch so behandelt werden soll.

Maike: Gute Frage. Ich glaube, dass die Bücher von John Green das Potenzial haben, für Jugendliche ein neues "Der Fänger im Roggen" zu werden, da sie den Prozess des Erwachsenwerdens in einem neuen und aktuellen Licht mit all seinen schönen und traurigen Seiten erfassen. Ich persönlich würde mich freuen, wenn "Eine wie Alaska" diesen Status erreichen würde.

Mareike: Ich gehe davon aus, dass Marina Keegan „Das Gegenteil von Einsamkeit“ ein Klassiker wird. Dieses Buch ist modern und zugleich zeitlos, stark und bewegend, überraschend und doch in jedem Satz treffend. 

Vanessa: Das wäre die Madd-Adam-Reihe von Margaret Atwood. Diese großartige Schriftstellerin wirft in dieser Trilogie einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft und aktuelle Entwicklungen, und hat daraus ein spannendes, beklemmendes und zum nachdenken anregendes postapokalyptisches Geschehen entworfen, über dass ich heute noch öfters nachdenke und das mich beschäftig. Und obwohl der erste Band "Oryx und Crake" bereits 2003 erschien, sind die Themen immer noch aktuell. Und ich habe festgestellt, dass diese Bücher sich auch in so mancher Diskussion sehr gut eignen, um darauf Bezug zu nehmen. Deshalb würde es mich sehr freuen, wenn aus diesen neue Klassiker werden würden. 

Petzi / Alternativfrage: Die Kochnische
Da deine Lektüre sich eher auf Kochbücher beschränkt: Welches Kochbuch ist für dich so gut ausgearbeitet und vielfältig, dass es tatsächlich bei jedem Zuhause stehen könnte? Welches Kochbuch könnte der Klassiker unter den Kochbüchern werden, von dem jeder etwas hat?

Der Markt ist mittlerweile überschwemmt von tausenden Kochbüchern und jedes halbe Jahr kommen zahlreiche neue, tolle und außergewöhnliche Exemplare dazu. Sich da auf nur eines festzulegen, ist äußerst schwierig. Ich kann schlecht entscheiden, ob es wirklich jemals etwas wie den Klassiker im Kochbuchbereich geben wird (wobei da vielleicht das altmodische Dr. Oetker Schulkochbuch dazuzählt), aber ich kann einfach mal fünf tolle Bücher nennen, die es sich zu besitzen lohnt und die ganz tolle und außergewöhnlich leckere Rezepte beinhalten.

Krautkopf von Susann Probst und Yannic Schon
Ein vegetarisches Kochbuch, das mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Aber auch Nicht-Vegetarier werden damit ihre Freude haben, denn viele Rezepte kann man ganz easy neu interpretieren. Das Blumenkohl-Risotto und der Bratkartoffelsalat sind ein wahres Gedicht.

Schärensommer von Viveca Sten
Die Schären assoziiere ich mit purer Erholung, Urlaub und unglaublich leckerem Fisch. Dieses Buch beinhaltet ganz viele leckere Rezepte und der mediterrane Dosch ist eine echte Versuchung.

Gemüse kann auch anders von Bettina Matthaei
Dieses Buch ist mein All-Time-Favorite für unglaublich leckere vegetarische Gemüsegerichte. Für fast alle Gemüsesorten findet man hier passende Rezepte, die zum Genießen einladen. Die Sellerie-Kokos-Suppe ist ein kleiner Geheimtipp, aber auch sonst gibt es in diesem Buch viel zu entdecken.

Greenbox von Tim Mälzer
Tim Mälzer ist für mich einer der Köche, denen ich im Fernsehen am liebsten zu schaue und die mir den meisten Spaß bereiten. Greenbox steht ganz zentral in meiner Küche und wird immer wieder zur Hand genommen. Ob das Ragu Especial, Kartoffelgratin oder Weiberpasta – ich liebe dieses Buch.

