Lesemonat Dezember, Jahresrückblick und Vorsätze

Dezember 31, 2015










"Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat."  - Hal Borland

Unglaublich, aber wahr; das Jahr 2015 neigt sich dem Ende und wir begrüßen ab morgen das Jahr 2016! Das heißt mal wieder, dass man sich dran gewöhnen muss bei Notizen, die fünf in eine sechs auszutauschen. Ehrlich gesagt werde ich das Jahr 2015 ein wenig vermissen. Es sind so viele wunderbare Dinge passiert und es war auch das erste Jahr, in dem der Blog die ganze Zeit "an meiner Seite war". Er hat seinen ersten Geburtstag gefeiert und er hat sich etwas weiterentwickelt. Durch das Bloggen habe ich auch viele Möglichkeiten bekommen, neue Leute kennezulernen. Allerdings hoffe ich, dass ich es auch nicht bereue, mich etwas mehr auf das Jahr 2016 zu freuen. Vorallem, weil schon Anfang Januar ein Bloggertreffen beim Atlantikverlag vorgesehen ist, auf welches ich mich unfassbar freue (und schon zwei Mal davon geträumt habe!). Also sogesehen, bin ich nicht traurig, dass das Jahr zuende geht und ein Neues für neuen Wirbel sorgen wird. Um den Jahreswechsel etwas angemessener zu "feiern", habe ich mir überlegt, in diesem Post eine kleine Sammelliste abzuarbeiten. Ich möchte euch also nicht nur den Lesmonat Dezember vorstellen, sondern euch auch einige Jahreshighightlights ins Gedächtnis rufen und auf die Vorsätze schauen, die man sich so vornimmt. Gleichzeitig wird damit hoffentlich auch ein kleines Fazit folgen. Man ahnt, es könnte diesmal etwas länger dauern, daher fange ich am besten sofort mit dem Büchern an, die ich im Monat Dezember gelesen habe:

My true love gave to me von Stephanie Perkins

Dezember 28, 2015




























Titel: "My true love gave to me" | Original: - | Autor/in: Stephanie Perkins und andere | Macmillan [klick] | Seitenanzahl: 355 | Hardcover | Einzelband | Englisch ★★★  3 von 5 Sternen


INHALT | DARUM GEHTS

"My true love gave to me" versammelt zwölf Kurzgeschichten verschiedener Jugendbuch-Autoren, die in der Weihnachtszeit spielen und die sich mit dem Thema Weihnachten beschäftigen. Unter anderem sind Geschichten dabei, die von Jenny Han, Rainbow Rowell und David Levithan, wie auch der Herausgeberin des Buches Stephanie Perkins verfasst wurden.

MEINE MEINUNG | FAZIT

"And so here I live, at the North Pole, a place no human girl has ever lived before." S. 96

Rund um Weihnachten bekommt man bekanntlich meistens auch Lust, Weihnachtsgeschichten zu lesen. So erging es auch mir. Und zwölf kurze Geschichten in Anlehnung an diese Zeit zu lesen erschien mir auch ganz gut. Nicht zu lang, nicht zu kurz, aber doch etwas, um in eine schöne, besinnliche Stimmung zu fallen. Leider konnte mich "My true love gave to me" nicht wirklich überzeugen. Wie das bei solchen Sammlungen von Geschichten von verschiedenen Autoren und verschiedenen Stilen ist, sagt natürlich nicht jede Geschichte dem Leser gleich gut zu. Aber in diesem Buch haben mir beim ersten Lesen wirklich nur ungefährt zwei bis drei Geschichten ganz gut gefallen und bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie die Winter-/ Weihnachtsstimmung verbreiten. Aber fangen wir zunächst einmal vorne an; Das Cover und die komplette Gestaltung sind natürlich sehr gut gelungen. Man hat auch eigentlich das Gefühl, das Buch müsse perfekt sein, um den Anforderungen zu genügen. Der erste Blick in das Inhaltsverzeichnis sah auch ganz vielversprechend aus. Viele bekannte Jugendbuch-Autoren, von denen man eigentlich auch viel erwarten könnte. Als ich dann aber angefangen habe zu lesen, habe ich schnell festgestellt, dass das Buch nicht wirklich etwas für mich persönlich ist. Ich glaube es war mir oftmals einfach zu jugendlich und zu vorhersehbar beziehungsweise zu stereotypisch.


