Neuerscheinungen im Mai

April 30, 2015















































Auch im Mai gibt es wieder einige Bücher, die mir aufgefallen sind. Darunter sind sechs deutsche und zwei englische Bücher. Grundsätzlich sind es aber denke ich eher romantische Sachen. Es gibt auch Bücher, die neu erscheinen, die ihr hier nicht seht, weil ich mir nicht so sicher bin, ob ich sie mir wirklich kaufen möchte. Dazu gehören zum einen, die neuen Königskinder aus dem Hause Carlsen und zum anderen ist es die deutsche Ausgabe "die rote Königin", im englischen "red queen". Da ich nämlich die englische Ausgabe schöner finde, denke ich werde ich eher die lesen. :) Nun zu den gezeigten Büchern: von oben rechts nach unten links.

1. Die sieben Leben des Arthur Bowman von Antonin Varenne, Bertelsmann, Gebunden, 18.Mai
2. Die Wiederspenstigkeit des Glücks von Gabrielle Zevin, Diana Verlag, Taschenbuch, 11.Mai
3. P.s. I still love you von Jenny Han, Simon & Schuster, Gebunden, Englisch,  25.Mai
4. Saint Anything von Sarah Dessen, Viking,Englisch, Gebunden,  05. Mai
5. Die Kleiderdiebin von Natalie Meg Evans, Heyne, Taschenbuch, 11.Mai
6. Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke von Karen Joy Fowler, Manhattan Verlag, Gebunden, 11.Mai
7.Mittelgroßes Superglück von Marian Keyes, Heyne, Taschenbuch, 11.Mai
8. Das Ende des Alphabets von Charles Scott Richardson, Atlantik, Taschenbuch, 15.Mai

Durch das Anklicken des Titels gelangt ihr zur offiziellen Seite des Verlags und erhaltet sämtliche Infos zum jeweiligen Buch.

"Die Wiederspenstigkeit des Glücks" ist die deutsche Ausgabe des Buches "The storied life of A.J. Fikry" welches ich bereits rezensiert habe, falls sich jemand näher dafür interessiert.
"P.S. I still love you" ist der Folgeband von "To all the boys I´ve loved before". Hierzu gibt es ebenfalls schon eine Rezension von mir. Klickt einfach auf den jeweiligen Titel für die Rezension. Ich freu mich schon wahnsinnig auf das Buch, auch wenn es erst Ende des Monats rauskommt. Die restlichen Bücher sind für mich reine "Hört sich gut an, kommt auf meine Liste" Vorstellungen.

Gleichzeitig wünsche ich euch hiermit natürlich einen tollen Start in den Mai - Einen tollen, tanzenden Start in den Mai!




Widerrechtliche Inbesitznahme von Lena Andersson

April 29, 2015




(Original: "Egenmäktigt förfarande - en roman om kärlek") von  Lena Andersson, Luchterhand Verlag: Bibliografie auf der Verlagsseite >>, 224 Seiten Hardcover,  Einzelband,  ★★★★ 5 Sterne
"Wie bereit sind wir, uns selbst zu betrügen, in unserer Sehnsucht, geliebt zu werden? Wer verlässt, spürt keinen Schmerz. Wer verlässt, braucht nicht zu reden. Wer verlässt, ist fertig. Das ist der große Schmerz. Wer verlassen wird, muss dagegen bis in alle Ewigkeit reden. Und dieses ganze Gerede ist nur der Versuch, dem anderen zu sagen, dass er sich geirrt hat. Wenn er nur einsähe, wie die Dinge wirklich liegen, würde er sich nicht so verhalten, dann würde er den anderen lieben. Bei dem Gerede geht es nicht darum, sich Klarheit zu verschaffen, was der Redende behauptet, sondern darum, zu überzeugen und zu überreden.« Ester Nilsson ist 31 Jahre alt. Sie ist Dichterin und Essayistin, eine vernünftige Person mit einer vernünftigen Beziehung. Eines Tages erhält sie den Auftrag, einen Vortrag über den Künstler Hugo Rask zu halten. Im Publikum sitzt der Meister höchstpersönlich, und danach treffen sie sich zum ersten Mal. Dieser Augenblick verändert alles. Eine auf den ersten Blick völlig harmlose, unverbindliche Kommunikation nimmt ihren Anfang, in deren Verlauf es zu einer Kette von Ereignissen kommt, die katastrophal für die liebesblinde Ester enden."


