Februar: Reihenfortsetzungen und neue Lieblinge

März 02, 2018






Dass der Februar "nur" achtundzwanzig Tage hat, ist mir anhand der Leseliste für diesen Monat aufgefallen. Diese drei Tage, die man in den meisten Monaten noch zusätzlich hat sorgen bei mir meist für einen letzten Endspurt, bei dem sich noch einiges ansammelt. Daher landen diesmal eher fünf Bücher auf dem Stapel der gelesenen Bücher. Ein sechstes habe ich dennoch geschafft zu beginnen und bin nun bei der Hälfte.

Wie immer gelangt ihr durch Anklicken des Buchtitels, falls vorhanden, auf die jeweilige Rezensionsseite. 

„A Wrinkle in Time“ (Time Quintet #1) von Madeleine L´Engle: Das erste Buch zählt eher zur Kinderliteratur, ist aber mittlerweile ein echter Klassiker und wird auch demnächst in den deutschen Kinos erscheinen. Ich fand den ersten Teil wirklich süß und charmant. Es gibt eine zügige Handlung, die auch eine Botschaft bereithält, die jeder Leser sofort erkennen sollte.

„The Ask and The Answer” (Chaos-Walking #2) von Patrick Ness: Die liebe Miss Bookiverse hat mich wieder einmal angespornt, den zweiten (und bald auch den dritten) Teil der Chaos Walking Trilogie zu lesen. Und das hat sich auch gelohnt, denn auch dieser Teil ist ziemlich gelungen. Hier tritt zwar die Handlung ein klein wenig in den Hintergrund, dafür setzt man sich etwas stärker mit den charakterlichen Eigenschaften der Figuren auseinander. Der dritte Teil liegt also schon für den März bereit.

„4 3 2 1” von Paul Auster: Das Buch mit dem ich mich in diesem Monat am längsten beschäftigt habe, ist Paul Austers 4 3 2 1. Es ist nicht nur sehr lang und ausführlich, sondern auch komplex. Obwohl ich die Art und Weise der Erzählung geliebt habe und mich auch der Anfang, wie auch das Ende komplett einnehmen konnte, hatte ich Schwierigkeiten mich im letzten Viertel zu konzentrieren, weil es sich da etwas zu sehr gezogen hat.

„Mein Herz in zwei Welten” (Me Before You #3) von Jojo Moyes: Der dritte und finale Teil der 'Me Before You' Reihe von Jojo Moyes erschien auch im Februar. Viele haben sich darauf gefreut und vielen hat es wohl auch deutlich besser gefallen, als der zweite Teil. Ich persönlich fand den Roman ganz gut, aber hätte mir vorstellen können, dass er mit neuen Charakteren vielleicht sogar besser funktioniert hätte, weil für mich die Geschichte von Lou & Will einfach schon mit dem ersten Band erzählt war. Die Versuche diese alten Gefühle im Leser erneut hervorzuholen, schlugen bei mir eher fehl. Dennoch liest man das Buch gerne weiter und man lässt sich natürlich dennoch von der liebevollen Protagonistin Lou mit einem Optimismus anstecken.

„Die Gabe” von Naomi Alderman: Mein Highlight im Februar war insgesamt dieses hier. Ich müsste wirklich wieder einen sehr langen Text schreiben, um zu erklären was mir alles daran gefallen hat, aber sagen wir mal, es hat einfach alles, was so ein Roman haben muss.
Zudem passt es perfekt in die derzeitigen Diskussionen rund um die Geschlechterrollen in der Gesellschaft und den ständigen 'Kampf der Geschlechter'. Das Buch ist zwar ernst und zeigt die ganzen kritischen Punkte auf, die in den zwischenmenschlichen Konflikten herrschen, aber dies geschieht dennoch auf eine Augenzwinkernde weise, irgendwie nimmt das Buch uns selbst auch etwas auf den Arm. Eine Eigenschaft, die ich einfach zusätzlich an dem Roman gemocht habe.

„The Maze Runner” (Maze Runner #1) von James Dashner: Nachdem ich anfang Februar den dritten Teil der Maze Runner Trilogie im Kino gesehen habe, packte mich endgültig der Hype und ich wollte nun auch die Bücher lesen. Zugegeben ich wurde darauf hingewiesen, dass die Bücher nicht sehr geglückt sind, aber ich wollte einfach mal sehen worin die Unterschiede zwischen Buch und Film bestehen.
Derzeit bin ich in etwa bei der Hälfte und muss sagen, dass ich hier die Filme deutlich stärker finde. Obwohl mich der 'einfache' Schreibstil gar nicht so stark stört, weil es einfach ein Jugendbuch ist, sind die Figuren im Film trotzdem erträglicher und irgendwie kommt der 'Zusammenhalt der Gruppe' in den Büchern nicht so stark rüber, wie in den Filmen. Zumindest was diese erste Hälfte betrifft.
Zudem bin ich mir nun auch gar nicht sicher, ob ich die beiden anderen Teile noch lesen möchte, da genau in den letzten Wochen eine Diskussion und ein Blogeintrag aufgetaucht ist, der den Autor James Dashner in ein schlechtes Licht rückt. Nach der Filmindustrie wurde nun auch die literarische Welt unter die Lupe genommen und viele haben sich negativ über sein Verhalten gegenüber Frauen geäußert. Da überkommt einen ein eher mulmiges Gefühl, wenn man die Menschen noch mit dem Kauf von Büchern unterstützt, auch wenn man nur die Idee des Buches mag.