"Winter had come early this year, and it had been unseasonably cold, but no one in our town had expected snow." S. 242

Natürlich hatte ich immer im Hinterkopf und habe auch beachtet, dass das Buch für jüngere Leser bestimmt ist und dass es auch nicht einfach ist, in einer Kurzgeschichte alle wichtigen Punkte "abzuhaken", um eine schöne Wintergeschichte perfekt zu machen. Allerdings konnte bei vielen der Geschichten überhaupt keine vernünftige Stimmung aufkommen, geschweige denn ein richtiger Spannungsbogen. Man wusste oft schon, wie die Geschichte ausgeht und jede zweite Handlung endete mit einem der üblichen, romnatischen Kussszenen. Das war mir dann irgendwie doch zu viel des Guten. Mich hat erstaunt, dass mir vorallem mal wieder Jenny Hans Geschichte "Polaris is where you´ll find me" mit seinen kurzen sechzehn Seiten noch mit am besten gefallen hat. Es war kurz und knapp hat aber einen weihnachtlichen Charme versprüht und hatte auch eine etwas speziellere Handlung. Es gab noch etwa zwei andere Geschichten, die ich ebenso süß fand. Ansonsten hatte jede Geschichte einige nette Eigenschaften, aber es hat einfach nicht gereicht, um mich als komplettes Werk zu überzeugen. Wie man daher auch vermuten kann, haben mich auch Erzähltechnisch manche Geschichten eher überzeugt, als andere. Bei vielen war mir die Handlung in Kombination mit der Sprache einfach zu plump. Aber auch hier gab es eben die ein oder andere Geschichte, die sehr gut funktioniert hat und die ich auch gerne gelesen habe. Vielleicht bin ich einfach aus dieser Jugendbuch-Schiene "herausgewachsen" oder vielleicht war der nicht sonderlich vorhandene "Winter" daran Schuld, dass mir das Buch nicht gänzlich zugesagt hat. Daher werde ich es vielleicht nächstes Jahr noch einmal lesen und schauen, ob ich meine Wertung verändere.
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Ein Jugendbuch mit zwölf weihnachtlichen / winterlichen Geschichten, welches mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Es gab zwei bis drei schöne, charakteristische Geschichten, die ich empfehlen würde, aber der Großteil war nicht ganz mein Geschmack. Vielleicht müsste man in einem Jahr einen zweiten Anlauf wagen, oder es ist schlicht ein Buch, welches schlicht die jüngeren Leser überzeugen kann. Ich hätte mir manchmal etwas weniger Stereotype gewünscht und dafür mehr Orignalität. Vielleicht hätte man auch zehn statt zwölf Geschichten verwenden sollen, damit die Geschichten etwas ausgereifter wären. Nichtsdestotrotz, die ein oder andere Geschichte hat mir gefallen.






Der kleine Prinz von Antoine De Saint-Exupéry

Dezember 27, 2015




(Original: "Le petit prince")  von Antoine De Saint-Exupéry ,  Arche [klick], 96 Seiten,  Hardcover - Leinen , Einzelband ,  ★★★★★ 5 Sterne

"Vor langer Zeit musste ein Pilot mitten in der Wüste notlanden. Er war allein und hatte nur noch für ein paar Tage Wasser zum Trinken. Am folgenden Morgen wurde er von einer Stimme geweckt: »Bitte zeichne mir ein Schaf!«, sagte sie – und so beginnt die vielleicht berühmteste Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Menschen und dem Bewohner einer anderen Welt. Der kleine Prinz, der auf der Suche nach einem Freund seinen Planeten mit den drei Vulkanen und der eitlen Rose verlässt, hat den französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry zum Kultautor gemacht. 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, schrieb der begeisterte Flieger dieses Bekenntnis für mehr Menschlichkeit. Der Kleine Prinz wurde weltweit einer der größten Bucherfolge der Nachkriegszeit und wird noch immer von Generation zu Generation weitergereicht.
Zum 70. Todestag von Antoine de Saint-Exupéry erscheint Der kleine Prinz in der Neuübersetzung von Hans Magnus Enzensberger, die dem zeitlosen Weltklassiker eine neue Stimme verleiht.“


MEINE MEINUNG | FAZIT

"Aber zum Glück wurde der Planet B612 nicht vergessen." S. 15

Der kleine Prinz ist und bleibt eines der schönsten und unterhaltsamsten Klassikern der Literatur. Die Geschichte rund um den kleinen Prinzen, der sich zunächst in ein Abenteuer stürzt und nach und nach merkt, dass ihm seine Heimat fehlt, wird von vielen geliebt und geschätzt. Egal ob in der Originalsprache Französisch oder in einer der beliebten Übersetzungen. Ich persönlich habe die Geschichte erst sehr spät für mich entdeckt, liebe sie jetzt aber umso mehr. Diese Leinenausgabe aus dem Arche Verlag unterstützt zudem äußerlich, die Schönheit der Geschichte. Das große Format eignet sich sehr gut, um sich etwas mehr Zeit zu nehmen und das Leseerlebnis zu genießen. Die Illustrationen sind die, des Autors. Das war mir persönlich sehr wichtig, da ich es mag, wenn man die komplette "Vorstellung" des Autors sieht. Dadurch wirkt die Geschichte noch persönlicher. Die Übersetzung ist allerdings aus dem Jahr 2015 und extra für diese Ausgabe in Auftrag gegeben worden. Auch das finde ich ganz gelungen. Wie der Übersetzer Hans Magnus Enzenberger selbst sagt: "Übersetzungen altern schneller als Originale. Darum lohnt es die Mühe, jüngeren Ohren die alten Stimmen zu verdolmetschen.".