MEINE MEINUNG | FAZIT

Dieses kleine Buch hat es wirklich in sich. Hauptthema ist, wie schon angedeutet, die Liebe und alles was dazugehört. Doch der Leser wird wirklich schonungslos darauf hingewiesen, wie fatal manchmal die Sturrheit sein kann, zu viel Kraft in etwas zu investieren, was einem eigentlich schadet.
Es ist unfassbar, wie man beim lesen, der Protagonistin hinterschreien möchte: "Mach die Augen auf! Lass endlich los!" Und doch erschreckt es einen, wenn man begreift, wie oft man vielleicht selbst solche Verhaltensmuster aufzeigt. Die Protagonistin ist wirklich ein Paradebeispiel für Jemanden, der immer noch an eine Fortsetzung und an das Gute glaubt.

Geführt wird man durch das Buch in einer, schon beinahe, "heiteren", "beiläufigen" aber auch poetischen Art und Weise. Für mich war es ein sehr neuer Schreibstil, der aber alles auf den Punkt gebracht hat. Man hat sich unterhalten gefühlt und gleichzeitig spürte man die Gewichtung der Worte. Die Handlung und die Geschichte an sich verlieren aber, im übertragenen Sinne, keine Zeit. Alles geschieht in einem, für mich, schnellen Tempo. Und doch zieht sich das Gefühlswirrwar länger hin. Ein Paradoxon, was mir wirklich sehr gefallen hat.

Was die Protagonisten, Ester und Hugo Rask betrifft, hat die Autorin eine wirklich gute Arbeit geleistet. Sie stellten zwar eine klischeehafte Beziehung dar, aber man war nicht gelangweilt. Hugo Rask war für mich als Gegenpart ganz interessant, da er, durch sein Verhalten und seine Ausreden, schon beinahe eine gewisse Komik ins Spiel brachte. Ansonsten hegt man, denke ich eher keine Sympathie für ihn. Ganz im Gegenteil zu Ester. Man sieht sie beinahe als kleine Schwester, die man an die Hand nehmen möchte. Besonders gelungen fand ich das Einsetzen des "Freundinnenchors". Es diente für mich als eine Art "Weisheit" oder die "Innere Stimme", die einen eigentlich zur Vernunft bringen soll.  Obwohl das Buch also eigentlich nicht wirklich lang ist und nur eine kürzere Zeitspanne beschreibt, ist alles vorhanden, was mir an einem Buch gefällt. Vorallem eben, weil es wirklich einmal etwas anderes ist. Der Schreibstil hat oft zu der Einstellung der Protagonistin gepasst, heißt: etwas kindlich, naiv und vielleicht auch etwas verrückt vor Liebe. Zusätzlich immer nach der Frage, wieviel ihr eigentlich zusteht.

Eine Stelle, die für mich Ester und auch das Buch etwas charakterisiert ist folgende: "Ester las. Sie würde ihn an diesem Tag keinesfalls anrufen. Sie rief ihn an. Er antwortete nicht. Es wurde acht. [...] Sie begriff es nicht. Aber man darf nicht drängen. Man darf niemals drängen." S.100


Kurzer aber intensiver und psychologisch angehauchter Roman über die Liebe, Zurückweisung, Geduld und Akzeptanz. Unglaublich Lebensnah und authentisch. Lässt sich gut lesen und sticht durch seine Einzigartigkeit heraus.




























Vielen lieben Dank an den Luchterhand Verlag für die Bereitstellung eines Rezenionsexemplars

