Lesemonat Oktober

Oktober 30, 2015



























STATISTIK
Gelesene Bücher: 08 |  Angefangene Bücher: 02 |
Gesamte Seitenanzahl [ohne angefangene Bücher] :  2.652 Seiten |

01 Englisches Bücher  |  07  Deutsche Bücher |
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Meine gelesenen Bücher im Überblick: [Für vorhandene Rezensionen, den Titel anklicken]

"Only Ever Yours" von Louise O´Neill  | E [nglisch]
"H wie Habicht" von Helen Macdonald
"Junge Hunde" von Cornelia Travnicek
"J" von Howard Jacobson
"Das Haus der vergessenen Bücher" von Christopher Morley
"Einundachtzig Worte" von Elizabeth Joy Arnold
"O Tannenbaum" von versch. Autoren 

Angefangene Bücher:
1. "Etta und Otto und Russel und James" von Emma Hooper 
2. "S - Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams und Doug Dorst
Zwischenzeitlich auch die illustrierte Ausgabe von "Harry Potter und der Stein der Weisen"

Der Oktober verging meines Erachtens unfassbar schnell. Dennoch habe ich einige tolle Bücher gelesen, über die ich mich sehr gefreut habe. Einen wirklichen Flop gab es daher nicht. Zu meinen Favoriten zähle ich aber sicherlich "Junge Hunde", "H wie Habicht", "Das Haus der vergessenen Bücher" und auch "Only Ever Yours", obwohl Letzteres ein Jugendbuch ist. Die Thematik hat mich aber sehr interessiert, sodass ich das Buch gerne gelesen habe. "J" ist sicherlich auch weiter vorne, wenn auch mit einigen Abzügen, da ich mir dort ein wenig mehr erhofft habe. Generell liegt aber wohl jedes Buch in einem ganz guten Mittelfeld. Je nach Thematik und persönlichem Interesse. Im direkten Vergleich würde ich wohl "Ein Sturm wehte vom Paradiese her" etwas in den hinteren Bereich einordnen. Meine aktuellen Lektüren habe ich im letzten Post angesprochen. Bei beiden habe ich weiterhin ein gutes Gefühl, dass sie mir gefallen werden. Die Rezensionen zu diesen Büchern werden dann in den nächsten Tagen folgen.

Wurde euer Lesemonat Oktober eher von Tops oder Flops geprägt?


Currently reading

Oktober 28, 2015


Ganz zu Beginn meines Blogs habe ich die Kategorie "Currently Reading" geführt, sie dann aber aus irgendeinem Grund untebrochen. Nun dachte ich, wäre es ein passender Zeitpunkt, diesen Statusbericht zunächst wieder einzuführen. Denn aufgrund meines Studiumbeginns und dem Nebenjob den ich ausführe, bleibt mir doch erstaunlich "wenig" Zeit zum lesen. Nichtsdestrotrotz lese ich natürlich so viel es geht. Mein aktueller Currently Read ist, wie auch in der Seitenleiste zu sehen "S - Das Schiff Theseus" von J.J. Abrams und Doug Dorst. Hinzu kommt jetzt auch "Etta und Otto und Russel und James" von Emma Hooper. Das Buch habe ich eher spontan begonnen zu lesen, da mir manchmal während der Arbeit einige Minuten bleiben.

