A Natural History of Dragons (The Memoirs of Lady Trent #1) von Marie Brennan

Mai 09, 2020

(Original: "A Natural History of Dragons"/ 2013) Titan Books, Übersetzer/in: -, mit zahlreichen schwarzweiß Illustrationen von Todd Lockwood, ★★(★)☆☆ 2,5 Sterne

Darum geht´s 

Sie ist bekannt dafür, die beste Drachenforscherin der Welt zu sein und gleichzeitig jemand, welche die Studien zu Drachen der modernen Wissenschaft zugänglich gemacht hat. Doch bevor wir sie so kannten, war sie eine lernbegierige und in Bücher vertiefte junge Frau, die versuchte sich den Konventionen ihrer Zeit zu widersetzen. Nun erfahren wir, in ihren eigenen Worten, auf was für Reisen die gewesen ist und wo genau sie eine der bedeutendsten Entdeckungen ihrer Karriere gemacht hat...
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Meine Eindrücke & Zitate

"I often wonder what it is about dragons that makes them prefer extreme climates - or is it just that we´ve  pushed them back as we´ve spread out?"  S.68

Okay, bei diesem Buch waren meine Wunschvorstellungen und die tatsächliche Umsetzung der Geschichte gefühlt meilenweit voneinander entfernt.
Ich bin für Geschichten rund um Drachen und die Erforschung prinzipiell wirklich zu haben. Ich mag Fantasy, ich mag spannende Geschichten und ich mag originelle Plots. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass es letztlich an allem gefehlt hat.

Bereits zu Beginn kam mir der Fokus auf den "Liebesaspekt" von Lady Trent und ihrem Mann Jacob viel zu schwerfällig vor. Das wurde so schnell aufgebaut und umgesetzt, hat aber irgendwie, meiner Meinung gar nicht gepasst. Laut Inhaltsangabe ist Lady Trent eine fortschrittliche Denkerin, eine Frau und Wissenschaftlerin, die ihrer Zeit voraus ist und sich auch von den gesellschaftlichen Normen abhebt. Eine Frau, die alles irgendwie selbst in die Hand nimmt... 
Umso enttäuschter war ich dann, als ihr Charakter im Buch kaum an Tiefe gewinnt und sie einfach nur irgendwelche Floskeln fallen lässt, sich hier und da mal ein wenig einbringt und "auf mutig tut" (was übrigens auch irgendwie gezwungen wirkte) und sich sonst eher mit merkwürdigen und fragwürdigen Kommentaren bemerkbar macht. Ich konnte mich mit vielen ihrer Ansichten überhaupt nicht identifizieren. Zum Beispiel, dass sie so fasziniert von Drachen sei, aber zu Forschungszwecken gerne mal einen tötet. Weil, nun ja irgendwo muss man ja auch mal anfangen...

"'Even when you are exhausted beyond any previous experience of the word, adrealine has the marvelous ability to bring life to your limbs."  S. 334

Und da kommen wir auch eigentlich schon zu meinem nächsten Problem mit dem ersten Teil. Er heißt "A Natural History of Dragons" und ja, es kommen tatsächlich Drachen vor, aber das war mir eindeutig zu wenig. Es kamen vielleicht vier, wenn es hochkommt fünf interessante Informationen zu Drachen, ihren Flügeln oder möglichen (!) Sagen, die dann so schnell von wieder langweiligen Beschreibungen abgelöst wurden, dass ich irgendwann die Motivation verloren habe, weiterlesen zu wollen.
Ich hatte einfach das Gefühl, dass wirklich nichts passiert, dass alles, was ich lese unfassbar zäh und träge ist. Und ich habe mich wirklich immer und immer wieder gefragt: Wo bleiben denn jetzt die Drachen? Wie gesagt, es gab  eine Hand voll gute Anhaltspunkte, die man hätte richtig schön ausbauen können, um dem Ganzen eine spannende Note zu verleihen, für mich allerdings, wurden diese leider viel zu schnell los- oder fallengelassen, sodass bei mir keine allzu große Begeisterung aufkam.
Man kann dem ersten Teil allerdings zugutehalten, dass es einige schöne schwarzweiß Illustrationen gibt, die einen wenigstens ein wenig bei der Stange halten.

Fazit

Ein erster Teil, dem es deutlich an Spannung und innovativen Ideen fehlt. Das eigentliche Versprechen, dass man die Anfänge von Lady Trent und ihrer Drachenforschung entdeckt, wird nur teilweise eingehalten. Viel zu schnell werden gute Anstöße beiseitegeschoben, um einen Inhalt aufrechtzuerhalten, der wenig mit der Erforschung der Drachen selbst zu tun hat und der mich persönlich nicht abholen konnte. Die Illustrationen sorgen für etwas Ausgleich, können die fehlende Begeisterung für die Geschichte aber nicht wegzaubern. Lady Trent als Charakter war mir ebenfalls zu uninteressant und sorgte teilweise schon fast für Antipathie. Ich wollte es so gerne mögen, aber nun werde ich ein wenig warten, bis ich zumindest in den zweiten teil reinlese...


Kommentare:

  1. Ahoi Karin,

    ja sehr schade! Die Cover & Klappentexte versprechen ja viel, aber zähe Handlung und wenig Drachen ist ein verständlicher Enttäuschungsgrund... Na mal sehen, falls du Band 2 doch noch lesen solltest, bin ich gespannt ;)

    Liebe Grüße
    Ronja von oceanloveR

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    1. Werde bestimmt die ersten paar Seiten anlesen und dann schauen, ob beim ersten Mal einfach der Zeitpunkt falsch war... :D


      Liebe Grüße
      Karin

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