Februar

März 03, 2017










Der Februar hielt so einige Überraschungen für uns bereit, nicht zuletzt durch die noch einmal winterlichen Tage zum Ende des Monats. Langsam sehnt man sich wieder nach wärmeren Tagen. Was uns jedoch nicht daran hindert, gute Bücher zu lesen. Auch im Februar haben sich einige Schätze gefunden, die ich in einem kleinen Überblick noch einmal reflektieren möchte. Außerdem habe ich auch wieder einige sehr interessante Blogbeiträge gefunden, die unbedingt Aufmerksamkeit bekommen sollten. Ansonsten wird dank des Wetters immer noch viel Tee getrunken und sich für die anstehende Hausarbeit vorbereitet. Plus Punkt hier: Die Hausarbeit dreht sich um "Bestseller", also mal ein ganz interessantes Thema.

Elif von "The Written Word" hat einen Beitrag über rassistisches Denken veröffentlicht, der viele Wahrheiten beherbergt. In den meisten Punkten stimme ich ihr daher auch zu. Was ich allerdings schwierig finde, ist die ganze Diskussion im Internet. Privat befasst man sich gefühlt sowieso schon den ganzen Tag mit solchen Themen, greift sie in dem Freundeskreis immer wieder auf und fragt andere, was sie von der Lage halten. So fällt es vielen auch schwer, sich auch noch im Internet damit auseinanderzusetzen. Auch ich finde es immer etwas "ungünstig", weil man sich schneller gegeneinander aufstachelt und es im Internet gerne einmal eskaliert, auch wenn die Bandbreite einer Botschaft natürlich größer sein kann oder ist. Dennoch finde ich den Beitrag wichtig und reiche ihn gerne weiter, denn Diversität sollte Normalität sein und auch in Büchern sollte Rassismus keinen Platz haben.

Passend dazu, um den unnötigen "Hass" in wirklich jeglicher Hinsicht zu stoppen, gefällt mir der Beitrag vom Blog "Lesen / Leben / Lachen", namens #Bloggerliebe. Eine wirklich tolle Aktion um auch mal mehr Harmonie innerhalb des Bloggerkreises herzustellen. An mir persönlich ging das wohl trendende, negative Auslassen, der Art und Weise wie Blogger ihre Blogs führen irgendwie vorbei, aber man kriegt natürlich häufiger mal kleine Sticheleien mit. Finde ich unpassend und auch einfach respektlos, weil man auf seinem persönlichen Blog natürlich alles so bloggen darf, wie man es gerne hätte, dazu zählt auch das Genre. Ich hoffe, dass die Aktion eine wirklich große Runde macht und sich jeder mal wieder eher auf sich selbst besinnt, statt auf anderen rumzuhacken. Man kann seine Zeit nämlich tatsächlich wirksamer gestalten...

Auch auf dem Blog "Umblättern" bin ich auf einen guten Beitrag gestoßen, der sich mit dem Weiterempfehlen von Literatur beschäftig und warum man besser reflektieren sollte, welche Bücher man aus welchen Gründen empfiehlt.

Was meine gelesenen Bücher betrifft, habe ich es auf ganze neun Bücher geschafft. Davon gehörten zwei noch zu meinem Uni-Seminar, die ich jeweils neu und re-readed habe. Die restlichen Bücher habe ich beinahe alle rezensiert, daher lasse ich wie immer die Links da, falls ihr mal reinschnuppern möchtet.

Durch das Anklicken des Titels gelangt ihr zur Rezensionsseite
 
» "Bestseller" von Klaus Modick Nicht rezensiert, aber dennoch gemocht. Hat etwas Leichtes, sehr Ironisches und unterhält den Leser ganz gut.

» "Die Insel der letzten Wahrheit" von Flavia Company Überraschend gut war dieses Büchlein. Ich habe es irgendwann mal in einem "Reduziert"-Stapel gefunden und spontan mitgenommen. Soweit ich weiß, ist es nur noch als Taschenbuch oder E-Book verfügbar. Es spielt aber wunderbar mit der Identität und Vergangenheit des Menschen. Im Mittelpunkt steht ein, auf einer einsamen Insel gestrandeter Mann, der sich plötzlich mit seinem scheinbaren Feind, versuchen muss, auf der Insel durchzuschlagen. Interessante Wendungen und kluge Überlegungen machen das Buch zu einem wirklichen Schatz.

» "Die Apokalypse" (übersetzt) von Kurt Steinmann Hach, was soll ich sagen. Ich liebe diese Ausgabe des Textes. Wunderschön illustriert bietet sie einen geeigneten Zugang zu dem sehr metaphorischen Text. Toll umgesetzt und auch sehr lesenswert. Ich werde sicherlich in mehreren Abständen immer mal wieder dazu greifen, um die Fragen, die mir offen blieben noch zu beantworten.

» "Lost for words" von Edward St, Aubyn (reread) Ein reread dieses Jahr galt diesem Buch, das sich mit der Vergabe eines Literaturpreises befasst. Das Kommitee scheint nicht ganz bei der Sache zu sein, kürt aber trotzdem munter drauf los. Sehr unterhaltsam!

» "The Terranauts" von T.C. Boyle Ein Buch, welches diesen Monat viel Aufmerksamkeit bekommen hat, war wohl dieses hier. T.C. Boyle ist mit einem neuen Roman zurück und begeistert auch wieder. Hier geht es um ein Team aus acht Wissenschaftlern, die in einem nachgestellten Ökosystem "überleben" wollen. Viele interessante Fragen bezüglich der Sehnsüchte der Menschen tauchen hier auf, genauso wie die sehr spitzen Andeutungen, an das Fehlverhalten der Menschen, egal ob im Bereich des "Ecosphere 2" oder außerhalb davon. Ich fands gelungen!

» "Melrose" von Edward St. Aubyn Ganze achthundert Seiten umfasst die Geschichte der Melroses in fünf Bänden. In diesem Buch wurden alle fünf vereint und bilden so ein "Melrose-Universum", wenn man so möchte. Obwohl ich überwiegend von den Intrigen und Spielchen der Upper Class mitgerissen wurde, gab es das ein oder andere Kapitel, das sich gezogen hat. Vielleicht sollte man zwischen den Büchern einige Pausen einlegen, um vor allem die manchmal langen Dialoge besser "aushalten" zu können. Die seelische Darstellung (vielleicht wegen der autobiographischen Anteile) ist wirklich gelungen und sorgt dafür, dass man Patrick Melrose ein wohlverdientes, gutes Leben wünscht.

» "Elefant" von Martin Suter Schön öfters erwähnt, daher halte ich mich etwas kürzer. Bereits "Lila, Lila" von Martin Suter hat mir wirklich gut gefallen. Die Geschichte rund um den kleinen rosa Elefanten hat mich ebenso fasziniert und überzeugt. Wichtige Denkanstöße und eine gesunde Portion Nähe zum alltäglichen Leben machen das Ganze zu einem Lesegenuss. Im Vordergrund steht dennoch immer die Frage: Wie weit darf Wissenschaft gehen und wann sollte Schluss sein?

» "The Pearl" von John Steinbeck Ein Klassiker. Ein sehr guter und wichtiger Klassiker. Thematisiert die Gier der Menschen und deren moralische Verwerflichkeit, wenn es darum geht, Menschen aufgrund ihrer finanzielle Lage nicht zu helfen. Würde ich jedem empfehlen und auch immer wieder lesen.

» "Schriftstellerinnen!" von Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi Eines meiner neuen Lieblingsbücher. Wunderbar unterhaltsam und zudem sehr informativ. Schriftstellerinnen der verschiedensten Genres und Epochen sind hier vereint. Zusätzlich gibt es immer "Zwischenseiten", die die Infos etwas auflockern. Ein guter Grund, sich mal näher mit Büchern toller Schriftstellerinnen zu beschäftigen!

Gab es im Februar Beiträge die euch angesprochen haben oder gerne unterstützt? Welche Bücher haben euch begeistern können?







Kommentare:

  1. Liebe Karin, vielen Dank für deine neuen Anregungen! Ich werde mich gleich einmal durch die empfohlenen Posts durchklicken und sie etwas genauer anschauen. Mir gefällt, was du tust und ich lese deine Rezensionen sehr gerne! So schöne Bilder hast du hier in diesen Post gepackt! Es macht einem gleich etwas nostalgisch - ich freue mich so auf den Frühling!! Ich grüsse dich ganz herzlich <3, Anaïs (www.wonderful-ne-books.blogspot.ch)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen lieben Dank! :) Bin auch ganz voller Vorfreude auf den Frühling und bin gespannt, welche Bücher er so mit sich bringt. :)


      Liebe Grüße
      Karin

      Löschen
  2. Ich frage mich auch immer ein bisschen, wo dieses ganze Bloggerdrama eigentlich abläuft. Ich kriege da nie was von mit. Alle Buchblogger mit denen ich zu tun habe, sind total freundlich und hilfsbereit. Muss wohl echt unterschiedliche Kreise geben ^^"

    AntwortenLöschen