Meine bisherigen Eindrücke der beiden Bücher sind bis jetzt recht positiv. "S" wird ja heiß diskutiert und wird ja auch bekanntlich etwas kritisiert, da es etwas Undurchschaubar sein soll. Ich weiß nicht, ob ich am Ende des Buches immer noch so denken werde, aber bisher finde ich das Buch großartig. Allein die Gestaltung und die Liebe zu den Details lassen wohl jedes Bücherhez höher schlagen. Die Geschichte an sich kann man bisher noch schwer beurteilen, da man den Haupttext, die Randnotizen und die neueren Randnotizen miteinander verknüpfen muss und vieles erst in späteren Kapiteln deutlich wird. Ich werde aber weiterhin, mit viel Freude, an dem Buch weiterlesen und dann zum Schluss hoffentlich eine angemessene Rezension schreiben.
Den Roman von Emma Hooper habe ich wie gesagt eher nur angelesen, bin aber wirklich erstaunt, wie gut mit die Schreibweise bisher gefällt. Es macht zwar den Anschein als sei es sehr "straff" geschrieben, aber ich hoffe und habe auch das Gefühl, dass zum Schluss dennoch die großen Gefühle nicht fehlen werden. Ein wiklicher "Fan" von mehreren Büchern gleichzeitig lesen bin ich zwar nicht, aber bisher hat es nicht geschadet.

Was lest ihr zurzeit? Lest ihr öfters Bücher parallel?






Einundachtzig Worte von Elizabeth Joy Arnold

Oktober 26, 2015





(Original:"The Book of Secrets") von Elizabeth Joy Arnold,  Diana Verlag: Bibliographie auf der Verlagsseite >> , 544 Seiten,  Taschenbuch,  Einzelband, ★★★()☆ 3 bis 4 Sterne

"Eine fesselnde Geschichte über Familie, tragische Wahrheiten und die Kraft der Hoffnung. -  Chloe und Nate sind seit einer Ewigkeit verheiratet, als Nate eines Tages ohne Erklärung verschwindet. Alles, was er hinterlässt, ist ein kurzer Brief von einundachtzig Worten. Nate ist in ihre Heimatstadt zurückgekehrt – an jenen Ort, an dem vor vielen Jahren ihr Sohn spurlos verschwand. Ein tragischer Verlust, der Chloes und Nates Leben für immer veränderte und den auch ihr neues Leben und ihre gemeinsame Buchhandlung nicht heilen konnten. Bergen diese einundachtzig Worte die Chance für Chloe, die Vergangenheit endlich zu klären und ihre Liebe zu Nate wiederzufinden." 



MEINE MEINUNG | FAZIT

"Vielleicht sind die meisten Lebensgeschichten aus der Ferne betrachtet eher Liebesgeschichten als Tragödien, und der Schlüssel ist, dass man weit genug zurücktreten muss, um das zu erkennen." S. 539

Die richtigen Worte zu finden, um so ein eher umfangreiches Buch zu beschreiben, fällt nicht leicht. Zumal ich vielen Dingen, die in dem Buch vorkommen zwiespältig gegenüberstehe. Das Buch hat eine gute Struktur und führt den Leser durch das Leben vieler Protagonisten, auch wenn es eine konkrete Erzählerin gibt, nämlich Chloe. Sie beginnt in der Gegenwart und schildert ihre Situation, schwenkt dann aber immer mal wieder in die Vergangenheit, zurück in ihre Kindheitstage, um alles genauer zu erklären. Ich fand dies ganz angenehm. Und vorallem bei einer Geschichte, die mehrere hundert Seiten umfasst, lernt man die Charaktere dadurch natürlich viel intensiver kennen. Ich fand die Verstrickungen zu den veschiedenen literarischen Werken, die erwähnt werden, wunderbar "nostalgisch" und konnte auch den gewissen Zauber dahinter entdecken. Alleine dadurch, dass bestimmte Texte, nämlich die von Nate verfassten "Tagebucheinträge", nur mit Hilfe von bestimmten Büchern gelesen werden können. Ich als Leser habe gemerkt, dass die Autorin ebenfalls eine Liebe zur Literatur hegt. Allerdings gab es vorallem zu Beginn viele kleinere Stellen, die ich schon eher unnötig fand. Ich kann nicht genau beschreiben wieso, aber der komplette Handlungsstrang rund um Chloe und einen gewissen Daniel, der Nates (Chloes Ehemann) bester Freund ist, hat mich unheimlich gestört. Ich hätte ihn wahrscheinlich einfach weggelassen und mich auf die wesentliche Geschichte konzentriert. Für mich hat diese unnötige Konstruktion, der Geschichte eher geschadet.

