Lesemonat Februar

Februar 29, 2016


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Mr. Gwyn von Alessandro Baricco

Februar 27, 2016


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Neuerscheinungen März

Februar 25, 2016





Die Kette der spannenden und interessanten Neuerscheinungen reißt zurzeit einfach nicht ab. Auch im März erscheinen wieder Bücher, die man schwer ignorieren kann. Daher stelle ich euch auch diesen Monat gerne meine sechsundzwanzig Werke vor, die mich angesprochen haben. Da es öfters mal passiert, dass das ein oder andere Buch nicht von mir entdeckt wird, bin ich natürlich auch gespannt darauf zu erfahren, welche Bücher euch im März interessieren. Um nähere Informationen der jeweiligen Buchs zu erlangen, klickt einfach auf den Titel, dann gelangt ihr zu der offiziellen Verlagsseite inklusive Buchinfos.

Hotel Honolulu von Paul Theroux, Hoffmann und Campe, gebunden, 10. März
Welches Ambiente bietet mehr Erzählstoff als ein Hotel? Wahrscheinlich nur sehr wenige. Das Buch hat meine Neugier sofort beim ersten Durchblättern der Verlagsvorschauen geweckt. Nicht nur das Retro-wirkende Cover macht Lust auf mehr, sondern auch die Inhaltsangabe. Spezielle Hotelgäste und ein Schriftsteller, der ein Hotel übernimmt, obwohl er keine Ahnung davon hat. Klingt nach einer guten Lektüre!

Das Buch der Snobs von William M. Thackeray, Manesse, gebunden, 08. März
In diesem Buch beschreibt Thackeray alle Arten möglicher Snobs und snobistischen Verhaltens. Ich nehme an, dass das Buch reichlich mit Ironie gefüllt ist, was mich immer anspricht. Allein schon dieser Satz: "Wo die Roben rauschen und wo man elegante Lässigkeit pflegt, da sind sie zu Hause, die Snobs.", hat mich direkt dazu verführt, das Buch auf meinen Merkzettel zu setzen. 

Die Knochenuhren von David Mitchell, Rowohlt, gebunden, 11. März
Von diesem Buch haben einige sicherlich auch schon etwas gehört. Besonders im englischsprachigen Bereich wurde es schon gelobt. Es ist sicherlich nicht eines der leichten Lektüren, hat aber durchaus seinen Reiz. "Kaleidoskopische Romane", so wird das Buch beschrieben, haben ja bekanntlich oftmals einen Tiefgang, der zu einer wunderbaren Geschichte fähig ist. 

Zeitlos schön von Nathalie Herschdorfer, gebunden, 21. März
Mit diesem Buch gehen wieder in eine etwas andere, aber nicht weniger interessante Richtung. "100 Jahre Modefotografie", sollen darin abgebildet sein, was mich als Modeinteressierte Leserin natürlich sofort aufmerksam gemacht hat! Wer sich vorab einen kleinen Einblick erlauben möchte, sollte unbedingt auf der Prestelseite, die Chamce nutzen und sich die Leseprobe ansehen.

Als Hemingway mich liebte von Naomi Wood, Hoffmann und Campe, gebunden, 10. März
Hemingway, wer kennt und liebt ihn und seine Werke nicht? In diesem Buch geht es jedoch um die Frauen, die Hemingway selbst geliebt und zur Ehefrau genommen hat. Insgesamt vier waren es an der Zahl. Jede von ihnen bekommt in dieser Geschichte ein eigenes Sprachrohr. Ich freue mich schon sehr darauf, das Buch bald zu lesen!

Alles ist relativ und Anything goes von John Higgs, Insel / Suhrkamp, gebunden, 28. März
Von diesem Buch habe ich schon ein paar Worte erzählt, nämlich bei einem Neuzugänge Post. Aber auch noch einmal hier, möchte ich darauf aufmerksam machen. Es handelt sich hierbei um »Eine atemberaubende Tour durch das 20. Jahrhundert.« Wie hat sich die Welt verändert und welche Erfindungen schienen vielleicht einmal unmöglich? 