"Die Erwachsenen sind schon äußerst merkwürdig." S. 49

Die Illustrationen nehmen oftmals recht viel Platz ein, untergraben aber nicht den Text, welcher ebenfalls in einer angenehmen Schriftgröße erscheint. Die äußere Leinenfassung wird von kleinen goldenen Akzenten unterstützt, die zum Beispiel den Titel und den Namen des Autors, wie des Übersetzers bilden. Desweiteren gibt es am Rand kleine goldene Sterne und auf der Rückseite ein schönes Zitat aus dem Buch, welches ebenfalls in goldenen Buchstaben gehalten ist. Das Originalcover ist zwar etwas kleiner, aber dennoch vorhanden. Dieses Exemplar ist wirklich gut als Geschenausgabe geeignet. Vorallem für Leser, die den kleinen Prinzen bereits in ihr Herz geschlossen haben. Was ich auch zusätzlich ganz süß fand ist, dass man viel Wert auf kleine Details gelegt hat. So ist jede Seitenzahl in einem kleinen Stern abgebildet. Zu der Geschichte an sich kann und muss ich denke ich nicht viel sagen, denn der Leser selbst wächst in die Geschichte hinein und findet für sich selbst heraus, welche Aussagen was zu bedeuten haben. Obwohl es wie ein Kinderbuch scheint, können wohl die Erwachsenen am meisten daraus lernen.

"Du weißt doch, dass es eine viel zu weite Reise ist. Dorthin kann ich meinen Leib nicht mitnehmen, er würde mir zu schwer werden." S. 90
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Ein Klassiker in einer wunderschönen Gestaltung. Viele Details und eine schöne Umsetznug der originalen Illustrationen. Ein Buch, welches man wirklich immer und überall lesen kann und nie seine Aktualität und Wahrheit verliert. Besonders geeignet für bereits gewordene "Fans" der Geschichte, die sich eine schöne Ausgabe wünschen. (Aber natürlich auch für all diejenigen, die diese Geschichte erst kennenlernen möchten.) 





Weihnachts-Neuzugänge #2

Dezember 26, 2015





























Der zweite Weihnachtstag bricht heute an und man fühlt sich etwas wie ein aufgehender Ballon. Nichtsdestotrotz wollte ich euch noch meine Weihnachtsneuzugänge zeigen. Im Fokus stehen drei wunderbare Bücher. Es gibt noch die ein oder andere Kleinigkeit, die ich euch aber auch noch zeigen wollte.

Harry Potter: Quidditch im Wandel der Zeit von J. K. Rowling
Diese Ausgabe hat mir in der "Hogwarts Bibliothek" noch gefehlt. Meine Schwester hat natürlich genau zugehört und sich entschlossen, die Reihe zu vervollständigen. Ich habe mich wirklich sehr gefreut! Wie man sich vielleicht denken kann, habe ich das Buch bereits gelesen und finde es wirklich nett! Es ist einfach ein schöner Zusatz, wenn man von den Harry Potter Büchern als solches noch nicht genug hat.

Der kleine Prinz von Antoine De Saint-Exupéry
Ich könnte diese schöne Leinenausgabe wirklich stundenlang anschmachten. Das Buch habe ich mir zu Weihnachten ausnahmsweise mal sogar explizit gewünscht, da ich bisher nur die normale englische Ausgabe besessen habe. Ich hoffe ich finde noch genug Zeit, um die Geschichte dieses Jahr ein weiteres Mal lesen zu können. Vielleicht wird hierzu noch eine kleine Buchvorstellung folgen.

The Snow Queen and Other Winter Tales von Hans Christian Andersen und anderen
Bezüglich des Anschmachtens könnte ich dies auch zu dieser Ausgabe sagen! Obwohl es nicht schneit oder annähernd winterlich aussieht, hoffe ich, dass ich vielleicht im nächsten Jahr die ein oder andere Geschichte, passend zur Winterstimmung, lesen kann. Es wäre durchaus zu schade, um ein ganzes Jahr auf die passende Lesestimmung warten zu müssen. Das Buch stammt aus der bekannten Barnes & Noble Reihe. Es ist wie immer wunderschön gestaltet! Ich sollte vielleicht mal ein wenig Platz auf meinen sichtbaren Regalen schaffen...