"Darum haben sich die Menschen den Himmel ausgedacht. Um sich davon zu überzeugen, dass sie nicht immer in dieser Welt feststecken werden, die einfach nicht genug ist." S.177

Abgesehen von dem familiären Schwerpunkt, bezieht sich das Buch auch stark auf den Glauben und die damit verbundenen Einstellungen, dem Leben gegenüber. Ich fand vorallem die im Rückblick erwähnten Passagen sehr gefühlvoll, in denen Chloe schildert, wie sie die gläubige Familie und besonders den Vater von Nate, wahrgenommen hat. Als Leser habe ich mich wirklich gut in Chloes Sicht hinein versetzen können. Man wächst mit ihr und erlebt ihre Entwicklungen so, als wäre man Teil des Ganzen. Mir gefiel vorallem zum Schluss die Offenlegung, dass es aber bei jeder Geschichte nicht nur einen Blickwinkel gibt, sondern viele verschiedene. Genau damit spielt das Buch auch grundsätzlich. Das Verschwinden von Nate wird zu einem Rätsel, das man versuchen muss zu lösen. Dabei entstehen immer neue Windungen und Meinungen. Immer mehr Möglichkeiten und zum Schluss eine passable Lösung. Obwohl ich eben diese Lösung schon etwas länger geahnt habe, fand ich die Weise auf die sich die Autorin dahingehend antastet sehr geschickt. An einigen Stellen jedoch gab es für mich Wiederholungen, die vielleicht nicht hätten sein müssen, da man etwas das Gefühl hatte, dass man die Geschichte unnötig in die Länge ziehen möchte. Es gab aber im Gegenzug ebenso viele Stellen, die mir wirklich sehr gut gefallen haben und die mich berührt haben. Dazu haben sicherlich auch die Protagonisten beigetragen, die ich ins Herz geschlossen habe.

"Ich bin eine Frau, die Wörter über alles liebt, aber manchmal gibt es einfach kein passendes Wort." S:16


Schönes Konzept, welches die Liebe zu den Büchern verdeutlicht und die Kraft, welche die eigene Familie einem bieten kann. Interessante und liebevolle Charaktere und eine eigene Handlung, bei der man aber sicherlich das Ende etwas vorausahnen kann. Vorallem die Rückblenden sind sehr gut umgesetzt. Einige Handlungsstränge fand ich aber eher unnötig. 






Vielen lieben Dank an den Diana Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

O Tannenbaum von versch. Autoren

Oktober 24, 2015




























(Original: - ) Autor/in: verschieden, ausgewählt von Aleksia Sidney,  Atlantik [klick]| Seitenanzahl: 112 | Hardcover,  Einzelband,  ★★★ 4 Sterne

Original-Klappentext: "Wenn Heiligabend naht, stellen sich zwei dringende Fragen: Wer sucht den Baum aus? Und wer darf ihn schmücken? Im Schein der Kerzen und reich mit Lametta behängt ist der Weihnachtsbaum der Mittelpunkt des Geschehens in diesen Tagen. Viele Dichter haben ihn in wunderschönen Gedichten gepriesen, aber auch spannende Geschichten über ihn erzählt. So verrät etwa Hermann Löns, welcher der erste Weihnachtsbaum war, und Daniel Glattauer sinniert über die Typologie der Christbaumkäufer, während es bei Hans Fallada um das klassische Weihnachtsverbrechen geht: im Wald einen Baum stehlen. O Tannenbaum ist ein Buch, das in jeden Nikolausstiefel gehört, oder noch besser: unter jeden Weihnachtsbaum. " 

MEINE MEINUNG | FAZIT

"Allein in Deutschland gibt man für jährlich 30 Millionen Weihnachtsbäume mehr als 600 Millionen Euro aus." S. 57

