A Deadly Education (The Scholomance #1) von Naomi Novik

Dezember 13, 2020

(Original: "A Deadly Eduaction"/ 2020) Bloomsbury Publishing, Übersetzer/in: -, ★★★(☆)☆ 3,5 Sterne
Lektion Nummer 1 an dieser Schule: Lernen war noch nie so tödlich.
"A Deadly Education" spielt an einer ganz besonderen Schule. Einer Schule für magisch Begabte, an der jedoch das Versagen, tödlich enden kann - und zwar so richtig. Doch ein Mädchen, El, beginnt die Geheimnisse des Ortes zu entschlüsseln...

Es gibt keine Lehrer, keine Ferien, keine Freundschaften, bis auf die, die strategisch geschlossen werden. Zu überleben ist wichtiger, als eine schriftliche Note, denn die Schule lässt die Schüler*innen nicht gehen, bevor sie ihren Abschluss erlangen... oder sterben. Die Regeln sind einfach: Wandere die Flure nicht alleine entlang. Und nimm dich in Acht vor den Monstern, die überall lauern.

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"We all have to gamble with our lives in here, we don´t get a choice about that; the trick is figurig out when it´s worth taking a bet."  S. 266

Kennt ihr das, wenn ihr die Eindrücke eines Buches zusammenfassen möchtet, das ihr wirklich lieben wolltet, es aber irgendwie nicht geklappt hat und dann nur so etwas wie "gnaaah" in eurem Kopf herumschwirrt?
Das Problem habe ich gerade auch mit "A Deadly Education". Am Anfang war ich richtig aufgeregt, als ich das Buch begonnen habe. Es gab so viele überzeugte Stimmen dazu und wahnsinnig positive Beschreibungen zu der Protagonistin und zur Grundidee der Geschichte. Doch Seite für Seite wurde meine vorgespeicherte Begeisterung immer kleiner. 

Wir lernen zunächst die Erzählerin El (Galadriel) kennen, die uns die Umstände der Schule und der Schüler*innen erklärt. Natürlich, bei einem ersten Teil muss man die Leser*innen erst einmal mit Informationen füttern. Aber mir schien es nach und nach, dass es nur Informationen über irgendwas oder etwas gab. Für mich blieb die Handlung unfassbar auf der Strecke. Der Höhepunkt der Geschichte wird mit einer Szene angedeutet, die quasi bereits das ganze Buch über besteht. Es fehlt in dem Fortkommen der Protagonist*innen einfach der Fortschritt selbst. Dass die Autorin dann versucht, mit dem letzten Satz die Spannung aufrechtzuerhalten oder zurückzuholen, fand ich etwas lahm - wie sagt man so schön: Es war wie ein billiger Trick. Klar, geschafft hat sie es trotzdem, dass mein Interesse nun für den zweiten Teil geweckt wurde, aber wenn ich mir vorstelle, ich muss mich im nächsten Band wieder durch 200 Seiten schlängeln, bis es ein wenig interessant wird, dann weiß ich nicht, ob ich das wirklich möchte.

"And if you read too many spells without learning them well enough to cast them, you´ll start mixing them up in your head, and then you´re sure to blast yourself to bits."  S. 46

Die Idee der Schule und des Konzepts fand ich durchaus gelungen. Es ist tatsächlich etwas Neues. Keine Lehrer, keine Unterstützung, aber dennoch knallharte Magier-Konkurrenz. Und dann noch die Schule selbst: Ein Ort der Gefahr und des (möglichen) Todes. Wir wissen zudem auch noch nicht, wem wir wirklich (ver)trauen können. Das ist durchaus ein Aspekt, der mich das Buch hat weiterlesen lassen wollen.
Jedoch auch hier: Die Charaktere und auch die Informationen zu ihnen wurden manchmal so merkwürdig eingestreut, dass die spannenden Stellen wieder durchbrochen wurden. 
Grundsätzlich ist die Freund-/Verbündeten-Schiene jedoch gut aufgebaut und man merkt, dass die Stellung jedes Einzelnen (auch durch den Erfolg der Familien) durchaus wichtiger zu sein scheint, als der Charakter an sich. Dadurch entstehen zusätzlich Gedankenspiele, bei denen man sich fragt, was eventuell noch über die Familien offenbart werden könnte.

Der Start der Reihe hat mich leider nicht ganz überzeugen können. Für mich fehlte es an vielen Stellen einfach an Handlung und auch wenn das Ende für den zweiten Teil mehr Spannung zu versprechen scheint, war der Auftakt doch etwas holprig. Vieles schien sich zu wiederholen, heißt, wir werden ständig mit den gleichen Informationen versorgt, statt, dass wir wirklich Neues erfahren, sodass die Spannung darunter leidet. Alles in allem eine Geschichte mit viel Potential, die hier leider nicht ausgeschöpft wurde. Vielleicht ja aber im zweiten Teil...

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