Das waren meine diesjährigen Weihnachtsbuchgeschenke! Ehrlich gesagt bin ich ganz froh, dass ich nur Bücher bekommen habe, die ich mir gewünscht habe und ich bin auch froh, dass ich nicht mehr bekommen habe. Mein ungelesener Stapel soll sich schließlich nicht verdoppeln. Und man selbst weiß ja schließlich immer noch am besten, welche Bücher man unbedingt noch lesen möchte und welche eher nicht. 

Zusätzlich zu den Büchern habe ich aber noch einige schöne Geschenke bekommen, die ich noch kurz erwähnen wollte. Das ein oder andere Geschenk könnte euch vielleicht interessieren. Dabei denke ich nämlich an die leckeren Teesorten von TeeGeschwender. Vorne mit dabei, die Sorte "Mr. Olivanders Zaubertrank". Dies ist eine Früchtemischung mit einigen Aromen, die besonders zu dieser Jahreszeit sehr passend sind! Als ich den Tee gesehen habe, sind meine Augen erst einmal etwas größer geworden! Ich finde so kleine Bezüge zu Filmen oder Büchern immer ziemlich süß und kann ihnen kaum widerstehen. Die Früchtemischung "Cranberries" kann ich aber auch sehr empfehlen!
Ein weiteres Geschenk ist das Album der Band "Years & Years", namens "Communion". Ich denke mittlerweile kennt sie fast jeder, daher muss ich nicht mehr sagen "hört mal rein, wenn ihr Zeit habt". Normalerweise mag ich eigentlich keine hohen Männerstimmen, aber diese Band und deren Lieder finde ich ziemlich gelungen. Die Lieder höre ich sehr gern, wenn ich mich zum Ausgehen fertig mache, da sie zum Tanzen anregen und einfach gute Laune verbreiten.
Das wohl überraschendste Geschenk habe ich von meinem Freund bekommen, nämlich eine Uhr, die ich mir schon seit längerer Zeit gewünscht habe! Jetzt werde ich mich sicherlich erst einmal nicht trauen sie anzuziehen, aber vielleicht wird man sie ja mal auf dem ein oder anderen Bild sehen!

Ansonsten habe ich noch ein paar schöne Kleinigkeiten bekommen, wie "The Mazerunner" (den ersten Teil auf DVD), eine Miniaturausgabe des Impalas (Supernatural) und neue Filme für meine Sofortbildkamera. Ansonsten gab es kleine "Spenden", da ich mir sehnslichst eine neue Kamera kaufen möchte, um den Blog noch etwas weiter voranzutreiben.

Wie war euer Weihnachtsfest? Gab es Büchergeschenke für oder von euch? Wünscht ihr euch überhaupt noch Bücher oder seid ihr froh, wenn ihr davon "verschont" bleibt? Gab es etwas, das euer Weihnachten (abgesehen von der schönen Zeit mit der Familie) zusätzlich zu etwas besonderem gemacht hat?





Gedankenschnappschuss: Weihnachten

Dezember 24, 2015


Weihnachten nähert sich nun in großen Schritten, denn heute feiern wir schon Heiligabend! Von der Tradition, Jesu Geburt zu feiern, mal abgesehen, geht es an Weihnachten darum eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen. Und genau das habe ich auch vor! Geeinigt wurde sich schon auf die passende Musik (Micheal Bublés Weihnachtsalbum) und das Essen wurde auch größtenteils schon gestern vorbereitet. Drei kleine Tage, an denen man dadurch hoffentlich etwas, die Grausamkeit der Welt mit etwas Wärme und Liebe verdrängen kann!

Daher wünsche ich euch natürlich auch einen tollen Heiligabend und schöne Weihnachtstage! Und ja, auch wenn es nicht in erster Linie um Geschenke geht, hoffe ich, dass dennoch das ein oder andere Geschenk euch eine Freude bereiten wird! Vor Neujahr wird hier sicherlich noch etwas kommen, aber falls nicht, dann zusätzlich noch einen wunderschönen Rutsch ins neue Jahr!