Auch wenn Weihnachten noch nicht ganz vor der Tür steht, hat mich dieses kleine Büchlein ein wenig in seinen Bann gezogen. Enthalten sind hier rund dreißig kleine Geschichten und Gedichte, die sich etwas spezieller mit dem Thema "Tannebaum" beschäftigen. Einige Geschichten sind aus der Perspektive der Menschen geschildert, die sich an diesem Bäumchen erfreuen, andere sind aber auch aus der Perspektive eben dieser Tannenbäume geschildert. Dies fand ich persönlich ganz interessant und etwas abwechslungsreicher. Wie das bei solch einem Buch mit verschiedenen Autoren ist, haben mir einige Kapitel besser gefallen als andere. Vorne mit dabei waren zum Beispiel Hans Christian Andersens "Der Tannenbaum", Daniel Glattauers "Typologie der Christbaumkäufer" und auch die Schlussgeschichte von Axel Hacke namens "Die Christbaumkugel". Diese drei Geschichten haben jeweils ein Thema wirklich gut umgesetzt und haben dem Büchlein eine tolle Atmosphäre verliehen. Was ich zudem ganz passend finde ist, dass es genug kleine Kapitel gibt, die man sich während des Dezembermonats aufteilen kann. So hat man, wenn man möchte, jeden Tag ein wenig Weihnachts- beziehungsweise Tannenbaumstimmung. Die Gedichte fand ich als Auflockerung der Geschichten ganz süß und auch passend. Allerdings entsprachen nicht alle meinem persönlichen Geschmack. Die Gestaltung des kleinen Büchleins fand ich ebenfalls sehr ansprechend, auch wenn ich mir vielleicht noch das Aufgreifen der Tannebaum-Grafik im Inneren des Buches, zum Beispiel bei den jeweiligen Kapiteln gewünscht hätte. Dies sind aber wirklich nur Kleinigkeiten, die das Buch an sich aber nicht schlechter machen. Ich mochte das Konzept, dass wirklich ausschließlich Geschichten in Verbindung mit dem Weihnachtsbaum aufgegriffen werden. Dadurch werde ich dieses Weihnachten, meinen Tannenbaum, sicherlich noch einmal ganz anders wahrnehmen.
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Ein kleines Büchlein, gefüllt mit dreißig kurzen Geschichten und Gedichten, die sich mit dem Tannebaum auseinandersetzen. Ist gut geeignet um in winterliche Stimmung zu kommen und enthält einige tolle Beiträge. Wie das bei so einer Ansammlung aber ist, haben mir einige Kapitel besser gefallen als andere. Sicherlich auch gut als Geschenk geeignet.




 Vielen lieben Dank an den Atlantik Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Gedankenschnappschuss #7

Oktober 23, 2015

























"Geburtstage sind die Tage, an denen man das was war, betrachtet, das was ist bewertet, und das was sein wird, voller guter Hoffnung erwartet. " - Samuel Butler, englischer Dichter

Genau zwei Monate nach mir hat auch mein Blog Geburtstag. Heute wird "little words" ein Jahr alt! 232 Posts wurden inklusice diesem hier verfasst und Unmengen von Büchern gelesen und rezensiert. Von anfänglichen Startversuchen bis hin zu einem kleinen Zuhause, welches mir "little words" nun  bietet, bin ich unfassbar glücklich, einen Ort zu haben, an dem ich mich über meine Bücher "auslassen" kann. Aber dieses eine Jahr war hoffentlich erst der Anfang. Ich möchte weiterhin viel Zeit und Leidenschaft in dieses Literaturtagebuch investieren. Ich möchte, dass ich literarisch mitwachse. Es ist erstaunlich, wieviel man in einem Jahr lesen kann und wieviel neue Autoren man liebgewinnen kann. Ich habe die Werke von Neil Gaiman in mein Herz geschlossen und alte Klassiker wieder einmal lieben gelernt. Auch wenn sich das Design immer wieder ändern wird, bleibt die Liebe zur Thematik bestehen. Bücher sind das, was mir Spaß macht. Sie sind das, was mich tagelang beschäftigten kann. Darum sage ich auch hier noch ganz offiziell : "Alles Gute zu deinem ersten Geburtstag!". 




