The Girl Who Saved Christmas (Christmas #2) von Matt Haig

Dezember 25, 2017





(Original: "-"/ 2016) Canongate Books, 332 Seiten, Übersetzer/in: -, gebunden, Englische Ausgabe, ★★() 3 bis 4 Sterne
Eine Reise an den Rand der Magie - Als Amelia sich wünscht, dass ein Traum von ihr in Erfüllung gehen soll, weiß sie an wen sie sich wenden muss, Den Vater der Weihnacht. Aber die Magie in die sie so glaubt, beginnt zu schwinden und der Vater der Weihnacht muss mit noch weiteren Schwierigkeiten zurechtkommen. Unglückliche Elfen, Vom Himmel fallende Rentiere, verärgere Trolle und die Möglichkeit, dass Weihnachten dieses Jahr gestrichen werden muss...

MEINE MEINUNG / FAZIT

"'We all love Christmas, Little Mim. Just try and get back to sleep', said Noosh, from under the pillow. The pillow was embroidered with the words 'It´s Always Christmas In Your Dreams'." S.36

Das Weihnachtsabenteuer von Matt Haig geht in die zweite Runde. Diesmal steht allerdings nicht nur der Weihnachtsmann im Fokus, sondern auch das junge Mädchen 'Amelia', welches versucht sich im Leben auf eigene Faust durchzuschlagen. 
Zu Beginn betritt man aber erneut das atmosphärische Reich der Elfen, fliegenden Rentieren und anderer fantasievoller Lebewesen. Die Weihnachtsstimmung geht also auch hier wirklich nicht verloren. Geschenke wollen verteilt werden und es gibt wieder einiges an Lebkuchen. 
Womit ich allerdings nicht gerecht hatte ist, dass bereits im ersten Kapitel angedeutet wird, dass sich Amelia und der Weihnachtsmann bereits kennen und sie quasi schon dafür bekannt ist das Mädchen zu sein, das Weihnachten rettete. An sich stellte dies kein zu großes 'Problem' dar, allerdings ging meiner Meinung nach ein gewisser Reiz verloren, weil die erste Begegnung ziemlich hektisch 'nacherzählt' wird.
Nach und nach entwickeln sich aber zwei Handlungsstränge, die jeweils einmal in diesem winter- und weihnachtlichen Land spielen und in der uns bekannten Welt, in der auch Amelia ihre Abenteuer erlebt. 
Ich persönlich konnte mich bis zum Schluss nicht ganz entscheiden, ob mir diese Fülle an Ereignissen und Ideen gut gefallen haben oder ob es mir am Ende zu zusammengewürfelt und willkürlich erschien.
Einige Kapitel greifen nämlich nicht nur das Schicksal des Mädchens auf und den Versuch des Weihnachtsmanns die Geschenke pünktlich auszuteilen, sondern es treten auch einige bekannte Persönlichkeiten auf, die zusätzliche Erlebnisse schildern und die zwar einerseits unterhaltsam sind, im Großen und Ganzen aber eben etwas wie 'Lückenbüßer' wirken.

"Because really the world was run by men. Cruel, unthinking men who didn´t and would never care about the wishes and hopes of a ten-year-old girl like her.S.135

Ich kann aber absolut nicht leugnen, dass mir die gesamte Stimmung des Buches wieder gut gefallen hat. Wenn man auf der Suche nach einer Lektüre ist, die man an den Weihnachtstagen lesen möchte, dann liegt man hier sicherlich nicht falsch.
Zudem ist es ganz schön, dass auch die Erinnerungen des Vaters der Weihnacht aus dem ersten Buch erneut aufgegriffen werden und man sich so ein wenig in den ersten Teil zurückdenkt. 
Was die Protagonistin Amelia angeht, so denke ich, hat Matt Haig wieder einen schönen Charakter erschaffen, denn wie bei Niklas ist sie hin und hergerissen zwischen dem Glauben an die Magie und an Wunder und der Erkenntnis der bitteren Realität. Dennoch verbindet Matt Haig diese Sichtweisen recht passend und schließt die Hoffnung auf das Gute nie aus. Und gerade weil das Buch nicht nur für Jugendliche geeignet ist, sondern auch für ältere Leser, kann so eine Portion Optimismus nicht schaden.
Über das Ende lässt sich meiner Meinung etwas streiten. Ich persönlich mochte es zwar, empfand es aber auch gleichzeitig als etwas zu schnell zu Ende gebracht, da sich einige Dinge wie die typischen Klischees von Weihnachtsfilmen oder Geschichten angefühlt haben.

" 'Life will get better for you one day', she told her daughter, as she had told her many times recently. 'Life is like a chimney - you sometimes have to get through the dark before you see the light.' S.53


Auch der zweite Teil der Weihnachtsgeschichten von Matt Haig lädt zum atmosphärischen verweilen ein. Man begegnet wieder alten Bekannten und neuen, wenn auch durch ihre Berühmtheit ebenfalls vertrauten Gesichtern. Auch hier übernimmt der Weihnachtsmann eine wichtige Rolle, dennoch steht auch das junge Mädchen 'Amelia' im Fokus. Beide Handlungsstränge verlaufen recht unterhaltsam, auch wenn mir am Ende etwas der gewisse Funke gefehlt hat, wie im ersten Teil. Für alle, die sich aber nur gut unterhalten fühlen wollen und in eine winterliche, wie auch weihnachtliche Landschaft eintauchen wollen, sind hier genau richtig.



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