Trigger Warning von Neil Gaiman

Januar 14, 2016




























Titel: "Trigger Warning" | Original: - | Autor/in: Neil Gaiman | William Morrow / Harper [klick] | Seitenanzahl: 310 | Hardcover | Einzelband | Englisch  ★★★ 4 von 5 Sternen


INHALT | DARUM GEHTS

"Trigger Warning" versammelt verschiedene Kurzgeschichten des Autors Neil Gaiman (Stardust, Sandman) in einem Band.

MEINE MEINUNG | FAZIT

"We build the stories in our heads. We take words, and give them power, and we look out through other eyes, and we see, and experience, what others see." - Vorwort

Neil Gaiman ist einer meiner liebsten Schriftsteller. Nicht zuletzt, weil er durch seine einzigartigen und einfallsreichen Geschichten aus der Masse heraussticht. Da ist es auch kaum verwunderlich, dass nun auch "Trigger Warning" von mir gelesen werden musste. anders als seine bisherigen Bücher, die ich von ihm gelesen habe, besteht "Trigger Warning" aus mehreren Kurzgeschichten, vierundzwanzig um genau zu sein. Doch bevor man zu den Geschichten des Buches gelangt, trifft man auf das sehr gelungene Vorwort des Autors. Schon als ich die erste Seite gelesen habe, fühlte ich mich komischerweise ein Stück weit zu Hause. Denn immer, wenn ich seine Geschichten oder auch seine Ansichten zur Literatur lese, fühle ich mich selbst sofort verstanden. Daher hing ich schon am Vorwort gebannt an den Sätzen. Was ganz interessant ist, das Vorwort besteht nicht nur aus einer "Warnung", sondern auch aus einer Übersicht, die alle Titel des Buches aufzeigt und zu denen Neil Gaiman einige Worte sagt. Ich persönlich habe mich dazu entschieden, die jeweiligen Abschnitte zu den Geschichten, immer erst nach der beendeten Geschichte selbst, zu lesen. Dadurch hat man die Zusatzinfos besser einordnen können.

"We are all wearing masks. That is what makes us interesting. These are stories about those masks, and the people we are underneath them." - Vorwort

Die Geschichten selbst sind sehr unterschiedlich. Und wie das bei so einer Kurzgeschichtensammlung ist, haben mir einige sehr gut gefallen, andere etwas weniger. Keiner der Geschichten war aber schlecht, sie haben nur nicht meinen Geschmack getroffen oder ich hatte das Gefühl, dass diese bestimmte "Neil Gaiman Art" nicht da war. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr genossen. Wie üblich sind Gaimans Geschichten alles andere als "normal". Sie beschäftigen sich sehr mit den Ängsten der Menschen und mit den Geheimnissen, die hinter den Menschen stecken. Wer sich gerne an Geschichten wagt, die manchmal skurril werden und nicht immer der Norm folgen, denen werden Neil Gaimans Geschichten sicherlich gefallen. Ich muss zugeben, ich war sehr überrascht, als ich das Inhaltsverzeichnis durchgesehen habe und wirklich viele bekannte Geschichten entdeckt,  aber glücklicherweise noch nicht gelesen habe. Unteranderem findet man in diesem Band "The Sleeper and the Spindle", ein Werk, welches es auch in einer wunderschönen illustrierten Ausgabe gibt. Es gibt aber auch, meiner Meinung nach ganz untypische Werke, wie zum Beispiel "The Case of Death and Honey" und "Nothing O´Clock". Ersteres ist eine "neue Version", die an Sherlock Holmes erinnert und auch anknüpft, Letzteres eine Geschichte, die eine Episode aus "Doctor Who" aufzeigt. Es gibt also auch von Neil Gaiman persönlich einiges an Fan-Fiction Werken zu entdecken. Mir hat die "Doctor Who Episode" deutlich besser gefallen, als die von Sherlock Holmes, was aber natürlich wieder nur eine subjektive Meinung ist.

"´So what do these Click-Clacks look like?´ Even as I asked him, I wished I could take the question back, and leave it unasked. [...] ´They look like what you aren´t expecting. What you aren´t paying attention to.´" S. 153

Viele Geschichten haben mich vom Anfang bis zum Ende in ihren Bann gezogen. Daher hier eine kleine Auflistung, die meiner Meinung nach unbedingt lesenswert sind: "A Lunar Labyrinth", "The Thing About Cassandra", "Orange" (unfassbar unterhaltsam), "A Calendar of Tales", "The Man Who Forgot Ray Bradbury", "Click-Clack the Rattlebag" und eigentlich noch einmal genauso viele weitere. Vor allem "A Calendar of Tales" ist noch ganz interessant, da es, wie der Name schon andeutet, wie ein Kalender aufgebaut ist. Quasi eine Kurzgeschichtensammlung in einer Kurzgeschichtensammlung. Jeder Monat trägt eine Geschichte. Darunter finden sich wirklich viele schöne Anekdoten an das Leben und ihre Kuriositäten. Generell ist "Trigger Warning" sehr abwechslungsreich. Für den Fall, dass man als Leser nicht so schnell die Lesestimmung ändern kann oder will, empfehle ich, die Geschichten mit einigen Pausen dazwischen zu lesen.
_____________________________________________________________________________________

Sehr unterhaltsame und abwechslungsreiche Sammlung von vierundzwanzig Geschichten, die einen zum Lachen bringen, einen vielleicht etwas ängstigen und einen einfach nur gut unterhalten. Manche Geschichten stechen mehr heraus, als andere, aber im Großen und Ganzen ist jeder Text eine eigene, kleine Welt. Vorallem das Vorwort sticht auch durch tolle Passagen heraus. Mir gefiel auch, dass der Autor zu jedem Text eine Anmerkung dalässt, in Bezug der Entstehung und des Anlasses für den Text und die Idee dahinter. Definitiv zu empfehlen, wenn man schon Werke von Neil Gaiman gelesen hat und sich seiner manchmal skurrilen Welt anschließen möchte. Eine kleine Hommage an die Vielseitigkeit der Literatur!






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen