Thementag: Ist Shakespeare wirklich "veraltet"?

Mai 29, 2015
























"Unser Shakespeare" von Frank Günther, dtv premium Verlag

Jeder kennt ihn. Jeder hat ihn sicherlich schon einmal gelesen oder wenigstens einmal angelesen. "Romeo & julia", "Much ado about nothing", "Hamlet" und und und. Im heutigen "Thementag"-Post möchte ich euch gerne ein Buch ans Herz legen, dass nicht nur unterhält, sondern einen mit ganz interessanten Informationen füttert. Es geht um "Unser Shakespeare" von Frank Günther. Vielen kommt sicherlich jetzt der automatische Gedanke an die damalige Schulzeit und auch automatisch das Gefühl, dass Shakespeare unheimlich "verstaubt" ist und man sich lieber modernen Sachen zuwendet. Aber ich muss wirklich sagen, dass es sich manchmal lohnt, sich mit den älteren Dingen etwas näher auseinanderzusetzen. Denn auch dort, findet man häufig viele schöne Redewendungen oder auch merkenswerte Passagen.

Gefunden habe ich das Buch wirklich nur durch Zufall, so wie viele meiner Bücher. Ich schaute mich im Laden um und entdeckte also "Unser Shakespeare". Normalerweise wäre ich vielleicht auch einfach daran vorbeigegangen. Aber da ich auch schon seit einiger Zeit mit der Schule fertig war, habe ich gedacht, dann lese ich wenigstens mal den Klappentext, kann ja nicht schaden. Ich denke, wenn man zu solchen Werken oder Schriftstellern wie "Shakespeare" nicht "gezwungen" wird, dann erblüht das Interesse daran vielleicht sogar von alleine. Naja schließlich habe ich dann den Klappentext gelesen und wurde schon von dem ersten Satz: "Englischer Dichter gekidnappt oder der Fall Shakespeare" von dem Buch in den Bann gezogen. Es klang für mich nach einem Buch, dass das Verständnis um Shakespeare und seine Werke etwas moderner und auch verständlicher erscheinen lässt.

Das Buch beinhaltet nicht nur gängige Informationen zur Person von Shakespeare, sondern auch viele Hintergrundinformationen zu der Zeit allgemein, in der er gelebt hat und auch den Jahren danach, die ihn so "groß" gemacht haben. Es gibt viele Informationen über das Theaterstück in der Elizabethanischen Zeit und welche Bräuche oder Ähnliches damals so üblich waren. Durch die gut strukturierte Inhaltsangabe ist es auch leicht, sich selbst durch das Buch zu navigieren. So kann man die Themen, die einen vielleicht nicht auf den ersten Blick interessieren im nachhinein lesen. Zudem gibt es viele Textauszüge aus seinen Werken, die auf die verschiedensten Weisen analysiert werden. Und das ohne langweillig zu wirken.

Obwohl ich also kein Shakespeare -Fan bin hat mich das Buch doch positiv überrascht. Meiner Meinung nach ist es wunderbar für Leser geeignet, die sich generell sehr für die Anfänge der Literatur interessieren und die eben mehr über die Person "Shakespeare" erfahren möchten. Für alle, die sich vor der Sprache von Shakespeare "fürchten", dem kann ich garantieren, dass das Buch sehr unterhaltsam geschrieben ist, sodass man wirklich Lust hat, mehr zu erfahren.





Kommentare:

  1. Das Buch hört sich wirklich interessant an :)
    Ich habe ja immer meine Shakespeare-Momente, in denen ich dann mir Stücke von ihm im Originalen reinziehe und über sein Leben recherchiere. Weshalb auch immer ^^ Das Gleiche habe ich auch schon mit anderen Autoren durchgemacht :D #Nerd
    Kennst du Othello von Shakespeare? Kann ich nur empfehlen.

    Alles Liebe

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    1. Haha, das find ich ja mal super sympathisch und süß :D!
      Othello hab ich bisher noch nicht gelesen, wer weiß, vielleicht kommt das noch :). Aber in dem Buch wird einiges daraus zitiert :)

      Liebe Grüße,
      Karin

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  2. Ich muss ja zugeben, dass ich bis jetzt noch nichts von Shakespeare gelesen habe (was ich in Zukunft aber definitiv noch ändern will). Für jemanden, der sehr an Shakespeare interessiert ist, ist das Buch bestimmt eine tolle Möglichkeit, ihn besser kennenzulernen. Wer weiß, vielleicht werde ich ja irgendwann auch einmal ein Shakespeare-Fan.^^

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    1. Ich gebe aber auch zu, dass mir die "Analysen" damals im Unterricht sehr geholfen haben :D... Dadurch hat man vieles einfach besser verstanden und konnte sich auf die Texte einlassen... Aber genau, wie es irgendwann bei mir auch bei James Joyce war, kommt man als Buchliebhaber einfach an den Punkt, wo man sich denkt: "Das muss ich aber auch mal gelesen haben..." :D...

      Liebe Grüße,
      Karin

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    2. Was hast du denn von James Joyce gelesen, wenn ich fragen darf? Und wie fandest du es?

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    3. Ich habe mich direkt auf "Ulysses" gestürzt :D... Ich weiß immer noch nicht so ganz, ob das so vernünftig war. Es war einfach wirklich lang und teilweise etwas wirr... Aber es ist halt ein Werk für sich. "Dubliners" wollte ich auch noch mal lesen, um da mal einen Vergleich zu haben.

      Was hast du denn von ihm gelesen? Und wie hat es dir gefallen? :)

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    4. Oh, direkt an „Ulysses" gewagt? Ich habe gehört, dass das Werk ziemlich anspruchsvoll und schwer sein soll. Trotzdem würde ich es auch gerne irgendwann einmal probieren. Bis jetzt habe ich nämlich noch gar nichts von ihm gelesen. ;)

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