Käts Lunchbox von Katerina Dimitriadis
Schnelle Pasta, leckere Salate, tolle Suppen und Eintöpfe – das alles und noch viel mehr findet man in diesem Buch. Alles zum einfachen vorbereiten, damit die Pause nie wieder langweilig wird. Auch für Singles ideal, weil alle Gerichte für eine Portion konzipiert sind und wenn man doch mal für mehrere kocht, dann ist das auch kein Problem. Ebenfalls ein Lieblingsbuch im Regal.
 
Tolle Antworten, die mich sehr dazu anspornen, die genannten Bücher noch zu lesen! Ich hoffe natürlich, dass die Bücher es tatsächlich schaffen, als Klassiker durchzustarten. "Terror" habe ich persönlich schon gelesen und finde Maras Wahl gut nachvollziehbar. Danke für eure wunderbaren Tipps und die Teilnahme!

Welche Bücher haben für euch ein Klassiker-Potenzial? 


 
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Fragen und Antworten: Blogger gefragt #1

Juli 28, 2016







Buchblogger zu sein, ist meist ein eher "einsamer" Zeitvertreib. Dennoch ist die Buchblogger-Gemeinschaft mittlerweile ziemlich groß geworden, so dass ich mir gedacht habe, dass man etwas "gemeinsames" auf die Beine stellen könnte. Den Anfang soll dieser Post machen. 
Der Sinn und Zweck des Ganzen? Nun, ich dachte mir, man könnte die Vielfalt der Blogger nutzen, um in regelmäßigen Abständen Fragen zu stellen, deren Antworten, wie kleine Tipps funktionieren. Es sollen demnach "Sammelbeiträge" zu bestimmten Themen entstehen, in denen sich mehrere Blogger zu genau einer Frage äußern. Das kann konkret auf Bücher bezogen sein, aber vielleicht auch auf die Arbeit des Bloggers oder seinen liebsten "Bücherstöber-Orten". Ob und wie das ganze klappen wird, wird sich wohl erst mit der Zeit zeigen, aber ich hoffe die Beitragsreihe wird einen gewissen Sinn ergeben. 

Um die erste Runde einzuläuten, haben sich netterweise vier Blogs (aber fünf Bloggerinnen) bereiterklärt, mir zwei Fragen zu Beginn zu beantworten, damit ihr ein Gespür dafür bekommt, wie das Ganze aussehen soll. Hier sehr ihr erstmal wer alles teilgenommen hat. Anschließend seht ihr die Frage gekoppelt mit allen Antworten der Blogger dazu:

Die Teilnehmer:
2. und 3.  Maike und Mareike "von "Herzpotenzial"
4. Vanessa von "Vanessasbücherecke"

Die Fragen und Antworten:
(Unterstrichene Passagen wurden von mir vermerkt, da ich sie gerne hervorheben wollte)

1. Gibt es einen besonderen Tipp, den du Blogger-Neulingen auf den Weg mitgeben würdest?

Mara: Mein 'effektivster' Tipp ist, einfach mal für sich in einem Notizbuch zu bloggen zu beginnen und etwa 10 Beiträge zu schreiben. Dabei merkt man ziemlich schnell, wie das so ist - wie viel Zeit das Bloggen für sich beansprucht und welchen Aufwand man zeigen muss. Ebenso lernt man seine Motivation kennen, wenn am Anfang noch gar keine Rückmeldung kommt, wie es beim Bloganfang ähnlich sein wird. Natürlich ist aber auch emotional zu sagen, dass das Bloggen immer eine Bereicherung für Dich sein sollte und niemals einen Druck. Da steckt nämlich die Qualitätsfrage, die nicht nur beim Bloggen an erster Stelle steht, dahinter. Solange Dir das Bloggen so Spass macht, soll Dein Herzblut weiterhin in diese Sache fliessen. Aber wenn nicht, dann gibt es immer die Möglichkeit, Veränderungen einzuführen. Das Wichtigste ist, dass es Dir wohltut und Freude bereitet!