Das dritte Leben von Juan Villoro, Hanser, gebunden, 14. März
Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass ich das Vorschauprogramm des Hanserverlags komplett außer Acht gelassen habe. Dadurch sind,  im Monat Februar, unfassbar interessante Bücher untergegangen. Das kann man nun nicht mehr ändern, allerdings freue ich mich, dass ich doch noch auf dieses Buch gestoßen bin. Für mich hört sich das Buch, nach einer Mischung aus bitterem Ernst und schöner Satire an. Darum landet es auch auf meinem Merkzettel.

Schischyphusch (oder der Kellner meiens Onkels) von Wolfgang Borchert, Atlantik, gebunden, 10. März
Obwohl das Buch nur 64 Seiten umfasst, lässt mich die Inhaltsangabe vermuten, dass es ein sehr schönes Büchlein ist. Landete bei mir nach nicht einmal einer Überlegungssekunde auf dem Merkzettel. Mal sehen, ob sich das auch auszahlt.

Shakespeare - wie ich ihn sehe von Bill Bryson, Goldmann, Taschenbuch, 14. März
Wenn mich mein Gedächtnis jetzt nicht vollkommen im Stich gelassen hat, dann gibt es das Buch bereits, aber in einer etwas älteren Version. Nun wird es mit neuem Cover veröffentlicht. Daher sage ich nun nicht mehr so viel dazu. Allerdings denke ich, dass Shakespeare immer ein interessanter Gesprächsstoff sein kann.

Der Fisch, der zu den Sternen schwimmen wollte von Ann Do-Hyun, Insel, gebunden, 07. März
Wie eine Fabel wirkend, hat sich auch dieses kleine Büchlein auf meinen Merkzettel geschlichen. Es ist mit Illustrationen gefüllt und könnte sicherlich eine ganz nette Geschichte enthalten, von den Träumen, die in uns schlummern (und natürlich auch in Fischen).

Sonne, Mond und Sterne von Mario Alberto Zambrano, Luchterhand, gebunden, 21. März
Der Luchterhand Verlag zieht mich immer magisch an. Die Geschichten sind meist sehr "ruhig", sind aber immer schön erzählt, auch wenn sie nicht auf jede Stimmung und jeden Tag passen. Auch diese Geschichte verspricht gut zu sein. Eine Geschichte, erzählt durch ein Kartenspiel. Ich mag Geschichten, die ihre sehr eigenen Wege finden, erzählt zu werden. Diese ist hoffentlich auch eine davon. 

Ein etwas längerer Titel für ein doch recht dünnes Büchlein. Das Buch habe ich bereits gelesen und auch rezensiert. Näheres erfahrt ihr dann am 1. März.

Das letzte Nashorn von Lodewijk van Oord, Knaus, gebunden, 21. März
Tiere und ihre Darstellung und Wichtigkeit in Büchern interessiert mich definitiv. Daher durfte dieses Buch auch nicht auf meinem Merkzettel fehlen. Eine Geschichte rund um einen Zoo, der auf alle vorliegenden Problematiken hinweist, scheint ein großes Potential zu haben!

Blaue Nacht von Simone Buchholz, Suhrkamp, gebunden, 07. März
Hat für mich etwas von einer leichten "Gangstergeschichte". Sicherlich ein Kontrastprogramm zu den bisher genannten Büchern. Da Abweschlungs ja bekanntlich auch mal gut tut, landet das Buch ebenfalls auf meinem Merkzettel.

Andersen von Charles Lewinsky, Nagel & Kimche / Hanser, gebunden, 14. März
Klingt wahnsinnig spannend und weckte sofort mein Interesse! Ein Junge, der mehr zu sein scheint, als alle vermuten? Ein Spiel zwischen Gut und Böse? Ab auf den Merkzettel.

Die wundersamen Abenteuer der Galina Petrowna von Andrea Bennett, Goldmann, gebunden, 14. März
Eine Protagonistin, die ihren Hund retten möchte ist mir immer recht sympathisch. Die Geschichte klingt nach einer netten Lektüre für zwischendurch und nach ein paar Gefühlsmomenten.

Die Liebe ist ein schlechter Verlierer von Katie Marsh, Diana, Broschur, 28. März
Eine Liebesgeschichte muss mindestens in die Neuerscheinungen, damit es im Leben nicht allzu ernst und bitter wird. Auch hier denke ich, könnte das Buch für schöne, gefühlvolle Stunden sorgen.

