September

Oktober 03, 2016




Der September war nicht nur lesetechnisch ein kleines Auf und Ab. Dennoch war ich recht überrascht, dass der Lesemonat so zahlreich zu Ende gegangen ist. Insgesamt ist mein Eindruck der ganzen gelesenen Bücher recht positiv ausgefallen. Es gab wirklich kein unfassbar schlechtes Buch, nur eines, das gegen die anderen Bücher nicht ganz mithalten konnte. Zu meinen absoluten Favoriten zählt aber eindeutig "Loney" von Andrew Michael Hurley. Näheres aber in meinem Überblick. Wie immer gelangt ihr, bei vorhandener Rezension, mit einem Klick auf den jeweiligen Titel zur Rezensionsseite.

Das Leben und Sterbender Flugzeuge von Heinrich Steinfest (597 Seiten)
Auch eines meiner Highlights diesen Monat. Steinfest versteht es einfach außergewöhnliche Geschichten zu erzählen und seinen Figuren eine tolle "Ausstrahlungskraft" zu geben. Wer sich gerne mit einem Spatz auf Erkundungsreise begeben möchte, der liegt mit diesem Buch genau richtig.
Die S.E.A. Expedition von Nikolaus Hansen und Tina Uebel (352 Seiten)
Die Antarktis fasziniert mich einfach jedes Mal aufs Neue. Ich kann mich nicht von ihr losreißen, werde aber wohl nie in der Lage sein, mich selbst auf eine Reise dorthin zu begeben. Daher finde ich es großartig, dass es solche Bücher wie dieses hier gibt. Tolle Eindrücke der Umgebung und interessante Hintergrundinformationen zu anderen Antarktisexpeditionen machen das Buch zu einem kleinen Erlebnis. Wirklich lesenswert, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es diese Anblicke in Zukunft vielleicht tatsächlich nur noch in Büchern geben wird.
The Vegetarian von Han Kang (188 Seiten) | Englisch
Eines der meistdiskutierten Bücher schlechthin. "The Vegetarian" hat mir in zwei Teilen wirklich gut gefallen. Der mittlere Teil war für mich etwas übers Ziel hinausgeschossen. Dennoch glaube ich, dass das Buch viele wichtige Probleme in der Gesellschaft aufzeigt.
Loney von Andrew Michael Hurley (384 Seiten)
Wie schon erwähnt, ist das Buch zu einen meiner Lieblingsbücher geworden. Viele Rezensenten fanden das Buch etwas "zäh", was ich aber nicht nachvollziehen kann. Man sollte aber tatsächlich darauf achten, dass man nicht unbedingt die Inhaltsangabe liest, die zu viel vorwegnimmt, dann kann man sich mit der Geschichte treiben lassen. Toll fand ich hier den Einbau vieler Entwicklungen, die in der kirchlichen Szene stattfinden und den Drang der Menschen, an etwas Höheres glauben zu wollen.
Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen von Emma Bralavsky (462 Seiten)
Sehr komplexes und weit ausgearbeitetes Buch, aber dennoch mit wichtiger Botschaft, die nicht untergeht! Wer sich gerne mit "Weltverbesserungsansichten" und den Konzepten dahinter beschäftigt, wird hiermit gut unterhalten werden. Natürlich bleibt die Ironie an vielen Stellen nicht aus, was mir gut gefallen hat.
Das Leben ist zu bunt für graue Tage von Sophie Bassignac (208 Seiten)
Dieses Buch war für mich leider das schwächste, im Gegensatz zum Rest. Ich mochte das Gesamtkonzept ganz gerne, finde aber, dass es sich wohl besser als Theaterstück geeignet hätte und nicht als Buch. Auch der Inhalt hat mir nicht ganz zur Länge des Buches gepasst, da kritische Vergangenheiten sehr kurz angesprochen und dann abgetan werden.
Less is more von Francine Jay (320 Seiten)
Ausmisten kann glücklich machen! Und dieses Buch bietet eine passende Motivation, dies immer mal wieder in Angriff zu nehmen. Etwa eine Woche, nachdem ich das Buch beendet habe, ließ mich der Gedanke nicht los, mich von allem Alten verabschieden zu wollen, was ich tatsächlich nie mehr angeschaut habe, obwohl ich es mir damals fest vorgenommen hatte. So habe ich nun erneut ausgemistet und fühle mich deutlich wohler. Tolles Buch mit vielen hilfreichen Tipps für jeden Raum. Einige Empfehlungen fand ich etwas zu gut gemeint, daher habe ich sie einfach nicht für mich angewandt. Hat aber dennoch gut funktioniert und so gibt es nun mehr Platz für neue Bücher!
Viel habe ich von dem Buch anfangs nicht erwartet. Überraschenderweise hat es mich am Ende umso mehr überzeugt. Unkonventionell und trotzdem ganz unterhaltsam. Ich mag vor allem die Botschaft des Buches, dass man sich als Frau nicht in Schubladen stecken lassen soll. Das Buch werde ich sicherlich immer mal wieder lesen, wenn ich etwas "Frauenpower" brauche.
Red Rising (#3) – Tag der Entscheidung von Pierce Brown (656 Seiten)
Der dritte und letzte Teil der "Red Rising" - Trilogie hat mich nicht enttäuscht. Hier und da hat sich der Autor etwas von den ganzen Kämpfen einnehmen lassen, aber dennoch finde ich, gab es keine allzu störenden Elemente.
Gold Ruhm Zitrus von Claire Vaye Watkins (416 Seiten)
Das letzte Buch des Monats hat mir ebenfalls gut gefallen, hatte seine deutlichen Stärken, aber auch einige Dinge, die mich nicht ganz überzeugen konnten. Dennoch bietet das Buch viele Diskussionspunkte und  besticht durch eine wahnsinnig intensive Beschreibung der Wüstenlandschaft.

Welche Bücher haben euch diesen Monat besonders überzeugt oder enttäuscht?


1 Kommentar:

  1. Jetzt bin ich auch endlich einmal dazu gekommen, deinen Rückblick anzuschauen. Wollte ich schon die letzten Tage, war aber ständig unterwegs. Wow da hast du ja echt ziemlich viel geschafft, beneide immer alle darum, die wirklich so viele Bücher in einem Monat schaffen. Bei mir beläuft es sich meistens auf eines und im letzten Monat hab eich gar keines beendet, sondern fleißig an Outlander gelesen, das hat aber auch 1023 Seiten.

    Am meisten reizt mich von deinen ja Red Rising, mit der Reihe würde ich gerne noch anfangen, habe auf Blogs nun schon viel Gutes gelesen und bin gespannt. Freut mich, dass da auch der Abschluss gut gewesen ist.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Das ist natürlich schade, aber wir haben ja noch mehr Aktionen geplant :). Bin schon total gespannt auf alles, was kommt.

    Das stimmt natürlich, da sind Hardcover Bücher klar im Vorteil. Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich finde, dass auch Taschenbücher in den letzten Monaten teurer geworden sind. Aus dem Grund kaufe ich mir immer erstmal die Bücher, die ich unbedingt lesen möchte, den Rest schaffe ich mir dann nach und nach an.

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