Maike / Mareike: Überlegt euch eine Struktur, mit der sich der Blog in euren Alltag integrieren lässt. Der Blog soll ein Hobby sein, dass sich gut in den Rhythmus von Arbeit/Schule, Familie, Freunden und zusätzlichen Hobbys reibungslos einfügt. Gerade am Beginn ist die Begeisterung groß und man möchte am liebsten täglich einen Beitrag schreiben. Doch dann gibt es wieder Phasen, in denen sich Termin an Termin reiht und man kaum noch an den Blog denken kann. Für sowas ist es gut, wenn man sich von Anfang an überlegt: Wie viele Beiträge schaffe ich realistisch und auf Dauer auf dem Blog? Wann finde ich Zeit für das Schreiben von Beiträgen, für Fotos und Organisatorisches. Da ist natürlich Vorbereitung und Planung sehr wichtig. Viele Blogger schreiben Beiträge auf Vorrat, um auch in stressigen oder unmotivierten Phasen bloggen zu können. Das funktioniert übrigens auch mit Fotos: einfach bei Sonnenschein eine Vielzahl von Dingen fotografieren und auch an Regentagen Bilder mit gutem Licht posten können.

Vanessa: Ich glaube, da werde ich nichts neues erzählen aber das wichtigste ist: Habt Spaß bei dem, was ihr macht und lasst euch nicht verunsichern. Der Blog ist eine sehr persönliche Plattform und es geht um das, was einem selber wichtig ist. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Natürlich kann und sollte man Kritik annehmen, letztendlich ist es aber immer an einem selber, was man mit seinem Blog macht. Lasst euch also nicht verunsichern ;) Außerdem kann ich nur empfehlen, sich zu vernetzen. Knüpft Kontakte, schreibt Kommentare auf anderen Blogs, schaut euch bei Facebook in diveresen Bloggergruppen um, twittert oder schaut, ob euch Instagram als Plattform zusagt. Und für die ganz mutigen ist bestimmt auch Snapchat interessant ;) Auch wenn am Anfang die Followerzahlen klein sind, diejenigen, die euch gerne lesen werden, werden euch nach und nach finden. Jeder hat mal klein angefangen :)

Petzi: Blogge dann, wenn dein Herz den Büchern gehört, deine Leidenschaft das Lesen ist und du jeden Tag anderen Menschen von tollen Entdeckungen erzählen willst. Blogge, wenn du mit Herzblut und Leidenschaft dabei bist und Zeit in deinen Blog investieren kannst. Mach es nicht, weil du vermeintlich Bücher umsonst bekommst. Diese Motivation wird ganz schnell die Falsche sein und die Begeisterung wird schnell versiegen. Bücher sind eine Herzensangelegenheit und genau darüber berichten die zahlreichen Blogger und literaturbegeisterten Menschen jeden Tag. Und hab Zeit. Dein Blog wird langsam wachsen und langsam immer mehr Menschen begeistern. Erwarte nicht zu viel in zu kurzer Zeit.


2. Welches Buch würdest du aufgrund seiner "Botschaft" (oder seiner Besonderheit), in einem von dir selbst entworfenen Film in den Fokus setzen und warum? (Falls es ein erfundenes Buch wäre, wie würde der Titel lauten und worum würde es grob gehen?)

Kleine Anmerkung zu der Frage: Anscheinend habe ich die Frage etwas kompliziert gestellt, da alle Blogger davon ausgegangen sind, dass ich von einer Verfilmung des Buches ausgehe. Dabei sollte das Buch als "Hauptmerkmal" im Film auftauchen, welcher dem ganzen eine besondere Note verleiht. Da ich die Antworten aber dennoch gut fand und ich wollte, dass sich die Kategorie selbst erst einmal "entfaltet", habe ich nicht noch einmal nachgehakt. : )

Mara: Wie schwierig aber auch spannend diese Frage ist! Grundsätzlich sehe ich nicht gerne Filme, da sie mir selten etwas auf diese Weise vermitteln können wie ein Buch. Filme sind für mich viel öfter auf einer reinen Unterhaltungsbasis und werden von mir nicht so wirklich ernstgenommen. Ich denke aber, dass ich '28 Tage lang' von David Safier gerne verfilmt gesehen hätte. Dieses Buch hat mir so viel gegeben und setzt sich so anders mit der Geschichte der Menschheit und der Erde auseinander und gerade in der globalen politischen Lage, in der wir uns gerade befinden, sollen wir uns wirklich öfters zurückbesinnen und endlich mal daraus lernen. Die Geschichte von einzelnen starken Personen ist bei Privatschicksalen sehr packend und muss auch nicht immer 'gross' sein, aber in 28 Tage lang bewirkt ein Mensch so viel und doch so wenig, dass einfach jeder es gesehen/gelesen haben muss, um diesen Satz überhaupt zu verstehen. Es ist wirklich grossartig, drängend, ehrlich und emotionaler als alles, was ich bisher erfahren habe.