Flugstunden von Matthew Quick, Kindler / Rowohlt, gebunden, 11. März
Nach "Silver Linings" und "Die Sache mit dem Glück" kann ich nur schwer an neuen Matthew Quick Büchern vorbeigehen. Daher auch diese Neuerscheinung in diesem Post. Sicherlich wieder ein schöner Roman über das Leben und seine Hürden. Meine Vorfreude steigt.

Ziemlich gute Gründe, am leben zu bleiben von Matt Haig, dtv, gebunden, 18. März
Erneut ein etwas ernsteres Buch. Es geht um Depressionen. Um die Depression im Allgemeinen und um die des Autors selbst, von der viele nichts wussten. Ich mag persönliche Bücher, auch wenn sie nicht immer leicht zu verdauen sind. Und das Thema sollte mehr Beachtung geschenkt bekommen.

Erneut verlinkte ich die letzten sieben Bücher nur noch mit dazugehörige Info (damit der Post nicht zu lang wird). Auch hier heißt das nicht, dass mich die Bücher nicht weniger interessieren:

Water von Paolo Bacigalupi, Blessing, gebunden, 21. März
Die Köchin von Bob Dylan von Markus Berges, rowohlt, gebunden, 11. März
Der Mauerläufer von Nell Zink, rowohlt, gebunden, 11. März
Wunde Punkte von Matt Sumell, S. Fischer, gebunden, 22. März
Die Erinnerungen von Joanes Nielsen, btb, gebunden, 08. März
Die tödlichen Talente des Mr. Diehl von Bradford Morrow, Insel / Suhrkamp, Broschur, 07. März
Eine fast perfekte Familie von Meg Mitchell Moore, Bloomsburry Berlin, gebunden, 01. März






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I Saw A Man von Owen Sheers

Februar 24, 2016


(Original: "I Saw a Man" / 2015 DVA,  Übersetzer/ in: Thomas Mohr (aus dem Englischen),   ★★★  3,5 Sterne
"Nach dem tragischen Tod seiner Frau Caroline, die als Journalistin bei einem Auslandsdreh in Afghanistan ums Leben gekommen ist, erträgt Michael es nicht länger im gemeinsamen Heim in Wales. In dem Versuch, ein neues Leben zu beginnen, zieht er nach London, wo er auf die Nelsons trifft: Josh, Samantha und ihre zwei Töchter wohnen im Haus nebenan, und aus einer Zufallsbekanntschaft wird schnell – allzu schnell? – eine intensive Freundschaft. Michael geht bei den Nelsons wie selbstverständlich ein und aus, bis er eines Samstagnachmittags ihre Hintertür halb offen stehend vorfindet. In dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, betritt er das augenscheinlich leere Haus ... und setzt damit eine Folge von Ereignissen in Gang, die ihrer aller Leben schlagartig und auf immer verändern wird."


MEINE MEINUNG | FAZIT

"Sie alle hatten Schicksalsschläge hinnehmen müssen, und sie alle hatten Angst vor dem eigenen Tod [...]. Aber das merkte man ihnen nicht an, denn dafür waren sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, ihrem Gerede, ihren Wünschen. Weshalb Michael sich in ihrer Gegenwart doppelt allein fühlte, der einzig Sehende unter lauter quasselnder Blinden."
S. 64