Die Erben des Zeus von Scott Turow

April 28, 2015


(Original: "Identical") von Scott Turow Blessing Verlag: Bibliogafie auf der Verlagsseite >>,  432 Seiten,  Hardcover , Einzelband , ★★★★☆ 4 Sterne
Ein tödliches Verwirrspiel, in dem sich politische Macht und persönliche Schuld danach bemessen, wer den besseren Anwalt hat.
Paul und Cass Gianis sind Zwillinge. Paul ist erfolgreicher Anwalt, der seine Wahlkampagne für das Amt des Bürgermeisters vorbereitet. Cass sitzt seit fünfundzwanzig Jahren im Gefängnis, weil er im Jahr 1982 seine Verlobte, Dita Kronon, umgebracht haben soll. Seine Entlassung steht kurz bevor. Nun will Hal Kronon, Bruder des Opfers und aufbrausender Immobilientycoon, einen lang gehegten Verdacht prüfen – nämlich dass Paul nicht minder an der Ermordung seiner Schwester beteiligt war als der Zwilling Cass. Hals Rachefeldzug ist nur der Auftakt zu einem vielschichtigen Verwirrspiel, dessen Dramatik einer griechischen Tragödie gleicht. Denn auf die Protagonisten Paul Gianis und Hal Kronon und ihren Kampf um Wahrheit und Macht fällt der lange Schatten einer Geschichte zweier Einwandererfamilien, in der Hals Vater, Zeus Kronon, die unheilvolle Hauptrolle spielt.


MEINE MEINUNG | FAZIT

Ich muss zugeben, bis ich den Einstieg in das Buch gefunden habe, hat es etwas gedauert. Ich weiß nicht genau, ob es daran lag, dass so viele Protagonisten auftauchen oder einfach an dem Schreibstil und dem gelegentlich, auftretenden Fachjargon. Aber je mehr man sich mit den Personen befasst und langsam die Zusammenhänge findet, entsteht eine Spannung, bei der ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Die Handlung wird in zwei "Zeiten" aufgeteilt. Es gibt Kapitel, welche in dem Jahr 1982 spielen und dann in 2008. Dies ist zum einen der Tag, welcher rekonstruiert wird, an dem Dita ermordet wird und zum anderen sind es die Tage, nach Cass´ Entlassung aus dem Gefängnis.

Mir hat an dem Buch vorallem gefallen, dass man die Atmosphäre der Familie richtig spüren konnte. Dies meine ich, vorallem in Hinblick auf den Fokus der griechischen Traditionen und der Wertvorstellungen, die diese Familien prägen. Hinzu kam für mich auch der positive Aspekt, dass der Autor versuchte auf eine altbekannte, griechisch-mythologische Geschichte zurückzugreifen, was ihm meiner Meinung nach gut gelungen ist. Obwohl man am Ende vielleicht selbst schon auf die richtige Spur gekommen ist, hinsichtlich des Verbrechens, fand ich es erstaunlich, wie komplex, aber auch wie unglaublich geschickt, der Autor die Handlung konzipiert hat. Natürlich ist die Geschichte an eine ähnliche angelehnt, aber dennoch wurde sie auf ganz neue Weise interpretiert. Ich denke auch, dass die Länge des Buches genau richtig war. So wurden keine unnötigen Szenen "ausgeschlachtet". Es entstand für mich an keinem Punkt wirklich das Gefühl, dass die Geschichte nicht vorangeht. Im Gegenteil; Viele Kapitel schlossen mit einer Szene an, die dazu antrieben weiterzulesen. Gleichzeitig ist man aber auch in jedem Kapitel, der Wahrheit ein wenig näher gekommen. Geschadet, hat es dem Buch jedenfalls nicht, dass der Autor auch selbst Anwalt ist. Dadurch wirkte die Handlung sehr authentisch. Ich hatte an manchen Stellen sogar das Gefühl, als würde ich mir eine spannende Folge einer Krimiserie ansehen, denn man erfährt das Meiste, aus der Sicht von Mr. Tim Brodie, einem Privatdetektiv und seiner Partnerin Evon. Es gibt jedoch auch die Vergangenheitskapitel, die den selben Tag, aus verschiedener Sicht wiedergeben. Diese Verwendung fand ich unglaublich gelungen, da man den Fokus immer auf jemand anderen gesetzt hat. So entstand ein Spiel, wobei sich der Leser immer denkt: "Jetz weiß ich, was wirklich passiert ist." Kurz darauf, wird aber wieder alles rätselhafter und man muss, alle bisherigen Details, erneut verbinden.

Die Darstellung der Zwillinge Paul und Cass fand ich ebenfalls gut beschrieben und auch gut ausgearbeitet. Es war nicht nur interessant zu sehen, wie sich die beiden mit der Verurteilung "arrangiert" haben, sondern auch zu sehen, was eine solche Verbindung zwischen Zwillingen ausmacht und wie es ist, solch ein Leben, als Zwilling zu führen.
Gefallen hat mir auch das Nachwort des Autors, in welchem er noch einmal die Bezüge zur griechischen Mythologie zieht und erwähnt, woher er die Inspiration für diese Geschichte nahm.