Maike: Ich bin kein großer Freund von Filmen im Allgemeinen, aber ich würde gerne "Schmale Pfade" von Alice Greenway als Film sehen. Im Buch geht es darum, wie ein alter Weltkriegs-Veteran seine Zeit im Pazifik-Kampf verarbeitet und dabei von einem alten Weggefährten dessen Tochter als Unterstützung zur Seite gestellt bekommt. Das Buch hat mir eine neue Sicht auf den zweiten Weltkrieg eröffnet, weg vom europäischen Kontinent und so deutlich gemacht, warum es ein Weltkrieg war. Auch die Auseinandersetzung mit Traumata und deren Bewältigung halte ich in der heutigen Zeit für wichtig. Kriege haben vielfältige Auswirkungen auf Menschen und unser Umgang damit muss sich immer noch weiter entwickeln.

Mareike: Ich würde mir wohl eine Verfilmung von Sarah Moss „Wo Licht ist“ wünschen. Das Buch beschreibt die Kindheit der Pionierinnen der Frauenbewegung in England. Es geht also darum, wie diese Frauen zu den Vorreiterinnen einer ganz neuen Denkweise werden konnten. Was hat sie geprägt, dass die junge Frau im Buch entgegen aller Beschränkungen und Seilschaften den Arztberuf erlernen wollte? Wie kommt man darauf, völlig neue Wege zu gehen und völlig neue Ideen zu denken? Sich mit den Wurzeln des Feminismus auseinander zu setzen und nebenbei die Anfänge der modernen Medizin zu beleuchten fände ich spannend und in der aktuellen Debatte um weibliche Selbstbestimmung sehr wichtig.

Vanessa: Oje, ein sehr schwierige Frage für mich, auf die ich auch jetzt noch keine klare Antwort finde. Ich finde ja die Romane von Antoine Laurain wundervoll und gerade, weil in diesem immer ein Gegenstand im Mittelpunkt steht und die Handlung somit vorantreibt, hat einen ganz besonderen Charme. Da ja schon "Der Hut des Präsidenten" verfilmt wurde, würde ich mich wohl an "Liebe mit zwei Unbekannten" versuchen. Zum einen deshalb, weil es in Paris spielt, zum anderen finde ich die Botschaft so schön, das man, wenn man etwas wirklich will, dieses auch erreichen kann. In diesem Fall den Besitzer der Handtasche ausfindig zu machen und sich dabei auch noch in diese unbekannte Person zu verlieben :)

Petzi: Ich bin ein kleiner Parallelleser und aktuell u.a. bei „Ich wünsch dir ein glückliches Leben: Das Leid meiner Mutter und ihr Geschenk an mich“ von Jacky Dreksler (Dumont Verlag). In diesem Buch erzählt ein Sohn (der Autor) über das Leben seiner Mutter, die im 2. Weltkrieg in Gefangenschaft in vielen Konzentrationslagern war und den Krieg nur knapp überlebt hat. Das Leid und die Tragödie die er in eindrucksvollen Worten schildert lässt den Leser nicht kalt, berührt und fesselt und hält gleichzeitig eindringlich vor Augen, dass man so etwas nicht selbst erleben möchte. Angesichts der aktuellen weltweiten Ereignisse ist das Buch noch ein Stück tragischer und deshalb würde ich dieses Buch gerne in den Fokus rücken um deutlich zu machen, was Krieg bedeutet, welches Leid er hervorruft und dass es nicht das Ziel sein kann, einen neuen Weltkrieg zu provozieren.  

Vielen lieben Dank alle, dass ihr mitgemacht und mir so tolle Antworten da gelassen habt! Ich finde es sehr spannend zu sehen wie unterschiedlich die Fragen beantwortet wurden und wie sich eine Eigendynamik entwickelt. 