Wieder einmal so ein Buch, welches einen kompletten Zwiespalt in mir ausgelöst hat. Zunächst einmal habe ich mit einer ganz anderen Geschichte, beziehungsweise einer ganz anderen Handlung gerechnet. Soll sich aber nicht negativ auf diese Besprechung auswirken, da man als Leser bekanntlich öfters zu voreiligen Schlüssen aufgrund des Klappentextes neigt. Nach den ersten paar Seiten ist mir, der doch recht "einfache" Schreibstil aufgefallen. Hier steht demnach eher das Geschehen und die Reaktionen der Geschichte im Vordergrund und nicht die außergewöhnliche Schreibweise. Dennoch empfand ich den Anfang als gelungen. Er war spannend und animierte zum weiterlesen. Der eigentliche Moment, der auch in dem Klappentext beschrieben wird, wird aber von Einschüben unterbrochen, die die Charaktere der Geschichte näher beleuchten. Dieser Wechsel hat mir persönlich ganz gut gefallen, da es nicht dem typischen Ablauf entsprach, sprich Charaktervorstellung an anschließend eine einfache Darlegung der Szene. Es gibt in der Geschichte sicherlich einige gut gewählte Verknüpfungen, die sich mit der Zeit herauskristallisieren. Sie sind meiner Meinung nach manchmal sogar etwas zu unterschwellig. Ich denke, man hätte durch die Verbindung der Ereignisse und der vorkommenden Figuren, noch etwas mehr "rausholen" können. Man hat manchmal das Gefühl gehabt, als lese man zwei voneinander getrennte Geschichten, die zwar zusammengefügt werden wollen, aber wo der Bezugspunkt etwas schwächelt, auch hinsichtlich der aufkommenden Gefühle. Der Autor spielt allerdings auch geschickt mit den Schicksalen und lässt aufblicken, dass alles, einem in sich geschlossenen Kreissystem folgt, gedanklich, wie auch auf die Vorkomnisse bezogen.

"Die Piloten der Zukunft wurden in den Wohn- und Kinderzimmern Amerikas herangezüchtet, unter den Augen ihrer nichts ahnenden Eltern und Geschwister. Sie würden kämpfen, als sei die ganze Welt eine uneingeschränkte Feuerzone, begleitet vom besänftigenden Summen der Server und Computern [...]." S. 122

Thematisiert werden vor allem gewisse Auswirkungen auf ein einschneidendes Erlebnis des Protagonisten Michaels. Diese werden mit der Problematik der Kriegsberichterstattung und der Kriegsausführung in einen gewissen Einklang gebracht. Welche Auswirkungen können bestimmte Aufträge der Armee auf alle beteiligten Personen haben? Wie weit reichen Schuldeingeständnis und das Verlangen diese Schuld begleichen zu können? Es wird schon deutlich, dass das Buch ernste Themen anspricht, die man auch hätte in einem endlos langen Gespräch führen und besprechen können. Daher denke ich, ist es auch nicht ausgeschlossen, dass manchen, wie zum Beispiel mir, der gewisse "Tiefgang" fehlt. Mit dem Hauptcharakter wurde ich oftmals gar nicht richtig warm. Michael war mir stets eine Distanz, so wie er sich auch selbst gerne aus seinen erwähnten Werken "herausschreibt", habe ich ihn als eher "unpersönlichen" Charakter wahrgenommen. Überraschenderweise fand ich den Handlungsstrang rund um den Charakter "Daniel" berührender. Auch wenn mich der komplette Schreibstil nicht komplett überzeugen konnte, sind mir einige Stellen in Erinnerung geblieben, die ich sehr lesenswert fand. An diesen Stellen, hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor dem Leser etwas tatsächlich etwas auf den Weg mitgeben möchte. In der Handlung an sich, kommen definitiv überraschende und spannende Passagen vor, die den Leser packen. Man verspürt also kein Gefühl von Langeweile. Aber wie gesagt, mir persönlich hat manchmal der Schreibstil und die Umsetzung der Verknüpfungen und der Gefühle nicht ganz zugesagt. Was man von dem Buch allerdings erwarten kann ist, dass man dazu aufgefordert wird, sich zu überlegen, wie man selbst in den Situationen reagieren würde, die die Protagonisten bewältigen müssen. Der Schluss war für mich auf jeden Fall noch einmal eine Verbesserung zum Mittelteil. Die letzten Passagen sind noch einmal etwas nachdenklicher und gefühlvoller und lassen manche Stellen nicht ganz ohne Bezug dastehen. Auch der im letzten Teil aufgegriffene Bezug zu der Tätigkeit von Michael und seiner persönlichen Lage gefiel mir gut. Durch das Zusammenlaufen der Geschehnisse und der Deutlichkeit der Aspekte von Einsamkeit, Trauer und dessen Überwindung wurde das Buch für mich etwas stimmiger.