Terror von Ferdinand von Schirach

Dezember 22, 2015




(Original: "-" ), Piper Verlag: Bibliografie auf der Verlagsseite»,  176 Seiten,  Hardcover ,  Einzelband,  ★★★★★  5 Sterne

"Ein Terrorist kapert eine Passagiermaschine und zwingt die Piloten, Kurs auf ein voll besetztes Fußballstadion zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug in letzter Minute ab, alle Passagiere sterben. Der Pilot muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten. Seine Richter sind die Theaterbesucher, sie müssen über Schuld oder Unschuld urteilen. Ferdinand von Schirachs »Terror« ist ein Theaterstück von bedrückender Aktualität. Es stellt die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Werden wir uns für die Freiheit oder für die Sicherheit entscheiden? Wollen wir, dass die Würde des Menschen trotz der Terroranschläge noch gilt?
Der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Januar 2015 hat auf schrecklichste Weise gezeigt, wie hoch der Preis sein kann, den wir für unsere Freiheit zahlen müssen. Schirachs Rede auf Charlie Hebdo, die ebenfalls in diesem Band enthalten ist, ist ein Plädoyer für die Freiheit des Wortes, für unsere Zivilisation im Angesicht ihrer Feinde.“


MEINE MEINUNG | FAZIT

"Menschen sind keine Gegenstände. Das Leben kann nicht in Zahlen gemessen werden, es ist kein Markt.“ S. 121

Ferdinand von Schirachs neues Werk, welches nicht als Roman, sondern als Theaterstück inszeniert wurde ist hochaktuell und sicherlich auch für den zukünftigen Blick der Gesellschaft sehr wichtig. Wie gewohnt nimmt sich der Autor ein Thema zu Herzen, welches polarisiert und über welches man sich kaum einig werden kann. Schuld und Unschuld stehen stets im Wechsel und eine eindeutige Antwort zu finden ist beinahe unmöglich. So liest man das Stück mit ständigen Abwägungen und der ständigen Frage: „Wie steht man selbst dem möglichen Urteil des Angeklagten gegenüber?“. Gekonnt lässt der Autor den Leser immer wieder jegliche Szenarien durchspielen und bringt einen dazu, dankbar zu sein, nicht in solch einer Situation festzustecken. Dennoch denke ich ist es sehr wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass das Szenario kein unmögliches ist und man sich fragen sollte, wie und ob überhaupt ein Abwägen von Leben gerechtfertigt sein kann. Mir gefiel an Schirachs Stück vor allem die Präzision, mit welcher er sein Anliegen darlegt. Es gibt keine unnötigen Ausflüchte in andere Themengebiete. Das Stück ist nicht sehr lang und beinhaltet dennoch die wichtigsten Komponenten um den Leser komplett in einem Gedankenkarussel gefangen zu nehmen.

"Auch wenn es schwer zu ertragen ist,  müssen wir doch akzeptieren, dass unser Recht offenbar nicht in der Lage ist, jedes moralische Problem widerspruchsfrei zu lösen." S. 144

Das Stück spitzt sich zum Ende hin immer weiter zu, sodass man gespannt ist, wie das "Problem" überhaupt gelöst wird. Ich finde die Alternativmöglichkeit von beiden Urteilen, sprich, "Unschuldig" gegen "Schuldig" in das Buch aufzunehmen ebenfalls sehr gelungen. So wie ich das verstanden habe, ist es ursprünglich darauf ausgelegt, dass das Publikum, welches das Theaterstück sieht, ein Urteil fällen muss. Beim Leser ist dies natürlich nicht eins zu eins umsetzbar. Dennoch eignet sich das Stück mit den beiden Enden ebenso gut als Buch. Ich persönlich hatte natürlich auch eine Tendenz, welchem Uretil ich zugestimmt hätte, wobei mich eine Frage immer wieder am meisten interessiert hat. Diese Frage wird in dem Buch ebenfalls thematisiert undzwar: "Warum wurde der Befehl für die Räumung des Stadions nicht erteilt?". Genau diese Frage war es dann schließlich auch, die dem Leser das Gefühl gibt einen diplomatischen Ausweg zu finden ohne die Frage der Schuld selbst beantworten zu müssen. Natürlich ist dies sehr vereinfacht gedacht. Aber Schirachs Werke sind für mich stets so "knifflig" und können sehr strittig ausgelegt werden, dass man erleichtert ist, dass man selbst keine solch große Verantwortung treffen muss. Die vorkommenden Charaktere sind demnach sehr speziell und genau auf deren "Rolle" zugeschnitten. Sie haben ihre charakteristischen Züge und unterstützen somit die Direktheit und die Zugespitztheit, die das Stück benötigt.

"[…] [U]nd die Warnung Benjamin Franklins gilt heute mehr als zu seiner Zeit: ´Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." S. 164


Ein sehr gelungenes Stück, welches als Buch ebenso tauglich ist. Das Thema ist keineswegs ein einfaches, bei dem klare Grenzen gezogen werden könnnen. Der Leser wird beinahe durchgehend dazu aufgefordert jegliche Szenarien selbst durchzuspielen und aktiv an der Urteilsfindung teilzunehmen. Ein Buch das ich jedem ans Herz lege. Ein weiterer Pluspunkt: Die kurze Rede, die zur Verleihung des M100- Sanssouci Medien Preises an Charlie Hebdo gehalten wurde. 

 Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Von Mr. Holmes zu Sherlock von Mattias Boström

Dezember 19, 2015



Titel: "Von Mr. Holmes zu Sherlock" | Original:"Från Holmes till Sherlock" | Autor/in: Mattias Boström | btb [klick]| Seitenanzahl: 608 | Klappenbroschur | Einzelband | ★★★(★)☆ 3 bis 4 von 5 Sternen 


INHALT | DARUM GEHTS

Original-Klappentext: "Auch mehr als 125 Jahre nach seinem ersten Fall erfindet sich Sherlock Holmes immer wieder neu: Benedict Cumberbatch interpretiert den genialen Meisterdetektiv moderner und persönlicher denn je, Regisseur Guy Ritchie inszeniert ihn als humorvoll-amüsanten Gentleman und Herr-der-Ringe-Star Ian McKellen wagt sich an eine Version des pensionierten Holmes. Aber woher rührt der weltweite Mega-Erfolg des unkonventionellen Privatermittlers? Was fesselt Generationen von Lesern, Hörern und Zuschauern an den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle? Und wer ist das reale Vorbild für die vielleicht größte literarische Figur aller Zeiten? Der schwedische Sherlock-Holmes-Experte Mattias Boström begibt sich in diesem aufwändig recherchierten Buch auf Spurensuche, um das Erfolgsgeheimnis des Mannes aufzudecken."


MEINE MEINUNG | FAZIT

"Im Grunde seines Herzens wollte Arthur Conan Doyle einfach nur Schriftsteller sein. Und nun überlegte er, eine Detektivgeschichte zu schreiben." S. 36

Knapp fünfhundertsechzig Seiten (mit Abzug der Quellenangaben) geballte Sherlock Holmes Geschichte werden dem Leser, in diesem Buch nahegelegt. So kann es das ein oder andere Mal schon vorkommen, dass man sich etwas überrumepelt fühlt. So ging es mir zumindest an der ein oder anderen Stelle. Den Einstieg in das Werk fand ich sehr gelungen. Boström beginnt mit einer Andeutung an die heutigen Erfolge, die die Figur Sherlock Holmes feiert, kehrt dann aber zu den Anfängen zurück. Insgesamt entstehen so einige Kapitel, die sich an bestimmten Zeitabschnitten orientieren. Ich persönlich fand es sehr interessant genauers zu den Vorstellung des Autors Author Conan Doyles zu erfahren. Ständig ist er sich unschlüssig, ob er Sherlock Holmes dankbar sein soll oder ihn "verflucht", da er ihn zu übertrumphen scheint. Die starke Verbundenheit zwischen Autor und seiner selbst erschafften Figure wird gut hervorgehoben und auch in einer sympathischen Erzählweise vermittelt. Nach einer Weile bin ich aber etwas an meine Grenzen, bezüglich gewisser Details gestoßen. Denn zwischenzeitlich scheint sich alles nur zu wiederholen und man hat das Gefühl ein Buch über Lizenzen und Rechte an den Büchern und Filmen zu lesen. Dadurch konnte ich das Buch nicht vollständig genießen und hätte diesen Teil der Buches etwas verallgemeinert oder ihn zumindest versucht nicht so ausschweifend wirken zu lassen. Vieles, das im Buch erwähnt wird fand ich nicht einmal wirklich passend, da es meiner Meinung nach keinen deutlichen Einfluss auf die "Sherlock-Geschichte" genommen hat.

"Wieder einmal richteten sich die Briefe nicht an Conan Doyle persönlich. Er war nur ein stellvertreter des eigentlichen Adressaten. Immer dieser Sherlock Holmes!" S. 175

Jegliche Bezüge, die jedoch die Entstehung der Figur und die daraus resultierenden Folgen für den Autor selbst oder seine Nachkommenschaft veranschaulichen, fand ich interessant und auch passend hervorgehoben. Es war erstaunlich zu sehen, dass es nie ein wirkliches "Ende", um den Hype von Sherlock Holmes gab und er bis heute andauert. In dem Buch wird allerdings die heutige Zeit wirklich sehr kurz gehalten. Es sind wohl nur knapp die letzten fünfzig Seiten, die sich etwas oberflächlicher mit den neuen Produktionen beschäftigen. Der Rest des Buches bezieht sich wirklich auf die Zeit, in der vorallem Conan Doyle selbst oder seine Kinder gelebt haben. Mir gefiel vorallem auch die Erwähnung und die Entwicklung der BSI (The Baker Street Irregulars). Ebenso schätzt man als Leser sehr das Engagement und die Liebe zum Thema, die der Autor entgegenbringt. Man merkt vorallem auch zum Ende hin, in dem er von seiner entfachten Liebe zu der Figur Sherlock Holmes schreibt, dass dem Autor dieses Buch viel bedeutet und er dieses Interesse gerne mit anderen teilt. Gelungen fand ich daher ebenfalls auch die Auseinandersetzung mit den bis heute andauernden Werken und Filmen, die auf Sherlock Holmes Bezug nehmen und nicht Orignalgeschichten von Conan Doyle sind. Man kann kaum glauben, wie viel Wirbel um diese Geschichten und um die Figur selbst gemacht wurde und auch wird.