Mytseriöses Familiendrama mit viel Tiefe und einem überraschenden Ende. Beschäftigt sich mit der Frage, was Recht und Unrecht ist und wie man damit lernt zu leben. Spannend, komplex und wirklich lesenswert.






Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen von Susan Juby

April 27, 2015




(Original: "The Truth Commission") von  Susan Juby,  cbj [-klick- inklusive Leseprobe], 352 Seiten, Hardcover [Abbildung nicht die Endfassung],  Einzelband,  ★★★★★ 5 von 5 Sterne
"Ein Häppchen Wahrheit gefällig? Oder darf's doch ein bisschen mehr sein? Das Leben ist nichts für Feiglinge...
… denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen.
Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat."

MEINE MEINUNG | FAZIT

"Es ist unsere Bestimmung, in dieser Welt voller Lügen für ein bisschen mehr so bitter nötige Wahrheit zu sorgen." S. 23

Die Geschichte wird nicht in der "Normalform" eines Jugendbuchs verfasst. Normandy Pale, die Protagonist und gleichzeitig auch die Erzählerin der Geschichte, hat ihre Situation, über die sie schreibt, als Essay verfasst. Ein Essay, welcher als Abschlussarbeit dienen soll. Doch sie geht auf keine normale Schule, sondern auf die Green-Pastures- Akademie für Kunst und angewandtes Design. Genau diese beiden Tatsachen fand ich besonders gelungen an dem Buch. Ich war zunächst ein wenig erstaunt, dass sich auf den Seiten Fußnoten wiederfanden und musste erst einmal stocken. Als ich aber letztendlich das Konzept verstanden habe [Normandy erklärt schlließlich alles Schritt für Schritt] habe ich mich einfach mal der Geschichte hingegeben. Mir gefiel, dass der Leser wirklich das Gefühl hatte, dass es sich um Normandys Arbeit handelte. Die Autorin trat dabei eigentlich gar nicht in Kraft. Selbst die Danksagungen schließen zum Teil auch mit Normandys Danksagungen ab.

"Niemand würde ein Gänseblümchen nach der Wahrheit fragen. Ein Gänseblümchen ist die Wahrheit" S.106

Mir gefiel auch, dass sich die Schüler, um die es sich handelt, auf einer Kunstakademie befanden. Sehr sogar! Es war einfach mal etwas anderes und auch etwas Erfrischendes! Zeitweise hat es mich an die Serie "Victorious" erinnert. Ich weiß nicht, ob euch das im Moment etwas sagt, aber es fällt zunehmend positiv für das Buch aus. Die Fußnoten an sich, fand ich ganz am Anfang, vielleicht in den ersten beiden Kapiteln, etwas störend. Aber im Nachhinein haben sie einfach gepasst und es gab auch den ein oder anderen Schmunzler bei mir, weil die Fußnoten schon einen eigenen Teil der Geschichte übernommen haben, aber auf eine humorvolle Art. Humorvoll war aber auch das ganze Buch. Auch wenn es, wie fast überall, Passagen gab, die ernster waren und in denen man sich gedacht hat, dass es schwer vorzustellen ist, das ein Mensch so handelt [damit meine ich eindeutig Normandys Schwester]. Besonders lustig fand ich, als sich ein Aufstandsmarsch in Bewegung setzt. Ich möchte nicht zuviel vorwegnehmen, aber die Stelle war ganz nach meinem Humor. Und selbst jetzt im Rückblick muss ich wieder ein wenig lachen!
 
"Oh ja, eine Menge Probleme kommen daher, dass wir nicht sein wollen, wer wir sind." S.136

Zwar habe ich an manchen Stellen etwas gezweifelt, ob die Schüler, wirklich so schnell die Wahrheit aussprechen würden, als hätten sie ein Wahrheitserum genommen, aber darum gehts ja auch ein wenig in Büchern; das etwas Unrealistische zu etwas Realistischem werden zu lassen. Die Beziehungen zwischen allen Charakteren fand ich unglaublich gut! Denn das Buch bietet nicht nur die guten, fröhlichen, Beziehungen, sondern auch solche, die es nun mal auch im wahren Leben gibt und solche die nicht immer gut sind, sogar wenn sie sich in den familiären Reihen wiederfinden. Die Spannung zwischen Normandy und ihrer Familie kam meiner Meinung nach sehr gut rüber, aber auch ihre eigenen Gefühle haben den Text geprägt. Normandys Freunde Neil und Dusk fand ich auch "passend". Die Konstellation der Charaktere war nicht langweilig und alle drei haben sich gut ergänz. Ich jedenfalls habe die Geschichte, Seite für Seite genossen und mochte den Charakter von Normandy sehr! Am Ende hat man das Gefühl, man würde selbst alle Leute, genau in diesem Moment, mit Wahrheitsfragen konfrontieren wollen.