"[D]ie verschwiegene Wahrheit war wie ein riesiger, zugeschütteter Müllberg, unsichtbar und doch da, der langsam den Erdboden vergiftete." S. 295


Spannend und mit ernstem Hintergrund. Für mich wurde die Idee, an einigen Stellen, nicht perfekt umgesetzt, das lag aber auch an meinem subjektiven Empfinden, was die Gefühlswelt anbelangt. Den Schreibstil mochte ich an einigen Stellen deutlich stärker, als an anderen.  Die Verknüpfung zwischen den Folgen von Kriegsführungen und den privaten Schicksalen der Betroffenen wurde gut aufgegriffen und ist auch lesenswert, aber auch hier hat mir an der Umsetzung etwas gefehlt. Die auftauchenden Fragen an den Leser bezüglich des Schuldbewusstseins und des Schuldeingeständnisses fand ich hingegen gelungen.



Vielen lieben Dank an den DVA Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


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Neuzugänge Februar #1

Februar 22, 2016


Auch der Februar geht langsam zu Ende. Und bevor ich euch wieder mit vielen Neuerscheinungen für den März überfluten werde, habe ich gedacht, stelle ich noch kurz drei Bücher vor, die neu bei mir eingezogen sind. 

Zoo Time von Howard Jacobson, Englisch (dt. : "Im Zoo")
Das Buch habe ich, wie manche vielleicht auch schon auf Instagram gesehen haben, während der weißen Buchwochen gekauft. Zusammen mit dem zweiten Neuzugang, habe ich gerade einmal knapp zwei Euro bezahlt. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Und da ich von Howard Jacobson bereits den Roman "J" gelesen habe und doch relativ angetan war, weil es nicht nur von der Schreibweise, sondern auch von der Geschichte an sich, mal etwas Neues war, wollte ich mich an einem anderen Roman des Autors versuchen. Somit begrüße ich nun "Zoo Time" in meinem Bücherregal und hoffe, dass es mir ebenfalls gut gefallen wird. 

Rules of Civility von Amor Towles, Englisch (dt. : "Eine Frage der Höflichkeit")
Hier wären wir schon beim zweiten Buch, welches ich noch ergattern konnte. Gehört habe ich davon ehrlich gesagt noch nichts, habe mich aber spontan dazu entschlossen, es mitzunehmen. Immerhin verspricht der Klappentext eine "Jazzige" New York Atmosphäre in den 30er Jahren. Ist für mich immer wieder ein Magnet. Mal sehen, ob sich die Vorfreude dann auch bestätigt.

I saw a man von Owen Sheers, DVA
Eines der Bücher auf die ich unfassbar gespannt bin. Nach vielen eher "Ruhigen" Romanen freue ich mich auf etwas "Spannendes". Mich hat der kurze Klappentext sehr neugierig gemacht, da es scheint, als wäre das Buch ein wenig psychologisch angehaucht. Die Rezension dazu wird sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.





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Thementag #36: Wenn der Leser zum Sammler wird

Februar 21, 2016


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Sirius von Jonathan Crown

Februar 18, 2016

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Musikalische Inspirationen

Februar 17, 2016


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Der Glücksmacher von Thomas Sautner

Februar 15, 2016












(Original: "-" ) von Thomas Sautner,  Aufbau Verlag [klick],  256 Seiten, Hardcover,  Einzelband,   ★★★   4 Sterne

"Die Erfindung des Glücks -
Eigentlich ist Sebastian Dimsch ja Angestellter in einer Versicherung. In Wahrheit aber kümmert er sich nur noch darum, wie das Glück gefunden werden kann. Immer mehr riskiert er damit seinen Job. Zu offensichtlich ist, dass er nichts tut, als Weisheiten von Buddha, Platon, Konfuzius und anderen großen Gelehrten zu sammeln. Da entsteht eines Tages die Idee, ihn eine Glücksversicherung entwerfen zu lassen – eine freilich wahnwitzige und an sich unmögliche Aufgabe. Doch Dimsch verblüfft seine Vorgesetzten. Und sich selbst."