"Es würde keine zaghafte Version geben, sondern eine, wie Conan Doyle sie sich ausgedacht hatte. Eine unsentimentale Figur in einer sentimentalen Zeit." S. 447

Abgesehen von den Passagen, die das Buch etwas unnötig in die Länge gezogen haben, empfand ich das Buch als sehr unterhaltsam und auch sehr geeignet für jeden, der sich für die frühen Anfänge der Figur Sherlock Holmes interessiert. Zudem ist das Buch aber auch darauf bedacht viele persönliche Konflikte, die es in der Conan Doyle Familie gab aufzugreifen und sie in einen geeigneten Kontext zu bringen. Man erfährt also nicht nur viel über die weltberühmte Figur, die Arthur Conan Doyle erschafft hat, sondern auch viel über seine verschiedenen Lebenslagen. Es gab viele Dinge, die mich erstaunt haben und die mich immer wieder zum lesen motiviert haben. Zum Beispiel findet man in dem Buch Anzeichen darauf, dass durch Holmes die ersten "Spin-Offs" in Erwägung gezogen wurden.

"Das hier war das Werk seines Vaters - ein Werk, das unsterblich war." S. 450
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Woher nahm Arthur Conan Doyle seine Inspiration für die Figur des Sherlock Holmes? Warum sind diese Geschichten zu so einem großen Erfolg geworden? Wie stand Conan Doyle seiner selbst erschaffenen Figur gegenüber? Diese und viele andere Fragen werden in dem Werk von Boström aufgegriffen. Unterhaltsam und sympathisch erzählt werden vorallem die frühen Anfänge und die privaten Hintergründe Conan Doyles thematisiert. Ein gelungenes Buch für Fans der Kultfigur. Leider hat sich das Buch in der Mitte für mich zunehmend zu stark auf die ganzen rechtlichen Fragen eingelassen. Dennoch sind die letzten Kapitel ein sehr schöner abschluss.




Vielen lieben Dank an den btb Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Neuzugänge Dezember #1

Dezember 16, 2015



























Neuzugänge so kurz vor Weihnachten machen mir normalerweise noch zusätzlichen Druck, aber dieses Mal sind auch zwei Weihnachtsbücher dabei, die mich hoffentlich etwas in Weihnachtsstimmung versetzen. Meine Neuzugänge bestehen diesmal aus drei ReBuy-Büchern, die alle in einem relativ guten Zustand bei mir angekommen sind und aus drei Rezensionsexemplaren, die ich am liebsten alle gleichzeitig lesen würde. "Von Mr. Holmes zu Sherlock" ist, wie ihr rechts sehen könnt, auch meine aktuelle Lektüre. Die Rezension hierzu wird sicherlich in den nächsten Tagen folgen.

My true love gave to me von Stephanie Perkins | A Christmas Carol von Charles Dickens
Beide Bücher habe ich zu einem günstigen Preis bei ReBuy entdeckt und habe zugeschlagen. "My true love gave to me" wird von vielen eher kritisiert. Ich stehe dem Buch nun also eher mit gemischten Gefühlen gegenüber. Für die anfallende Weihnachtszeit brauche ich aber Geschichten, die den Charme versprühen und einfach unterhalten sollen. " A Christmas Carol" besitze ich bereits in deutscher Fassung und auch in einem Sammelwerk von Weihnachtsgeschichten. Allerdings liebäugele ich schon sehr lange mit diesen speziellen Ausgaben der Weihnachstreihe und musste das Buch also mitnehmen. Es ist wirklich in einem einmaligen Zustand!

Zwischen zwei Fenstern von Dianne Touschell
Ebenfalls eine ReBuy Bestellung. Es kam sogar noch Verpackt bei mir an, hatte aber etwas beschädigte Kanten. Ich kann aber darüber hinwegsehen, weil man sie selbst etwas zurechtbiegen kann. Die Geschichte ist ja eigentlich auch wichtiger. Die Bücher des Carlsen / Königskinder Verlags haben schon seit längerer Zeit meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich bin schon gespannt, ob mich diese Geschichte auch überzeugen kann.

Von Mr. Holmes zu Sherlock von Mattias Boström
Wie bereits erwähnt gehört das Buch zu meinem currently reading. Bisher mag ich das Buch und lese es auch gerne. Weitere Eindrücke werden demnächst zusammen mit der Rezension folgen.