"Das Leben ist so voller Omen und Zeichen und Symbole, dass es an ein Wunder grenzt, dass nicht jeder Schriftsteller ist."  S.254 / "Durch das Schreiben erschafft man wohl oder übel seine eigene Wahrheit." S.329
_______________________________________________________________________________

Ein Jugendbuch, das dazu anhält über den Sinn und die Folgen von Wahrheiten nachzudenken und sich zu fragen, in wie weit man die Lügen anderer akzeptieren sollte, auch wenn es einem schadet. Zudem: humorvoll, speziell, unterhaltsam und in meinen Augen sehr kreativ [Den Aspekt der Kunstakademie mag ich wohl einfach immer noch am meisten].




Vielen lieben Dank an den cbj Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars

Neuzugänge April #3

April 25, 2015

Books are a girl´s best friend


























Der letzte Neuzugängepost für diesen Monat, ist mit reichlich spannenden und auch schönen Büchern gefüllt. Es sind einige Rezensionsexemplare eingezogen aber auch ein kleines Gewinnspiel-Buch ist bei mir eingezogen. Gekauft wurde aber, wie immer, auch ein wenig.

Hotel Alpha von Mark Watson - Heyne, Im ersten Augenblick von Grégoire Delacourt-  Atlantik, Der Tag als wir begannen, die Wahrheit zu sagen von Susan Juby - cbj

 "Hotel Alpha" und "Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zusagen" habe ich bereits gelesen und auch rezensiert. Die Rezension für Hotel Alpha ist bereits hochgeladen. Die Rezension zum zweiten Buch wird in den nächsten Tagen folgen. Ich kann aber zu beiden Büchern sagen, dass mir beide wirklich sehr gut gefallen haben! "Im Ersten Augenblick" ist das Buch, welches ich unteranderem, bei dem Gewinnspiel des Verlags "Atlantik" gewonnen habe. Ich freue mich schon sehr darauf, es zu lesen. 

























Miss Vee oder wie man die Welt buchstabiert von Lissa Evans - List, Widerrechtliche Inbesitznahme von Lena Andersson - Luchterhand, Bücher sind treu - Atlantik

Von diesen drei Büchern, habe ich bisher noch keins gelesen, aber ich werde mich bemühen, das bald zu ändern. Das dritte Buch "Bücher sind treu" ist allerdings auch nicht wirklich zum lesen da, sondern zum notieren. Denn es ist ein "Büchertagebuch", in welches man über einen gewissen Zeitraum eintragen kann, wann man welches Buch gelesen und wie es einem gefallen hat. Dieses Büchlein habe ich ebenfalls bei dem Gewinnspiel gewonnen. Und ich muss sagen, die Idee "Skipper" als Begleiter des Verlags Atlantik einzusetzen, finde ich unheimlich süß! 
Von "Miss Vee oder wie man die Welt buchstabiert" und "Widerechtliche Inbesitznahme" verspreche ich mir schon ziemlich viel. Die Klappentexte hören sich für mich schon sehr interessant an! Ich hoffe ich werde durch meine Erwartungen nicht enttäuscht sein.























Die Erben des Zeus von Scott Turow - Blessing, The Great Fire of London von Samuel Pepys - Penguin

"Die Erben des Zeus" lese ich gerade und bin noch etwas unentschlossen, wie ich es finden soll. Welche Bewertung das Buch im Endeffekt bekommen wird, werdet ihr sicherlich in einer folgenden Rezension sehen. Und auch ein weiteres Buch der "Little black classics" aus dem Hause Penguin ist bei mir eingetroffen. Obwohl ich nun vierzehn Stück habe, denke ich, dass man sie wirklich zügig lesen kann, da sie eben nur einige Seiten beinhalten. 

