MEINE MEINUNG | FAZIT

"Nicht alle wünschen sich eine neue Wohnung, ein neues Auto, einen neuen Fernseher, aber alle, wirklich alle wünschen sich Glück. Es ist das perfekte Produkt. Wir müssen es produzieren und nett verpacken. Verkaufen wird es sich wie von selbst." S. 180

Die Sache mit dem Glück ist bekanntlich nicht so eine einfache Sache. Auch der Protagonist von "Der Glücksmacher", Sebastian Dimsch begibt sich auf Spurensuche. Die Geschichte, rund um eine Versicherungsfirma, in der sehr eigene Charaktere untergebracht sind, ist in insgesamt zwei große Teile eingegrenzt. Sie stellen grob gesagt den Zeitraum vor der Erfindung der "Glücksversicherung" dar und den Zeitraum nach der Erfindung. Ich empfand den ersten Teil, als nette Einleitung und gute Steigerung bezüglich der Entwicklung der Charaktere, wie auch der gesamten Frage, in wieweit Glück als Verkaufsprodukt realisierbar ist und was es für Menschen überhaupt bedeutet. Sebastian Dimsch gefiel mir zudem als Hauptcharakter, mit jedem Kapitel deutlich stärker. Dabei ist er nicht einmal am stärksten präsent, sondern wird beinahe von den anderen Charakteren geführt. Sie bilden sozusagen den Teil, der verschiedene Ereignisse in Gang setzt. Dimsch dient beinahe als Beobachter, welcher das Geschehen analysiert und seine philosophischen Überlegungen daraus entnimmt. Dies fand ich zudem ganz stimmig, zu seinem eigentlichen Berufsstand, nämlich des Umfragegestalters und Analytikers. Ergänzt wird diese Seite immer stärker durch seinen scheinbar wechselnden Charakter, der sich zu philosophischen Sprüchen hingezogen fühlt und sich selbst erhofft, dadurch glücklicher zu werden. Ich denke, das Buch zeigt mit einer sehr schönen Ironie und unterschwelligen Selbstreflexion auf, dass die Menschen sich selbst zu oft im Weg stehen, um glücklich zu sein.

"Büßte das Glück mit der Zeit womöglich an Kraft ein, mutierte zu... wertlosem Glück? Das hieße - Dimsch streckte sich inmitten der Schnipsel der Länge nach aus und vollführte eigentümlich anmutende Schwimmbewegungen -, das hieße doch, dass der Mensch verdammt war, früher oder später unglücklich zu sein!" S. 15

Ich habe etwas gebraucht, um mit dem ganzen Umfeld und den Charakteren warm zu werden. Zum Schluss hat mich das Buch aber dennoch überzeugt und auch gut unterhalten. Es ist sicherlich nicht immer ernst zu nehmen, vor allem, wenn das Buch die vielen Sprüche und Ratgeber von Buddha, Plato und weiteren Philosophen etwas provokant nach vorne setzt und man sich denkt: "Mit Sprüchen wird es auch nicht einfacher, das Glück zu finden". Dennoch merkt man auch, an welchen Stellen es sich lohnt zwischen den Zeilen zu lesen und sich so, vielleicht selbst, einige entspannte Minuten zu genehmigen. Die Geschichte ist definitiv unterhaltsam und spielt geschickt mit der Konstellation der Charaktere, wie auch deren persönlichen Glückssymbolen (darunter auch zum Beispiel ein Rabe). Der Schreibstil hat mir durchaus gefallen, so dass ich das Buch auch nicht unterbrechen wollte oder das Gefühl hatte, es wäre langweilig. Von der eigentlichen Idee des Protagonisten, sein Glück selbst zu finden, bis hin zu der Idee eine Glücksversicherung anzubieten, gibt es zudem viele unterhaltsame Gespräche, welche die Versicherungsfirma bereichern. Mir haben vor allem die beiden Mitarbeiter, die ihre Arbeitszimmer neben Sebastian Dimsch haben, sehr gefallen, da sie aufzeigen, dass Menschen recht bescheidenen Träumereien nachgehen und damit auch glücklich sein können. Da die Geschichte recht speziell ist und sich eben auf den humoristischen Umgang mit der Glücksfindung, zum Beispiel durch genannte, selbsterfundene "Glücksversicherung" bezieht, kann man keine unfassbar gefühlvollen Passagen erwarten, ebenso wie zu hoffen, dass man danach das Glück selbst findet. Aber ich bin mir sicher, dass die Geschichte dem ein oder anderen eine neue Sicht auf die Freuden im Leben geben kann und man sich danach denkt, dass das Leben durchaus schön sein kann, auch wenn man Unsinn im Kopf hat.