Kommentare:

  1. Hey du :-)
    Gerade bin ich über deinen Blog gestolpert und finde ihn so toll, dass ich direkt als Leserin bleibe.
    Von deinen vorgestellten Büchern habe ich noch keines gelesen, aber "die Gabe" spricht mich sehr an und ich werde es definitiv auf meine Wunschliste setzen :-)

    Falls du dich auch ein wenig für Kunst und Illustrationen interessierst, würde ich mich total freuen, wenn du mal auf einen Blick bei mir vorbeikommst.

    Hab noch einen tollen Sonntag,
    Chiara <3

    https://mia-louu.blogspot.de/

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    1. Das ist aber lieb, danke! : )
      Habe eben schon kurz auf deinen Blog geschaut und finde deine Zeichnungen und Ideen wirklich sehr süß und kreativ! Wenn ich etwas mehr Zeit haben werde, schaue ich noch etwas genauer vorbei. : )


      Liebe Grüße
      Karin

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  2. Haha, mit dem Maze Runner Hype ging es mir genauso wie dir! So richtig wurde der erst bei mir ausgelöst, als ich den The Death Cure im Kino geschaut habe. Ich habe zwar damals (2013, glaube ich?), als bekannt gegeben wurde, dass Dylan O'Brien und Kaya Scodelario die Hauptrollen spielen werden, die Bücher gelesen, aber der Funke ist nie so richtig übergesprungen. Meiner Meinung nach lohnt es sich auch nicht wirklich, sie zu lesen, wenn man die Filme schon geschaut hat, denn die sind so so viel besser gelungen. Der Schreibstil hat mich damals auch nicht so sehr gestört, aber die Charaktere und die ganze Story kommen tatsächlich nicht so gut rüber, wie in den Filmen. Vor allem Thomas hat mich in den Büchern so hart genervt, das ging gar nicht! :D

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    1. Ich glaube auch, dass ich die Bücher jetzt nur ganz okay finde, weil ich die Filme schon gesehen habe und mit den Charakteren irgendwie vertrauter bin. Im Buch geht mir Thomas auch manchmal auf den Zeiger und auch einige andere Figuren sind einfach komplett unterschiedlich (z.B. alby). Da wurde im Film deutlich stärker auf Charakteristika etc. der Figuren und der Gruppe selbst Wert gelegt, was mir sehr gefällt. : )


      Liebe Grüße
      Karin

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  3. Ich habe ja mittlerweile auch alle drei Filme von The Maze Runner gesehen, da ich ein großer Fan von Dylan O'Brien bin und deshalb auf die Filmreihe aufmerksam wurde. Der letzte Teil hat mir, mit dem ersten film, am besten gefallen ,da man wirklich ein spannendes, rundes und zufriedenstellendes Ende gezaubert hat, wo jeder Schauspieler noch mal glänzen konnte und ich auch mit einigen Figuren noch etwas wärmer wurde. Wenn die im Buch nun sehr blass sind, muss ich mal schauen, ob sie mir da zusagen. Jedoch: Möchte ich nun nach dem Ende der Filmreihe auch mal mit dne Büchern anfangen, denn ich habe die ersten zwei Teile schon zu Hause und wie du bin ich neugierig auf die Unterschiede, da es soll es ja doch welche geben.

    Das nun auch James Dashner da in den Fokus geraten ist, habe ich noch gar nicht mitbekommen, was genau wirft man ihm denn vor?

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    1. Der dritte Teil ist durchaus ganz gut geworden, um die Trilogie zu einem Abschluss zu bringen, aber ich glaube den ersten Teil fand ich deutlich spannender, weil er inhaltlich viel mehr Rätsel aufgegeben hat und man sich noch gefragt hat wohin das alles führt. Im drittel Teil hatte ich das Gefühl, das man irgendwie schon alles weiß... Aber nichtsdestotrotz mag ich die Filmreihe an sich wirklich sehr gerne!

      Also ich habe jetzt nicht alle (gefühlt mehrere tausende) Kommentare dazu gelesen, aber viele weibliche Mitarbeiterinnen von Verlagen oder generell Frauen, die ihm mal auf irgendwelchen Events begegnet sind, haben sich dahingehend geäußert, dass er wohl unangemessen reagiert hätte. Also, dass er Äußerungen von sich gibt, die nicht so angebracht sind oder sich auch nicht gerade an die gewohnten Grenzen hält, was anzügliche Blicke und Gesten angeht.... Er selbst hat sich, soweit ich das gesehen habe, noch nicht dazu geäußert, aber naja... : /



      Liebe Grüße
      Karin

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