Halloween Buchempfehlungen

Oktober 22, 2015


























Der 31. Oktober ist nicht fern. Halloween steht schon fast vor der Tür und das Gruseln geht wieder los. "Trick or Treat" ist dann wieder die Devise. Obwohl es hier in Deutschland natürlich nicht den selben "Hype" auslöst, wie in Amerika, gibt es doch viele Sympathisanten, die den Tag trotzdem gerne feiern. Und das geht natürlich ganz gut mit einem gruseligen Buch. Ich persönlich finde Halloween ganz unterhaltsam und verkleide mich auch gerne. Was die Bücher betrifft bin ich allerdings eher zurückhaltend. Ich bin und bleibe wohl einfach ein kleiner Angsthase. Nichtsdestrotrotz befindet sich das ein oder andere Buch in meiner Sammlung, welches meiner Meinung nach, einem Halloween-Abend die passende Stimmung verleihen kann. 

Die üblichen Klassiker wie "Frankenstein" von Mary Shelly oder die frühen "Gruselgeschichten", wie "Das Schloss von Otranto" von Horace Walpole habe ich nicht miteinbezogen. Zum einen, da Frankenstein wohl jeder kennt und zum anderen, da die Anfänge der Gruselgeschichten, die unteranderem Walpoles Werk miteinbeziehen, noch nicht wirklich den Gruselfaktor enthalten. Andere typische Halloween Bücher, wie das bekannte von Jason Segel "Nightmares", habe ich leider bisher selbst noch nicht gelesen und kann es demnach nicht empfehlen oder ablehnen. Ich denke aber, dass das Buch ebenfalls ein nettes Buch für Halloween sein kann, auch wenn es eine Geschichte für jüngere Leser ist.

Nun aber zu meinen Empfehlungen. Ganz weit vorne steht natürlich Herr Edgar Allan Poe mit "The complete tales of Edgar Allan Poe". Allein schon die Gestaltung lädt zum stöbern durch die Geschichten ein und verleiht einen Halloween-Touch. Das Gute  ist, dass man sich nach Lust und Laune durch die verschiedenen Geschichten lesen kann, die mal länger, mal kürzer sind oder man kann sich auch den Gedichten widmen. 
Möchte man sich eher etwas mit den Gruselfiguren an sich beschäftigen, die durch verschiedene Mythen und Zeiten entstanden sind, kann ich das Buch "The Supernatural book of monsters,spirits, demons and ghouls" von Alex Irvine empfehlen. Es ist zwar angelehnt, an die Serie, dennoch spiegelt es sehr schön den Aberglauben der Menschen wieder. Wie kann man sich vor Geistern schützen? Was ist ein Wendigo? Und und und. Vorallem an Halloween entsteht ein gruseliges Gefühl.
"Die amerikanische Nacht" von Marisha Pessl ist in dieser Auswahl von ganz anderer Natur. Dies ist ein Roman, der sich aber sehr stark mit dem Genre des Horrorfilms auseinandersetzt und an vielen Stellen für Gänsehaut sorgt. Ich habe das Buch noch relativ im Sommer gelesen, was für mich persönlich passend war. Ich denke bei der düsteren Stimmung, kommt aber jeder auf seine Kosten, wenn er ein paar schaurige Momente erleben möchte. Besonders geeignet ist es wohl für die, die Halloween zwar mögen, aber nichts unternehmen wollen. Das Buch ist ziemlich lang und steigert sich in seiner Intensität immerzu. 
Für diejenigen, die es gerne unheimlich mögen, aber nicht horrormäßig, denen empfehle ich gerne "Coraline" von Neil Gaiman. Es ist ein sehr kurzes, aber trotzdem sehr gutes Buch. Da ich Neil Gaimans Werke unfassbar gerne lese, könnte ich mir vorstellen, dass ich das Buch vielleicht selbst nocheinmal an Halloween lesen werde. Es enthält Illustrationen und ist sogar als Film erhältlich. Soweit ich weiß, soll das Buch auch für jüngere Kinder geeignet sein. Ich allerdings finde, dass es selbst für Erwachsene Menschen ganz unheimlich wirken kann. 

Interessiert ihr euch für Halloween? Werdet ihr dieses Jahr etwas unternehmen oder die Zeit mit einem Buch überbrücken?




 

Das Haus der vergessenen Bücher von Christopher Morley

Oktober 20, 2015






(Original: "The Haunted Bookshop") von Christopher Morley,  Atlantik [klick]| 256 Seiten,  Hardcover ,  Dilogie ,  ★★★  5 Sterne

Dilogie: 1. Das Haus der vergessenen Bücher | 2. Vorgeschichte - Eine Buchhandlung auf Reisen

Original-Klappentext: "New York, 1919. Roger Mifflin hat seine größte Leidenschaft, das Lesen, zum Beruf gemacht. In seinem Antiquariat in Brooklyn findet man ihn dort, wo der Tabakrauch am dichtesten ist. Unterstützt wird er von seiner ebenso patenten wie resoluten Ehefrau und seinem Hund Bock – Bock wie Boccacio. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbemaßnahmen für sein Geschäft will er allerdings nichts wissen, und so lässt er den jungen Aubrey Gilbert, angestellt bei der Grey Matter Agency, ziemlich abblitzen, als der ihm seine Dienste anbietet. Dennoch freunden sich die beiden an, und bald kommt Gilbert täglich ins Geschäft. Was auch an Mifflins neuer Hilfskraft liegen mag – der schönen Titania Chapman, deren Leben in Gefahr zu sein scheint. Und das gilt nicht nur für ihr Leben …" 


MEINE MEINUNG | FAZIT

"Die Menschen in den Büchern kommen einem mit der Zeit wirklicher vor als irgendein Mensch im richtigen Leben." S. 254

1919 erschien die Geschichte rund um die einzigartige Buchhandlung "Parnassus". Und genauso taucht man auch in die damalige Welt ein. Bereits auf den ersten Seiten spürt man, die Besonderheit der Geschichte. Das Antiquariat des Roger Mifflin kommt daher, wie ein riesiges Wohnzimmer, in dem man sich schlicht wohlfühlt. Es herrscht noch die Zeit, in der das Zigarre rauchen an der Tagesordnung ist  und demnach auch der Laden in einen Tabakgeruch gehüllt ist. Die Handlung rund um die Protagonostin ist aber keineswegs ohne Spannungsmomente. Mit der Zeit kommt es zu Vorfällen, die versucht werden, durch eine detektivische Investigation aufgedeckt zu werden. Natürlich spielt dabei ein Buch eine ganz besondere Rolle. Ich fand gerade die Zusammenführung aus einer Detektivgeschichte, philosophisch, wie auch politischen Ansichten und der besonderen Hingabe zu Büchern sehr gelungen. Es wird nicht langweilig Roger Mifflin über seine Ansichten in Bezug auf Bücher reden zu hören, denn der Leser fühlt sich verstanden. Die Literatur wird auf die Stufe eines Freundes gestellt und man merkt, dass der Autor ebenfalls eine besondere Einstellung zur Literatur gehabt haben muss. Nachdem sich die Spannung etwas aufbaut und die Vorkomnisse etwas "mysteriöser" werden, schleicht sich eine Art "Sherlock Holmes - Gefühl" ein. Man versucht hinter die rätselhaften Fragen zu schauen, die aufkommen und versucht die Charaktere dementsprechend einzuordnen. Obwohl ich die Sympathie für viele Charaktere teilen konnte, bleibt Bock, der Hund von Herrn Mifflin wohl einer meiner Lieblinge, auch wenn er nicht allzu oft vorkommt. Es ist einfach charmant, wie liebevoll der Autor die "Nebencharaktere" in Szene setzt und ihnen somit eine Wichtigkeit verleiht, die zu der Atmophöre beiträgt.