"So herzstechend schön ist das Glück erst, dachte Dimsch, wenn man sich dessen Abwesenheit vorstellt." S. 187



Sorgt sicherlich für den einen oder anderen Glücksmoment. Ist unterhaltsam und thematisiert eines der Dinge, die Menschen am meisten suchen, das Glück. Es gibt viele spannende Charaktere und einfallsreiche Handlungsstränge. Sehr Ironie-lastig, aber sicherlich nicht zu überzogen. Eine nette Lektüre für zwischendurch.

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Februar 12, 2016


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Februar 07, 2016


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Winter Journal von Paul Auster

Februar 04, 2016


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Peter and Alice von John Logan

Februar 03, 2016




(Original: "Peter And Alice"/ Theaterstück) von  John Logan,  Oberon Books>> ,  70 Seiten,  Taschenbuch,  Einzelband,  Englische Ausgabe,   ★★★★  5 Sterne

Ein Theaterstück, welches eine, von John Logan selbsterdachte Konversation, zwischen der Inspiration von Alice im Wunderland (Alice Liddell Hargreaves) und Peter Pan (Peter Davies) darstellt.


MEINE MEINUNG | FAZIT 

"And then they remember. What growing up really is: when they learned that boys can´t fly and mermaids don´t exist and White Rabbits don´t talk and all boys grow old, even Peter Pan, as you´ve grown old.” (Peter Davies) S. 15

Zu allererst muss ich sagen, dass ich allein schon das Konzept und die Idee des Stücks wahnsinnig gut finde. Angelehnt ist diese Konversation an ein tatsächliches Aufeinandertreffen der beiden realen Personen. Laut Anmerkung haben sie sich bei einer Ausstellung getroffen. Was dort genau gesagt wurde, weiß man nicht. Aber John Logans Imagination lässt an vielen Stellen hoffen, dass es sich vielleicht ähnlich zugetragen haben könnte. Denn das Stück an sich ist trotz Dialogform spannend. Es treten nicht nur Alice Liddell und Peter Davies auf, sondern auch ihre literarischen Figuren Alice im Wunderland und Peter Pan. Sie verkörpern ihre Kindheit und vielleicht auch ihre Naivität. Es kommt zu inneren Konflikten aller Beteiligten, was sicherlich oftmals zum Nachdenken anregt. Mir gefiel zudem, dass John Logan die Figuren oftmals in Zitaten sprechen lässt, natürlich aber auf die Situation abgestimmt. So hat man das Gefühl, dass die realen Charaktere wieder in ihre literarische Fantasiewelt hineingezogen werden und dadurch ein ganz neues Werk entsteht, welches ebenso magisch ist. Es geht um das älter werden, um Rückblicke auf die Vergangenheit, die Fehler die man vielleicht gemacht hat und die Dinge, die man damals noch nicht ganz verstehen konnte. Dadurch ist das Stück keineswegs eine reine, unterhaltsame Gesprächsabfolge, die zu Tagträumen einlädt. Darüber hinaus fragt man sich als Leser, wie weitreichend die Folgen für die Personen waren, die ihr Leben lang mit den Figuren konfrontiert und auch gleichgesetzt wurden.

"Alice in Wonderland: Stop arguing, it´s too boring! Peter Pan: Or start fighting at least! Who has a sword?“ S. 38

Nicht nur das Innenleben der Vorbilder für die literarischen Figuren lernt man näher kennen, sondern auch die Schriftsteller, nämlich James Barrie und Lewis Carroll. Es wird oft auf deren Lebensgeschichte eingegangen und wie sie sich in Verbindung zur Entstehung derer Wunschgeschichten verhält. Man hat stets das Gefühl, dass alle vorkommenden Personen mit Lastern zu kämpfen haben, die sie nie wirklich abschütteln können. Nichtsdestotrotz flammt immer wieder das Gefühl der Hoffnung auf, nach denen alle streben, um das Leben lebenswert zu machen. Besonders zum Schluss entstand aber auch ein nachdenkliches Gefühl, wenn einem bewusst wird, dass man tatsächlich nicht den Namen der Peron parat hat, die die Figur inspiriert hat, sondern eben nur Alice oder Peter, als literarische Figur selbst. Ich mochte an dem Buch grundsätzlich alles. Mich hat die Idee mitgerissen, die Kreativität, die in dem Stück selbst vorhanden ist, das bezieht sich auch auf die Gestaltung des Szenenwechsels und Ähnlichem. Mir gefiel, die Gegensätzlichkeit, die aufkommt, wenn Alice und Peter in beiden „Welten“ andere Meinungen vertreten. Auch trotz der geringen Seitenanzahl, bekommt man viel Inhalt und vor allem viele Botschaften vermittelt. Einige sind direkte Aussagen, andere sind verborgen, so wie die Wahrheit, die hinter den Geschichten von Alice im Wunderland und Peter Pan liegt.