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Fragen und Antworten mit: David Bielmann

Mai 11, 2016





In dem heutigen Post soll es ein ganz klein wenig persönlicher werden. Jedoch nicht in Bezug auf meine Person, sondern in Bezug auf den Autor des Romans "Freedom Bar", David Bielmann. Er hat sich netterweise dazu bereit erklärt, mir drei kurze Fragen zu beantworten. Diese beziehen sich nicht direkt auf den Roman, sondern eher auf den Autor selbst. Damit möchte ich euch, als Leser, die Möglichkeit bieten, einen besseren Eindruck dafür zubekommen, wer hinter dem Roman steckt und euch natürlich gleichzeitig durch die Fragen nichts konkretes über das Buch preiszugeben, bevor ihr es nicht selbst gelesen habt. Die Rezension zum Roman "Freedom Bar" findet ihr hier, solltet ihr durch das Interview noch einmal neugierig auf das Buch geworden sein. Falls ihr das Buch schon gelesen habt, dann wünsche ich euch nun viel Spaß mit den drei kleinen Fragen:

F1: Die Figuren sind alle sehr durchdacht und geben dem Leser das Gefühl, als hättest du diese Leben alle selbst gelebt. Gibt es eine Figur, deren Lebensweg dir am meisten bedeutet hat, beziehungsweise, deren Lebensweg Du ebenfalls gerne eingeschlagen hättest? (z.B. das Führen einer Bar, Musiker, "Bücher-Archiv"...)

A: Es freut mich, dass du die Figuren so erlebt hast. Natürlich kommen im Roman Dinge vor, die mir nahe sind und die in meinem Leben eine bedeutende Rolle spielen. Wie Bert Bucher spiele ich zum Beispiel Gitarre, und Kellerbars und Buchhandlungen sind Orte, die ich gerne aufsuche. Allerdings habe ich beim Schreiben von „Freedom Bar“ nicht persönliche Wünsche oder Erfahrungen verarbeitet. Es hat mir einfach Spass gemacht, mich für eine Weile in die verschiedenen Figuren hineinzuversetzen und das Leben aus ihrer Sicht zu betrachten.

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F2: Die Literatur und die Liebe zum geschriebenen Wort hat eine recht starke Bedeutung in deinem Roman. Denn die Protagonistin Lana fragt jeden nach seinem Lieblingsautor und auch die Existenz von analogen Büchern wird thematisiert. Hast auch du einen konkreten Lieblingsautor? Oder hat dich ein Autor beziehungsweise haben dich bestimmte Werke, in Bezug auf dein Leben und deinen Roman, beeinflusst?

A: Da bin ich wohl wie Lana und tue mich schwer mit einer Antwort. Ich mag etwa den deutschen Autor Helmut Krausser und habe alle seine Bücher gelesen. Er hat mein Leben sicher bereichert, doch ich glaube nicht, dass ich mich beim Schreiben von ihm beeinflussen lasse. Krausser schreibt in einer anderen Liga als ich, da versuche ich gar nicht erst, mir bei ihm etwas abzuschauen. Ausserdem bin auch ich in letzter Zeit zu einem Knausgard-Süchtigen geworden.

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F3: Die "Freiheit" ist das Hauptmerkmal des Romans. Ergänzend dazu, stehen auch die unverwirklichten Träume, die die Protagonisten stets beschäftigen. Hast auch du jemals das Gefühl verspürt, eine Chance nicht ergriffen zu haben, obwohl du die Möglichkeit dazu hattest?

A: Eigentlich bin ich mit meinem Leben ganz zufrieden. Und ich hoffe, dass ich mit 31 Jahren in einem Alter bin, in dem ich noch einige Träume verwirklichen kann. Einer meiner Träume war sicher das Schreiben von Büchern. Vielleicht ist das Schreiben ja auch eine Art, dem Alltag zu entfliehen und mit erfundenen Figuren die verschiedenen Leben zu leben, die man selber nicht führt. Schreiben ist Freiheit.

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Ich möchte mich noch einmal herzlich bei David Bielmann dafür bedanken, dass er sich die Zeit genommen hat, um die Fragen zu beantworten! 


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