Coffee Table Books aus dem Hatje Cantz Verlag

Januar 25, 2019





Werbung ~ Rezensionsexemplare  / Das Copyright für die Abbildungen liegt beim Verlag

Bildbände oder auch Coffe Table Books erfreuen sich großer Beliebtheit. Ob im Bücherregal, für Zeiten in denen man keine Kraft für schwere Romankost hat oder auf dem Wohnzimmertisch zum Blättern für die Gäste, sie sorgen immer für einen schönen Anblick.

Neulich wurde ich auf einen schönen Bildband-Verlag aufmerksam, den ich bisher tatsächlich gar nicht kannte. Es handelt sich dabei um "Hatje Cantz". Wer sich für solche Bücher interessiert, sollte den Verlag aber auf jeden Fall im Auge behalten. Das Programm deckt nämlich die Kategorien Kunst, Fotografie, Architektur und Design ab und hält für jeden Geschmack etwas bereit - egal ob modern edgy, klassisch oder etwas verspielter. 
Mich hat es natürlich direkt zu zwei Büchern hingezogen, die einerseits in die blumige Richtung und andererseits in eine märchenhafte Richtung gehen.

"So wird aus jeder Blume ein Individuum." S. 5
  • "Silent Beauties" von Leendert Blok / Fotografien aus den 1920er-Jahren / Die Texte sind auf Deutsch: Der Zusatztitel sagt schon alles. Es geht um Fotografien von Blumen, als die Kunst zu Fotografieren noch recht neu gewesen ist. Dank eines kompakten Vorwortes und einer Kurzbiographie über Leendert Blok wird der Leser damit vertraut gemacht, wie beliebt Blumen zu der damaligen Zeit gewesen sind und wie sich dies mit den entstandenen Fotografien verbinden lässt. Was mir an dem Buch besonders gefällt sind nicht nur die wunderschönen Bilder selbst, sondern auch die hochwertige Verarbeitung. Die Blätter sind etwas dicker, aber nicht glänzend auch nicht stechend weiß, was wunderbar zu den Fotografien passt. Wenn man die Seiten aber ein wenig anhebt, merkt man einen ganz leichten Schimmer, der die Bilder für mich hat träumerisch wirken lassen. Zudem bestechen der Bildband und auch die Fotografien selbst durch die Schlichtheit. Es sind einfache Darstellungen von Blumen, überwiegend Tulpen, aber kein Bild ist wie das andere. Bei jedem Bild fällt ein anderes schönes Detail auf, bei dem man gerne verweilt. Der einzige Gedanke, der mir dann letztlich aufgeflackert ist: "Das sind wirklich stille Schönheiten".
  • "Edouard Baribeaud" / Die Texte sind auf Englisch: Der zweite Bildband nennt sich wie der Künstler selbst und ist deutlich bunter und experimenteller als "Silent Beauties". Man findet hier einige Texte, die sich auf den Künstler selbst, aber auch seine Arbeit und Kooperationen mit Modeherstellern beziehen und einen guten Einblick in die Welt und Inspirationen von Baribeaud geben. Heraus stechen die stark mythologische Thematik und eine Einbindung szenischer Aufführungen. Für mich ist dieser Bildband ein wahrer Inspirationsschatz, denn jedes Bild bietet genügend Ideen für Romane oder Filme. Mich hat eine Abbildung (siehe unten: Kleine "Burg" umgeben von tobendem Wasser) sehr an Marisha Pessls Roman "Amerikanische Nacht" (engl. "Night Film) erinnert. Ein anderes (siehe unten: vorbeifahrender Zug mit mehreren Monden) an "Hugo Cabret". Wenn man sich gerne etwas ungewöhnliche Bilder ansieht, die mit märchenhaften Elementen spielen, dann ist man hier genau richtig. Im Gegensatz zum oben genannten Bildband sind die Seiten hier deutlich dicker und in einem glänzenderen weiß. Wer den Schutzumschlag zu bunt findet: Darunter verbirgt sich dunkel braunes Leinen mit Goldprägung.
"In Baribeaud´s work we are both invited to participate in the landscape of his vision and constantly accosted by layers that appear in the forms of trees, furniture, stage lights, and volcanic rocks. We have to traverse these layers before meeting our characters, who seem to emerge from an ocean of stories and myths." S. 12





Kommentare:

  1. Der Begriff "Coffee Table Books" gefällt mir. Ich wusste gar nicht, dass es dafür eine Bezeichnung gibt. Ich habe zu Hause auch oft Bücher einfach auf dem Couchtisch liegen zum Blättern und Stöbern. Dabei handelt es sich aber meistens um Reise- Bildbände oder Reiseführer. Ich kann mir aber auch andere Bildbände dafür vorstellen. Die Bilder von den Tulpen im ersten Buch sind einfach nur schön. So ein Buch ist bestimmt aufgeschlagen auf einem Sidebord auch sehr dekorativ. Ich geh mal beim Verlag stöbern.

    LG Kerstin

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    1. Wie meist üblich kommt der Begriff aus dem Englischen und bezeichnet eben Bücher, die mehr Bild- als Textanteil besitzen. :) Aber ich finde er passt ganz gut, weil die Bücher, wie du schreibst, öfters auf Couchtischen oder Tischen liegen, die dann schnell von Besuchern ins Auge gefasst werden.
      Die Bilder von den Tulpen sind wirklich wahnsinnig schön, vor allem, wenn man weiß, dass die Fotografien aus den 20ern stammen und schon so gut sind!


      Liebe Grüße
      Karin

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