"Alice: In a hundred years no one will ever remember Alice Liddell. And no one will ever forget Alice in Wonderland…Now you tell me who´s more real.” S. 66



Tolle Umsetzung einer interessanten Idee. Ich hätte mir das Stück gerne sofort auf der Bühne angesehen. (Übrigens unteranderem in der Besetzung: Ben Wishaw und Dame Judi Dench!) Viele interessante Szenenwechsel, die metaphorisch gesehen werden können und Einbindungen alle beteiligten Menschen an den Geschichten, wie zum Beispiel auch James Barrie und Lewis Carroll. Geht nicht nur auf die literarischen Werke an sich ein, sondern auch auf die privaten Details, die man vielleicht gar nicht kannte. Obwohl es kein typisches „Buch“ ist, gehört es schon jetzt zu meinen Lieblingen.




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Lesemonat Januar

Februar 01, 2016

Den Lesemonat Januar kann ich aus unerklärlichen Gründen gar nicht so richtig einschätzen. Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass ich die Bücher relativ schnell gelesen habe und war am Ende überrsacht, als es gar nicht so viele geworden sind, da einige auch ziemlich dünn waren. Dennoch muss ich sagen, dass viele gute Bücher dabei waren, die mich gut unterhalten haben. Aber zunächst einmal die monatliche Statistik: Insgesamt habe ich zehn Bücher geschafft, davon vier englische und fünf deutsche. Gehört habe ich tatsächlich auch etwas, oder zumindest den Anfang davon. Leider bin ich bisher nämlich noch nicht wirklich dazu "bereit" mich auf Hörbücher einzulassen.
Für vorhandene Rezensionen, den Titel anklicken...


"Der Hut des Präsidenten" von Antoine Laurain Eines meiner Highlights im Januar. Laurain weiß einfach, wie man ein Buch rund um einen Gegenstand schreibt und alles genau richtig in Szene setzt. Immer etwas verträumt, aber immer unfassbar charmant.

"Zwischen zwei Fenstern" von Dianne Touchell
 
"Wenn die Wale an Land gehen" von Kathrin Aehnlich
 
"Aus Liebe zum Buch" von Ann Patchett Klein und fein war dieses Büchlein. Ein kurzer Anstoß der Autorin, um ihre Liebe zur Literatur zu verbreiten. Ich fands süß und auch ganz schön, vor allem wird einem dadurch noch einmal bewusst, wie man selbst zu Buchläden und Ähnlichem steht.

"Trigger Warning" von Neil Gaiman (Englisch) Was soll ich dazu sagen... Mit Neil Gaiman kann man meiner Meinung nach nie etwas falsch machen. Auch hier haben mich die Erzählungen wunderbar verzaubert und unterhalten. Manchmal etwas gruseliger, aber immer spannend und interessant.


"Complete prose of Woody Allen" von Woody Allen (Englisch) Ich habe mein Interesse für Woody Allen vergleichsweise irgendwie recht spät entdeckt, dafür kann ich zur Zeit nicht aufhören, mich für seine Erzählungen zu interessieren. Dieses Buch, welches sämtliche Prosawerke von ihm vereint hat mich daher wunderbar unterhalten und zeigt sehr stark auf, wie talentiert Woody Allen hinsichtlich kreativer Ideen und Gedankengänge ist. Einfach nur eine tolle Unterhaltung! 

Leb wohl, Berlin von Christopher Isherwood (Hörbuch)
Palmherzen von Laura Lee Smith
Winter Journal von Paul Auster (Englisch)
Peter and Alice von John Logan  (Englisch)     

Wie verlief euer Lesemonat? Gab es Bücher, die ihr direkt wieder lesen wollt?


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