Frühstück bei Tiffany: Das große Buch zum Film von Sarah Gristwood - Kniesbeck

Zu guter letzte, möchte ich euch noch dieses schöne Buch zeigen, welches ich mir letztens gekauft habe! Da ich ja des Film und auch Audrey Hepburn unglaublich mag, konnte ich nicht wiederstehen, als ich das Buch gesehen habe. Ich hab schon kurz reingeblättert und fand die Zusammensetzung aus Bildern, Text und Originalmanuskript sehr ansprechend! Eventuell wird auch dazu noch ein Rezension folgen.
_________________________________________________________________________________

Kennt ihr bereits eines der Neuzugänge?

Welttag des Buches ´ 15

April 23, 2015

So lasset uns an diesem Tage lesen!


Ihr seid heute sicherlich schon des öfteren auf einen ähnlichen Post gestoßen. Denn wie euch bekannt sein dürfte ist heute der offizielle "Welttag des Buches" oder auch der "World Book-Day"
Ist es nicht herrlich einen Tag zu haben, an dem man ohne schlechtes Gewissen Bücher kaufen und den ganzen Tag auf der Coach sitzen und lesen kann? Genau, ist es! Aus diesem Grund sind auch viele in Spendierlaune und es gibt einige Aktionen bei denen man Bücher gewinnen kann.
Wer Interesse hat, der kann sich einmal auf "Was liest du?" schlau machen. Denn die Community startet heute um 19 Uhr einen Twitter-Aufruf. Um diese Uhrzeit sollt ihr einen Tweet in die Welt schicken, in dem ihr zeigt, was für euch ein "Welttagsbuch" ist. Mit ein wenig Glück, könnt ihr dann auch etwas gewinnen. Hier einmal der Link [-klick-]

Aber auch ohne Gewinnspiele und Bücheraktionen kann der Tag ganz schön sein. Ich habe mir heute ein wenig meine Bücherregale angeschaut und dabei diese Schätze entdeckt, die ihr auf den Bildern oben sehen könnt. Diese Ausgaben habe ich [ich glaube, vor zwei Jahren] von meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt bekommen. Und oh wie ich mich beschämt fühle. Ich habe sie noch nicht gelesen! Ich setze sie aber somit sofort auf meine Want to read Liste für die nächsten Monate!
Die Ausgaben sind aus der Klassiker Edition von Wordsworth Editions und von Barnes & Noble Classics. Meiner Meinung nach kann man nie genug Klassiker haben. Wenn ich sie lese, habe ich immer so ein nostalgisches Gefühl. :D

___________________________________________________________________________

Wie verbringt ihr den heutigen Tag? Nehmt ihr an Aktionen teil oder habt ihr selbst eine Aktion gestartet?



Hotel Alpha von Mark Watson

April 22, 2015


(Original: "Hotel Alpha" / 2014) von  Mark Watson,  Heyne: Bibliographie auf der Verlagsseite >>  ,  Übersetzer /in: Andrea Kunstmann (aus dem Englischen), 352 Seiten, Hardcover,   Einzelband, ★★ 4 Sterne

Einzelband | Erweiterung durch hundert Kurzgeschichten auf Alpha Stories

"Seit den Sechzigerjahren ist das Hotel Alpha eine regelrechte Institution in London, was nicht zuletzt an dem Besitzer des Fünfsternehauses liegt: Howard York ist smart und charismatisch, mit der wunderschönen und klugen Sarah-Jane verheiratet und ein gefeierter Held, seit er 1984 bei einem Brand den kleinen Chas rettete und ihn adoptierte, nachdem dessen Mutter in den Flammen umkam. Obwohl seit diesem Unglück blind, ist der Junge ein aufgewecktes und fröhliches Kerlchen, das allerdings die Öffentlichkeit scheut, die Tage im Hotel verbringt und sich zum Computerexperten entwickelt. Und da ist Graham Adam, der seit der Eröffnung im Hotel Alpha als Concierge tätig ist und zu Chas’ väterlichem Vertrauten wird. Er ist das gute Gewissen des Hotels, doch der schöne Schein ist nicht ganz ohne trügerisches Licht."

