Dezember

Januar 04, 2017



Zugegeben einen kompletten Jahresrückblick wollte ich euch ersparen, aber eine kleine Zusammenfassung des Monats Dezember schien mir doch ganz schön, um dem gemütlichen Monat etwas gerecht zu werden. Ich habe mich generell stärker auf Weihnachtslektüren gestürzt, weil ich mich ganz und gar der Stimmung hingeben wollte. Daher sind es auch überwiegend Weihnachtsgeschichten geworden, die ich in dem Monat gelesen habe. Hier also der kurze Rückblick meiner Rezensionen: 

Wie immer gelangt ihr durch das Anklicken des Titels zu der jeweiligen Rezension.

The House of Ullstein von Hermann Ullstein Verlagsgeschichten interessieren mich generell in vielerlei Hinsicht. Dass sich diese hier sogar als autobiographisch erwiesen hat, fand ich umso spannender. Die schwierigen Jahre des Verlagshauses und der persönlichen Geschichte von Hermann Ullstein in Zeiten des Nazi Regimes machen das Buch durch die vielen Entwicklungsstufen lesenswert.

What if? von Randall Munroe Herrlich abweschlunsgreich und "anders" präsentiert sich dieses Buch. Ganz absurde Fragen werden beantwortet und dies meist ebenfalls mit absurden Denkmustern, wobei die angewandte Physik auf Tatsachen beruht. Toll für Zwischendurch und wenn man Lust hat mal ganz "verrückt" zu denken.

Alle Weihnachtserzählungen von Charles Dickens Viel muss hier nicht hinzugefügt werden. Charles Dickens kann man an Weihnachten wunderbar lesen.

Christmas at Thompson Hall & Other Christmas Stories von Anthony Trollope Das Buch enthält mehrere, kürzere Erzählungen, welche die Weihnachtszeit wunderbar einfangen. Die Geschichten sind unterhaltsam, ganz atmosphärisch und von der Länge her genau richtig. Hinzu kommt der ganz subtile, aber fein angedeutete Winke, was Weihnachten bedeuten sollte.

Round the Christmas Fire von verschiedenen Autoren Ebenfalls eine sehr abweschlungsreiche Möglichkeit, sich mehreren Autoren zu näheren, die über die Weihnachtszeit schreiben. Anders als bei dem Vorgänger, sind hier viele Geschichten sehr modern interpretiert, so auch von Truman Capote.

The Night before Christmas von Nikolai Gogol Klein aber fein. Eine weihnachtliche Geschichte, die mit viel Ironie, Witz und dem Spiel zwischen Gut und Böse eine etwas andere Richtung einschlägt, als die typisch romantischen Geschichten. Das macht sie dadurch aber besonders unterhaltsam.

A Christmas Carol von Charles Dickens Auch hier: ein Klassiker, zu dem man nicht viel Worte sagen muss. Lässt sich jedes Jahr aufs Neue lesen und das in allen möglichen Ausgaben.

Die Glücksliste von Eva Woods Zum Ende hin wurde meine Lektüre dann wieder etwas weniger weihnachtlich, aber noch nicht minder romantisch. Mit "Die Glücksliste" wurde ich aber im Ganzen nicht richtig warm. Vielleicht war es mir zu vorhersehbar oder zu stereotypisch. Für Zwischendurch, wenn man ein Buch ohne Erwartungen aufschlagen will, kann es ganz nett sein. Große Gefühle, kamen aber dennoch nicht wirklich auf.

Hool von Philipp Winkler Zum Schluss hat mich dann noch ein kleiner Favorit begleitet. "Hool" ist paradoxerweise beides: brutal und zerbrechlich zugleich. Beides spiegelt sich im Protagonisten wider, was daraus etwas Besonderes macht. Grundsätzlich fand ich die Umsetzung und die verschiedenen Themen, die in der Geschichte vorkommen wirklich gelungen. Verdient war das Buch also auf der Shortlist des deutschen Buchpreises. Allerdings blieb bei mir immer der Gedanke: wie "wahr" ist so eine Sicht und würde man sich im realen Leben, wenn man auf einen "Hooligan" trifft, denken, dass er genauso wäre wie die Figuren in den Büchern?




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