November: Klassiker, Rereads und Adventskalendertipps

Dezember 05, 2017




Der November verging (wie immer) ziemlich schnell, aber dafür trotzdem recht fließend.
Durch die Vorfreude auf Weihnachten und die vielen Weihnachtsbücher, lese ich im November gefühlt immer etwas weniger als üblich, dennoch gab es in dem Monat einige tolle Bücher, die ich euch gerne noch einmal verlinke, falls ich sie separat rezensiert habe.
Ansonsten habe ich mich wieder in die Welt von Hogwarts gestürzt, denn die illustrierten Ausgaben sind wunderbar, um bei steigender Kälte im Bett zu liegen und sich den wunderschönen Zeichnungen von Jim Kay hinzugeben. Mit "Harry Potter und der gefangene von Askaban" werde ich mich im Dezember wohl weiterhin auf die Abenteuer von Harry, Ron und Hermine begeben. 

Zwar durfte man schon vier Türchen öffnen, aber dennoch verlinke ich euch gerne einige literarische Adventskalender von Verlagen, die ziemlich verlockend sind:
Nun aber zu den gelesenen Büchern im November:

Wie immer gelangt ihr durch Anklicken des Buchtitels, falls vorhanden, auf die jeweilige Rezensionsseite.  

„Babbit“ von Sinclair Lewis Der Monat begann mit einem weiteren Klassiker aus der "neuen" Manesse Bibliothek. Babbit hat mich dabei wirklich gut unterhalten und gleichzeitig wieder einmal wunderbar aufgezeigt, wie gut Klassiker selbst heute noch wirken können. Vielleicht besonders in Hinblick auf die sich nie endenden gesellschaftlichen Konventionen, an denen Menschen so gerne hängen. Ansehen. Ruhm, Geld. Das werden wohl immer einige der größten Themen bleiben, nach denen viele streben, aber Bücher wie dieses machen dem Leser immer mal wieder bewusst, dass es wirklich wichtigere Dinge im Leben gibt und dass diese Gier danach mehr als Lächerlich wirkt. Zunehmend auch nicht nur für Außenstehende, sondern scheinbar auch mit der Zeit für einen selbst.

„Wovon sie träumten“ von Fiona Davis Mich zieht es in den kälteren Monaten immer wieder zu Geschichten, die das Herz berühren. Mit 'Wovon sie träumten' ging dies auch schon in die richtige Richtung, allerdings verlor sich für mich das Besondere zum Ende hin. Ebenfalls konnte mich die Geschichte der Vergangenheit deutlich stärker packen, als die Geschichte der Protagonistin der Gegenwart. Da hätte ich mir doch eine etwas gelungenere Fortsetzung der Idee gewünscht.

„Das Glück an Regentagen“ von Marissa Stapley Wenn man mit so einem schönen Buch überrascht wird, möchte man sich sofort in die Geschichte stürzen und genau das habe ich getan. Mich hat die Inhaltsangabe und auch das Cover sofort neugierig gemacht. Aber auch hier konnte mich das Gesamtkonzept am Ende leider nicht vollkommen 'umhauen'. Der Roman überzeugte mich hier deutlich in Bezug auf die Beziehung der Großeltern, die Gefühle kamen aber bei der Gesamtgeschichte in Kombination mit den Problemen der Tochter und der etwas oberflächlichen Problembewältigung nicht wirklich auf. Zudem schien mir einiges zu stereotypisch. Dennoch mochte ich die Atmosphäre des Buches, da der Ort und die Erinnerungen, welche an diesen Ort gebunden sind prägnant waren und dem Buch eine Beständigkeit gegeben haben, die den Leser nicht ganz abschweifen ließen.

„König Lear“ von William Shakespeare Aufgrund der Neuinterpretation von diesem Shakespeare Stück, habe ich mich an das Original gewagt. Ich habe es gemocht, muss aber dazu sagen, dass ich etwas länger brauchte, um mich mit dem Stil anzufreunden. Vieles ist eher verschachtelt und man muss sich etwas hineinlesen und denken, um wirklich alle Hinweise, Andeutungen und Beziehungen der Figuren vollständig in Einklang zu bringen. Zumindest geht es mir bei Shakespeare immer so.

„Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ von J.K. Rowling Ein bereits erwähnter Reread, den ich immer wieder gerne hervorhole. Harry Potter passt einfach wunderbar in die kalten Monate.

„Dunbar und seine Töchter“ von Edward St. Aubyn Die Neuinterpretation von 'König Lear' aus der Feder von Edward St. Aubyn konnte mich größtenteils packen und auch überzeugen. Lediglich Kleinigkeiten haben mich etwas 'gestört'. Für mich kamen zwischendurch doch einige Längen zum Vorschein und gewisse Figuren hätte ich mir noch stärker ausgearbeitet gewünscht.
Dennoch eine gelungene Umsetzung mit wichtigen Denkanstößen hinsichtlich des Umgangs unsererseits mit unseren Mitmenschen und explizit unseren 'Liebsten'.

„Schwimmen“ von Sina Pousset Das Buch erreichte mich recht überraschend vom Verlag. Nach vielen positiven Rezensionen wurde ich dann auch neugierig und habe begonnen zu lesen. Ich kann durchaus verstehen, was viele an dem Buch mögen und schätzen. Es hat wirklich etwas ganz eigenes und greift ein wichtiges, wenn auch schwieriges Thema auf. Ehrlich gesagt hat es bei mir einige Kapitel gebraucht, bis ich mich mit dem Schreibstil anfreunden konnte.
Der Roman wird von kurzen und prägnanten Sätzen dominiert, dadurch wirkt es aber an vielen Stellen eben recht abgehackt und manchmal durch die spezielle Äußerungsform der Protagonistin sogar distanziert. Sicherlich trägt genau dieser Stil aber zu einigen positiven Aspekten des Romans bei. Dennoch habe ich das Buch am Ende leider nicht so 'geliebt', wie ich es bei anderen wahrgenommen habe. Empfehlen würde ich es aber, wenn ihr auf der Suche nach einem kürzeren, direkten, aber auch philosophischen Buch seid, das Themen aufgreift, die sich mit der eigenen Persönlichkeit und Verletzlichkeit auseinandersetzen und dabei auf die verschiedenen Formen und Entwicklungen der Liebe eingehen.

„Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift Und schließlich endete mein Monat mit einem weiteren Manesse-Klassiker. Da noch eine Rezension folgen wird, möchte ich vorerst nichts vorweg nehmen. Einen Blick aufgrund der schönen Gestaltung ist das Buch aber so oder so wert.

Habt ihr weitere spannende oder interessante literarische Adventskalender gefunden? Oder sprechen euch solche 'Verlosungen' weniger an? Wünscht ihr euch denn vielleicht trotzdem ganz spezielle Bücher zu Weihnachten und hofft auch, dass eure Familienmitglieder darauf eingehen?


Kommentare:

  1. Vielen Dank für die Adventskalender-Tipps! Tolle Sache. Und Deinen Leserückblick mag ich ausgesprochen gerne. Unserer ging heute online.

    Neri, Leselaunen

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    1. Gerne! Ich drück die Daumen, dass du vielleicht was tolles gewinnst, falls du mitmachst. : )


      Liebe Grüße
      Karin

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  2. Verdammt, ich wusste gar nicht das es solche Adventskalender gibt 😅. Ich mag illustrierte Bücher auch total gerne z.B. von Walter Moers. Über ein weiteren Zamonien-Roman zu Weihnachten würde ich mich riesig freuen, wenn nicht dann werde ich mich wohl selbst beschenken, hehehe. Die illustrierten Harry Potter Romane würde ich auch super gerne haben aber das muss wohl erstmal warten. Freue mich auf mehr über "Gullivers Reisen".

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    1. Die Adventskalender gehen ja zum Glück noch ein paar Tage. : )
      Die illustrierten Harry Potter Ausgaben finde ich auch wahnsinnig schön!
      Und die Rezension zu "Gullivers Reisen" wird wohl noch heute erscheinen. : )


      Liebe Grüße
      Karin

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