MEINE MEINUNG | FAZIT

Ich frage mich wirklich wo ich bei dieser Geschichte nur anfangen soll. Denn sie ist so komplex, vielschichtig und auf wunderbare Weise vieldeutend, dass es schwer fällt, nicht die ganze Zeit über die Geschichte nachzudenken.
Geschrieben ist die Geschichte, abwechselnd, aus der Sicht von Graham und auch Chas. Diese beiden als Erzähler zu wählen, ermöglicht dem Text sich in so einem vorerst starken Kontrast gegenüberzustellen, dass sich zwei Welten erschaffen. Denn, wie der Klappentext schon sagt, ist Chas seit dem Unfall blind. Dieser Kontrast der Wahrnehmung von Personen, Gegenständen und dem täglichen Ablauf im Hotel, ist dem Autor wirklich sehr gut gelungen. Man spürt förmlich, welch Anstregnung es manchmal für Chas ist, sich durch das Leben zu manövrieren. Und dennoch ist auch Graham kein Kandidat für ein sorgenfreies Leben. Obwohl er sehen kann, erfährt der Leser, mit welchen Problemen er zu kämpfen hat und wie sich sein Verhalten auf das Leben im Hotel auswirkt. Denn er, so scheint es, ist das Herz des Hotels. Zu Beginn, dachte ich, das Buch erinnert mich ein wenig an "Der große Gatsby", da das Hotel mit einer prunkvollen Party beginnt. Aber nach und nach merkt man, dass dieses Hotel wirklich ein außergewöhnliches Eigenleben führt. Ein Eigenleben, welches auch bitterböse Geheimnisse beherbergt.

Der Leser wird auf eine Reise durch das Hotel genommen, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt. All die "normalen" Entwicklungen, wie die Einführen der Technik, spielen für die Protagonisten eine sehr wichtige Rolle (und bestimmen gleichzeitig auch etwas die Struktur des Romans). Die gesamte Stimmung und Wichtigkeit, die diese Entwicklungen beitragen, hat man während des Lesens unglaublich gespürt. Der Roman an sich besteht aus vielen Ereignissen, dennoch ist er in der Form, wie er geschrieben wurde, schon fast "melancholisch". So empfand ich es zumindest. (Dazu stehen jedoch im Gegensatz die Kurzgeschichten, später mehr dazu.) Es war daher ein ruhiges Buch, mit aufwirbelndem Inhalt, wenn ich es so sagen kann. Geprägt war der Roman für mich durch sehr viele Komponenten. Unteranderem durch das Thema der Unzufriedenheit im Leben und auch der Flucht aus dem Alltag, in den Alltag, so paradox das auch klingen mag. Aber auch der Aspekt des Scheins und der Wirklichkeit waren wichtige Bestandteile der Geschichte!
Am Anfang dachte ich ganz klar, der Roman wäre für mich gutes Mittelmaß. Nach der Hälfte dachte ich na gut, es ist vielleicht sogar doch etwas besser. Aber als ich dann zum Schluss angelangt bin und das letzte Kapitel gelesen habe, war ich so traurig, dass das Buch zuende war, auch wenn es manchmal das Gefühl von gewissen Längen versprüht.
Und aufeinmal verkündet der Autor in seinem Nachwort, dass es sage und schreibe hundert [!] Kurzgeschichten gibt, die sich noch auf das Hotel beziehen. Die ersten acht waren sogar schon in dem Buch abgedruckt. Da habe ich natürlich sofort weitergelesen. Und bereits die erste Geschichte hat mich schon sprachlos gemacht! Ich habe das Buch erst einmal für eine gefühlte Ewigkeit festgehalten und musste verdauen, wovon das Kapitel handelte. Die weiteren Kurzgeschichten waren anders als die erste und auch anders als der gesamte Roman. Die Kurzgeschichten versprühen eine Leichtigkeit und sind sehr unterhaltsam, mit vielen humorvollen Anspielungen, auf das im Buch beschriebene. Wer vielleicht normalerweise etwas "faul" ist, solche Anhänge zu lesen, dem empfehle ich, über seinen eigenen Schatten zu springen und dies zu tun! Denn ich fand die Kurzgeschichten unglaublich gut. Nebenbei werden Helden in dieser Geschichte neu definiert.

Ruhiger und aufwühlender Roman zugleich, der dafür sorgt, dass man über seine eigenen Gewohnheiten nachdenkt, aber auch darüber, wie unterschiedlich die Sicht auf die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln sein kann. Schöne Ergänzung durch die Kurzgeschichten, welche dafür sorgen, dass man die zuvor gelesene Geschichte erneut mit anderen Augen sieht.



