Gedankenschnappschuss #6

Oktober 05, 2015


























Wenn alle Menschen zur selben Zeit das gleiche Werk lesen würden, ein Werk, welches sozialkritisch geprägt ist, würde sich dann wirklich etwas ändern können? Zu schnell  wird man oftmals nach Beenden eines Buches in die wirkliche Welt hineinkatapuliert, obwohl das Buch, das man eben gelesen hat, etwas in einem ausgelöst hat. Man hinterfragt sich, warum nicht jeder so denkt. Warum verebben die Gedanken um eine "bessere" Gemeinschaft abrupt, wenn man den Fernseher einschaltet und erneut von den Machtkämpfen der Politiker oder dem fast unzumutbaren Streben nach Perfektion des Menschen hört? Letztendlich möchte doch jeder nur sein Leben bestmöglich leben können, ohne dass man in bestimmte Kategorien gezängt wird. Man muss perfekt sein. Besser sein als die Anderen. Und Korruption und Hinterlistigkeit scheinen das einzige Mittel für ein Leben im Wohlstand zu sein. Und genau da sind doch eigentlich Bücher ein kleiner Lichtblick, wenn sie diese oberflächliche Gesellschaft kritisieren. Viele Bücher können auch Einfluss auf die Gesellschaft ausüben, aber dennoch scheint es, dass abseits davon immer noch nach falschen Ideal gegriffen wird und diese als Standard für jeden gesetzt werden. Ganz zu schweigen davon, dass Frauen in der heutigen Zeit immer noch dafür kämpfen müssen sich in der scheinbar männerdominierten Welt zu behaupten.

"No man will ever want a companion who thinks too much." S. 4 aus meiner aktuellen Lektüre "Only Ever Yours" von Louise O´Neill




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