Fürchte den Donner von Jim Thompson
Dieses Buch lächelt mich schon die ganze Zeit an. Ich freue mich schon es bald zu beginnen und herauszufinden welche Geheimnisse sich offenbaren werden. 

Terror von Ferdinand von Schirach
Wohl das Buch was mich unteranderem auch am meisten interessiert! Hoch aktuell und sicherlich wieder nachdenklich, so wie man es von Schirach kennt. Ich bin gespannt, wie sich der Text (kein Roman, sondern eher ein Theaterstück) liest und in wieweit es zeitlich zutreffend geschildert wurde, da Schirach den Text vor den Anschlägen in Paris verfasst hat.

Gibt es Neuzugänge auf die ihr euch schon freut?



Thementag #34: Vom richtigen Zeitpunkt Bücher zu lesen

Dezember 15, 2015


























Ein Buch zu lesen ist grundsätzlich nicht so schwer. Aber oftmals ist es eben umso schwieriger den richtigen Zeitpunkt für das gewisse Buch zu finden und immer wieder fällt mir auf, dass ich vielen Büchern keine gute Bewertung geben kann, weil sie mich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich interessieren oder überzeugen. Leider wird diesen Büchern dann meistens auch keine zweite Chance gegeben. Man wertet sie als "schlecht" ab und vergisst sie am besten schnell wieder. Dabei könnte es ja sein, dass man zwei Jahre später einen viel geeigneteren Zugang zu dem Buch finden und es letzten Endes doch mögen könnte. Meine letzte Lektüre "By the Book" hat diesen Gedanken noch verstärkt. Es ist nicht immer das Buch, welches schlecht ist, sondern manchmal ist es nur ein schlechter Zeitpunkt (Das trifft natürlich nicht immer zu. Es gibt auch einfach Bücher, die man nie gut finden wird).
Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, dass ich unbedingt James Joyces "Ulysses" lesen wollte. Das war ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem meine Liebe zur Literatur erneut entfacht wurde. Was sollte man da besseres in Angriff nehmen, als einen über tausendseitigen Klassiker? Also fing ich an zu lesen und zu lesen und zu lesen. Erstaunlichereise kam ich ganz gut voran und habe die Seiten nach einigen Tagen erfolgreich gelesen. Ja, nur leider blieben größtenteils Verständnislücken zurück und die Lust auf solche Klassiker war erst einmal verflogen! Komischerweise habe ich erneut das Bedürfnis das Buch in nächster Zeit vielleicht noch einmal zu lesen, um zu sehen, ob man sich selbst weiterentwickelt hat und die Literatur in den verschiedenen Lebensstadien mitwächst. Vielleicht wird sich aber auch einfach nur rausstellen, dass "Ulysses" schlicht und einfach zu "intelligent" für mich ist und ich erst im hohen Lebensalter verstehen werde, was Joyce einem sagen möchte. 
Ein anderes Beispiel für den richtigen Zeitpunkt ein Buch zu lesen wäre definitiv "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich eine Geschichte gebraucht, die einen schönen, ruhigen Erzählstil hat und nicht vor Action oder unnötigen Machtkämpfen strotzt. Genau da war das Buch ein richtiger Glücksgriff und ich mochte es sehr. Heute denke ich manchmal daran zurück und stelle fest, dass ich das Buch sicherlich etwas schwächer gefunden hätte, wenn ich zu dem Zeitpunkt in einer ganz anderen Stimmung gewesen wäre. 
Andere Bücher wiederum "spare ich mir auf", weil ich weiß, dass ich sie in der jetzigen Situation noch nicht wertschätzen würde. Das trifft vorallem erneut auf Klassiker zu, wie "Don Quiote" oder "Great Expectations" von Charles Dickens.  Für diese Bücher möchte ich mir Zeit lassen und sie nicht in einem Zug durchlesen, nur um sagen zu können, dass ich sie irgendwann einmal gelesen habe.

Mit Büchern verhält es sich bei mir, manchmal wirklich wie mit der Musik. Es zählt nicht nur die richtige Geschichte, sondern auch der richtige Zeitpunkt und die richtige Stimmung, um das Werk dann auch genießen zu können. Aber genau das ist auch das schöne an der Literatur. man fühlt sich nie von ihr im Stich gelassen, da ein Buch immer das richtige, zur richtigen Zeit ist. 

Ist euch auch schon einmal aufgefallen, dass ihr ein Buch nach wiederholtem lesen besser (oder sogar auch schlechter) bewertet habt? Lest ihr alle Genres unabhängig von eurer gegenwärtigen Stimmung oder sucht ihr euch auch passende Lektüren (ruhiger, dramatischer etc.) aus?