Thementag: Book-fight #2

April 21, 2015

Kategorie: Liebesromane mit Extra

Der Book-fight geht in die zweite Runde. Heute möchte ich zwei Bücher gegeneinander antreten lassen, die zwar eine Liebesgeschichte beinhalten, diese sich aber aufgrund einer Krankheit etwas anders entwickelt, als vielleicht andere Liebesgeschichten.

Die Gegener:
Ein ganes halbes Jahr von Jojo Moyes |                           Einfach unvergesslich von Rowan Coleman |
Rowohlt Verlag [-klick-]                                                         Piper Verlag [-klick-]


Thementag #17: Rereads

April 18, 2015




Auch wenn man heutzutage, aufgrund des Zeitdrucks, immer neue Bücher lesen möchte, gibt es Bücher die bei denen man das Gefühl hat, man würde die irgendwann einmal gerne noch einmal lesen. Um diese Bücher soll es heute gehen.

Bei meinen Rezensionen gehe ich bei fünf vergebenen Sternen immer davon aus, dass ich mit Sicherheit sagen könnte, dass ich das Buch noch einmal lesen würde.
Aber wovon macht man seine Rereads eigentlich abhängig? Als mein Blick durch das Regal schwebte und ich mir überlegt habe, welche Bücher ich noch einmal lesen würde, konnte ich kein wirkliches Schema feststellen. Hier einige Beispiele:

Rainbow Rowell - Landline
Neil Gaiman - The ocean at the end of the lane
Neil Gaiman - Stardust
Jennifer Gooch Hummer . Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam
J.K. Rowling - Harry Potter (Selbstverständlich alle Teile)
Suzanne Collins - Die Tribute von Panem
John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Jojo Moyes - Ein ganzes halbes Jahr
Diverse Märchen und Bildbände
und und und

Na gut, vielleicht neige ich doch eher zu "schönen" Büchern, mit viel Gefühl und der Chance auf romantische Szenen, aber letztendlich liegt es doch einfach an dem Gesamtkonzept des Buches.
Ich würde sagen, ein Buch schafft es, bei mir auf den "Reread - Stapel" zu landen, wenn es eine durchdachte Geschichte beinhaltet, einen schönen und auch angenehmen Lesefluss hat und eventuell auch durch eine ungewöhnliche Geschichte heraussticht. Denn nehmen wir "Der Nachtwandler" als Beispiel. In ihm finde ich nichts romantisches oder berührendes wieder, aber das Buch hat mich einfach durch seine Handlungsstränge und durch seine aufbauende Spannung unfassbar überzeugt, obwohl es eigentlich nicht meinem "Lieblingsgenre" entspricht.

Ein anderer Aspekt der Rereads ist natürlich die Zeit. Ja, die Zeit ist schon ein listiges Kerlchen. Denn so gerne ich manche Bücher wieder durch einen reread auffrischen würde, habe ich immer das Gefühl, dass ich doch lieber erst die neuen Bücher lesen würde, die ich noch auf meinem SuB habe. Ich hoffe, das wird sich in naher Zukunft noch so einpendeln, dass es mir gelingt, wenigstens ein Buch mal wieder zu lesen, was ich schon kenne. [Ich bin ja wieder schrecklich gewillt Harry Potter noch einmal zu lesen, da mein Freund die Bände zurzeit auch rereaded und ich dadurch noch mehr Lust darauf bekomme.] Es ist nämlich einfach zu schade, wenn man so viele gute Bücher zu Hause stehen hat und man sie nur ein einziges mal liest. Denn so, wie man sich immer wieder gerne seinen Lieblingsfilm anschaut, so würde man auch gerne immer wieder seine Lieblingsbücher lesen. Ein Reread kann natürlich aber auch dabei helfen, ein zuvor nicht gemochtet Buch, noch einmal neu zu bewerten.

Wie steht ihr zu rereads? Greift ihr gerne zu bereits gelesenen Büchern oder lest ihr lieber die, welche auf eurem SuB verweilen? Ist dabei die Zeit überhaupt ein wichtiger Faktor? Gibt es ein Buch, welches ihr schon unzählige Male gelesen habt und immer noch nicht genug davon bekommen könnt?