Goodbye Christopher Robin von Ann Thwaite

Mai 01, 2018



(Original: "Goodbye Christopher Robin"/ 2017) Pan Books, Übersetzer/in: - , Englische Ausgabe, ★★★★☆ 4 Sterne
"Goodbye Christopher Robin: A. A. Milne and the Making of Winnie-the-Pooh" setzt sich aus Ann Thwaits schon 1990 veröffentlichten Biographie zu A.A. Milne zusammen. Dies ist die Ausgabe zur wahren Geschichte hinter dem gleichnamigen Film, ergänzt durch ein Vorwort von Frank Gottrell Boyce.

MEINE MEINUNG / FAZIT
  
"It is not unreasonable to imagine that the child´s teddy bear (a present from Harrods on his first birthday the month before) made the journey to Burgess Hill too, in September 1921. He was not yet called Winnie-the-Pooh, but he was already a paleable presence in the household as Christopher Robin tried out his first words." S.28

Eigentlich alle kennen ihn, wenn auch vielleicht nur durch die Disney-Verfilmungen - Winnie Pooh. Aber vermutlich wissen die wenigstens genaueres über die Entstehungsgeschichte des beliebten, wenn auch tollpatschigen Bären. 
Dieses Buch gibt hinsichtlich der Biographie des Autors A. A. Milne, der Beziehung zu seinem Sohn Christopher Robin und den Ideen zu den Geschichten einige Aufschlüsse. Nach dem Lesen des Buches merkte ich jedoch schnell, dass mir vieles zu schnell ging, das Buch geht nicht sehr detailliert in die verschiedenen Lebensphasen hinein. Nach einem Blick auf die erste Seite hat sich der Eindruck bestätigt, denn das Buch ist eine gekürzte Fassung der umfangreicheren Biographie "A. A. Milne: His Life", verfasst von Ann Thwaite. 
So soll das Buch nur als Einleitung oder als Zusatz zu dem erschienenen Film "Goodbye Christopher Robin" dienen. Man muss aber sagen, dass man einen generell schönen Überblick über das Leben des Autors bekommt und auch in Ansätzen erahnen kann, wie sich die Beziehung zwischen Milne und seinem Sohn auf die Entstehung von Winnie-the-Pooh ausgewirkt hat. Ebenso bekommt man schöne 'Insiderinformationen' darüber, was mit den 'realen' Vorbildern von Winnie, Piglet, Eeyore und anderen geschehen ist, damit meine ich natürlich die wirklich damals existenten Plüschtiere, welche die Geschichten mitgestaltet haben.

"[...] and what is celebrated is community, the spirit of co-operation and kindness, most clearly seen in Winnie-the-Pooh when Christopher Robin and Pooh rescue Piglet when he is entirely surrounded by water." S.161

Ich persönlich habe das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn man viel mehr über Milne und seine politischen Ansichten aufschnappt oder von seiner früheren Schreibkarriere, die viele Theaterstücke beinhaltet. Es ist keine sehr schwere Kost, denn wie gesagt bleibt alles eher noch an der Oberfläche, was die emotionalen Bindungen zu den Personen selbst betrifft.
Es ist aber dennoch schön zu sehen, wer alles von Winnie-the-Pooh begeistert war und sich auch dafür eingesetzt hat, genauso, wie die vielen Verweise darauf, dass besonders die Erwachsenen viel Freude daran hatten. 
In etwa der Mitte des Buches lassen sich zudem auch noch einige Bilder und Skizzen des Illustrators finden, die zusätzlich die real existierenden Fakten als Umsetzung in den Büchern aufzeigen - sprich das Grundstück und die 'Farm', die in den Geschichten auftauchen oder auch Bilder von Christopher Robin mit seinem kleinen Teddybären. Spannend war es für mich auch zu lesen, wie sich Milne und der Illustrator Shephard 'gefunden' und ihre Arbeit fortgeführt haben.
Zum Schluss wird dann auch noch einmal verstärkt auf die persönliche Meinung von Christopher Robin eingegangen, wie er sein Leben als 'beliebteste Figur in einem Kinderbuch' empfunden hat. Auch hier ist alles nicht sehr detailliert, aber man bekommt wie gesagt einen schönen Überblick und kann sich so gegebenenfalls an weitere und ausführlichere Biographien oder Entstehungsgeschichten wagen.

“And, like the first book, it was apparently not only the child´s book but the adult´s book as well. It seemed Milne´s books always had the double ability to open up the future for the child looking forward [...], and the lost past for the adult looking back. ” S.191


Unterhaltsam, recht informativ für die Länge und mit einigen Fotos und Illustrationen versehen. Als Einstieg in die Entstehungsgeschichte von Winnie-the-Pooh und als Überblick über Milnes Leben ist das Buch genau richtig, wenn man allerdings detailliertere Lebensläufe bevorzugt, sollte sich noch weitere Biographien hinzuziehen. Grundsätzlich aber ein wirklich schönes Buch, das zeigt, was so ein kleiner Bär alles ins Rollen bringen kann und wie viele Menschen solche Geschichten als Motivation brauchen.





1 Kommentar:

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