"Es ist unglaublich, wie arglistig manche Bücher sind. Man denkt, man hat sie abgeschüttelt [...] Deshalb sage ich, dass es hier spukt - mein Laden ist voll von den Geistern der Bücher, die ich nicht gelesen habe. [...] Es gibt nur eine Möglichkeit, den Geist eines Buches zu bannen - man muss es lesen." S. 121

Gelungen fand ich ebenfalls die Verteilung der Anteile des Auftretens jedes Charakters. Es kam immer zu einem abwechslungreichen Perspektivenwechsel durch den Erzähler, wenn auch Aubrey Gilbert den investigativen Part übernommen hat. Mifflin als Buchhändler hat seine Rolle gut ausgefüllt und hat zudem einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die Thematik der Politik gelenkt. Die Handlung hat sich damit gut geschlossen und ließ keine offenen Fragen zurück, die hätten auftreten können. Mir gefielen die vielen Verlinkungen zu bestimmten literarischen Werken, auch wenn im Anhang angemerkt wird, dass einige Bücher vielleicht sogar von dem Autor frei erfunden sind. Es gibt einfach viele detaillierte Schilderungen, in denen Bücher als Bereicherung angesehen werden. Zudem mochte ich das gesamte "Setting". Es gibt eine Situation, in der Mifflin und Gilbert fünfundzwanzig Minuten warten müssen, um ein Ferngespräch führen zu können. Als Leser schmunzelt man über die damaligen "Schwierigkeiten", aber letztenendes macht dies das Buch noch ein klein wenig sympathischer und ich bin mir nicht sicher, ob der Autor das Buch in der heutigen Zeit ebenfalls so charmant verfasst hätte.  Das Buch ist nicht sonderlich lang, sodass man nicht befürchten muss, dass sich die Handlung irgendwo verliert und man sich langweilt. Ich persönlich muss auch sagen, dass ich nach beenden des Buches ganz froh bin, dass bereits die Vorgeschichte zu kaufen ist, da ich gerne mehr über die Entstehung der Buchhandlung erfahren möchte. Es ist einfach eine schöne Atmosphäre, in welcher man sich als Leser befindet und die dazu einlädt ein klein weniger länger darin zu verweilen. Ich denke auch wenn die Geschichte nicht auf jedes kleine Detail der jeweiligen Personen eingeht, kann man die Handlung genießen und hat dennoch ein Gespür dafür, wie die Charaktere handeln würden und wie sie denken. Genau das war für mich ein wenig die Magie dieses Buches. Mit wenigen Worten eine Welt zu erschaffen, die man gar nicht verlassen möchte.

"Die Menschen brauchen Bücher, wissen es aber nicht. Meist wissen sie gar nicht, dass es die Bücher, die sie brauchen, überhaupt gibt." S. 13


Ein unterhaltsames Buch, welches von der Liebe zu Büchern erzählt, angenehme Charaktere bereithält und eine spannungsreiche Handlung aufzieht. Vorallem Buchliebhaber finden hier sicherlich eine Geschichte, die sie lieben werden. Lässt den Leser in die Zeit der 1919er eintauchen und verfolgt zudem mitwirkend einige, zur damaligen Zeit, politische Ansichten.


Thementag #30: Frankfurter Buchmesse 2015

Oktober 19, 2015








Die Frankfurter Buchmesse 2015 hat ihre Türen geschlossen und die wieder daheim sitzenden Buchliebhaber schwelgen derzeit noch alle in Erinnerungen an das tolle Erlebnis. Ich muss schon sagen, es gab wieder einmal wundervoll gestaltete Stände verschiedener Verlage und es gab interessante interaktive Möglichkeiten, die Verlage besser kennenzulernen. 

Mein Aufenthalt bezog sich dieses Jahr erneut vorerst auf das Wochenende. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass ich nächstes Jahr versuchen werde während der Woche die Messe erleben zu können, denn ich denke vorallem als Blogger lohnt sich der etwas ruhigere Trubel an den Wochentagen. Nichtsdestrotz habe ich das Wochenende genossen. Schließlich ist es immer schön von so vielen, tollen Büchern umgeben zu sein. Ein wirklichliches Programm hatte ich dieses Jahr ebenfalls nicht. Einzig zwei Interviews wollte ich mir gerne ansehen. Dies war zum einen das Interview mit Cornelia Travnicek, welche "Junge Hunde" geschrieben hat und Rafike Schami, von dem "Sofia oder der Anfang aller Geschichten" verfasst wurde. Zum ersteren sind wir leider erst in den letzten Minuten angekommen, da wir den Sog der Menschen etwas unterschätzt haben. Das zweite Interview in der 3sat Lounge hat mir aber sehr gefallen, wenn auch die Fragen sehr dem Interview mit Denis Scheck aus "Druckfrisch" glichen. Ich finde Rafik Schami ist wirklich ein sympathischer Autor und vertritt viele Ansichten, denen ich zustimme. 

Die restliche Zeit haben wir uns wirklich nur umgeschaut und haben auch mal Stände in Angriff genommen, die einem eher unbekannt vorkommen. Dadurch bin ich auf einen wunderschönen Stand gestoßen, der sich auf die künsterlischen Bücher spezialisiert. Der Verlag heißt "Kerber" und sieht wirklich vielversprechend aus. Generell fand ich die Stände in 4.1 sehr interessant. Dort gab es Stände, bei denen man sich selbst Bilder drucken lassen konnte oder einen Stand mit ausgefallenen Buchstützen. Von den eher gängigen Buchverlagen hat mich mal wieder vorallem der Atlantik-Verlag in den Bann gezogen. Dort herrschte eine entspannte Stimmung und ein Wohnzimmer-Flair. Ganz zu scwheigen von den vielen Büchern, die man am liebsten alle mitgenommen hätte. Obwohl mir das Verlagsprogramm nicht fremd ist, musste ich mir ein Heft mitnehmen, da mir die Gestaltung sehr gefallen hat.

Es gab viele Signierstunden, die mich persönlich allerdings leider nicht so wahnsinnig angesprochen haben. Die meisten sind wohl sehr an Victoria Aveyard und Ursula Poznanski interessiert gewesen, leider habe ich aber noch von beiden Autorinnen kein Buch gelesen, sodass dies für mich nicht unbedingt die erste Anlaufstelle war. Allerdings habe ich zum Schluss doch noch zu einem Jugendbuch als Mitrbringsel gegriffen, da ich Andrew Smiths "Winger" gerne gelesen habe und mit diesem Buch, "Auf Umwegen" meinen Eindruck etwas vertiefen möchte. Ich hätte sicherlich am liebsten alle Bücher jeglicher Verlage mitgenommen, die mich angesprochen haben, sprich dem Atlantik verlag, Kiwi Verlag (welcher das Buch "S -Das Schiff des Theseus" wirklich gut in Szene gsetzt hat), DTV, DVA, Heyne, Piper, Suhrkamp / Insel Verlag (welcher unteranderem das tolle Buch "Billy" von einzlkind in den Vordergrund gestellt hat) und und und aber allein die Eindrücke, die man auf der Buchmesse bekommt sind es wert, dort einmal gewesen zu sein.

Habt ihr die Buchmesse auch besucht? Wie hat sie euch gefallen?