Thementag #26: Bestsellerlisten

August 11, 2015























Sie sind in aller Munde. Sie sind meist das erste, was einem beim Eintreten in ein Buchgeschäft auffällt: Bestseller. Regale sind mit ihnen gefüllt und es gibt sie in verschiedenen Kategorien. Belletristik, Sachbuch, Jugendbuch und zudem noch einmal in Hardcover, Paperback und Taschenbuch. Natürlich gibt es dadurch auch viele verschiedene Bestsellerlisten. 

Vor einiger Zeit habe ich ein Seminar an der Uni belegt, welches gezielt auf die Arbeit in einem Verlag ausgelegt war. Mein Referatsthema war damals eben die Meinung und Entstehung von Bestsellerlisten. Mit der Zeit ist mir aufgefallen, dass ich zwar meist alle Bücher auf diesen Listen "kenne", jedoch kaum welche aus diesen gelesen habe. Es gibt immer mal wieder Zeiten, in denen ich mir denke: "Ich schau mir mal die Bestsellerlisten an, vielleicht finde ich ja etwas Neues, was mir gefallen könnte." Und auch durch das wohl bekannte Fernsehprogramm "Druckfrisch", moderiert von Denis Scheck, in denen er abwechselnd die Bestsellerlisten in den Kategorien Belletristik und Sachbuch bewertet, sind Beststellerlisten stets in irgendeinerweise präsent. Dennoch stelle ich häufig fest, dass ich das ein oder andere Mal doch meine Probleme mit den Bestsellerlisten habe. Es gibt durchaus Bücher, denen ich wirklich wünschen würde, dass sie auf diesen Listen vertreten sind, damit sie an Popularität gewinnen und andere Menschen die Bücher auch lieben lernen. Jedoch schaffen es auch viele Bücher auf die Bestsellerliste, von denen ich etwas verwundert bin. Ganz zu schweigen, von Büchern, die auf der Bestsellerliste stehen, obwohl sie noch nicht erschienen sind, wie es wohl in den meisten Fällen bei Jojo Moyes der Fall ist. Versteht mich nicht falsch, ich selbst lese auch jedes Jojo Moyes Buch welches erscheint, aber man sollte sich bewusst sein, dass Bestsellerlisten nun einmal nach dem Verkaufsrang gehen, sprich sich am besten verkaufen und nicht als am besten bewertet gelten. Aber wie das so ist, liegt das wohl auch an den verschiedenen "Lesegeschmäckern".

Grundsätzlich sind Bestsellerlisten wohl eine gute Orientierung für Leser, die nicht tagtäglich neuen Lesestoff suchen und nicht immer auf dem aktuellsten Stand sind. Für mich allerdings sind Bestsellerlisten mittlerweile weniger "hilfreich". Und das stöbern im Buchladen macht zudem mehr Spaß!

"Es ist ein Zeichen geistiger Freheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben." - Paul Heinemann

Wie steht ihr zu Bestsellerlisten? Achtet ihr überhaupt darauf, ob ihr Bücher lest, die dort aufgelistet sind? Freut ihr euch, wenn ein Buch auf den Bestsellerlisten steht, das ihr mögt?

Kommentare:

  1. Hey, während meines Praktikums in der Bibliothek habe ich erfahren, dass Bestsellerlisten gar nicht danach gerichtet werden, wie oft ein Buch in der Buchhandlung gekauft wird, sondern wie viele Bücher von den Handlungen überhaupt erst bestellt werden. Wenn ich das so richtig verstanden habe :D:D
    Ich lese meistens nicht nach den Listen, weil mich schließlich nicht alle Genres ansprechen, aber sie könnten wie du gesagt hast, gut zur Orientierung sein :)
    Liebst, Lara.

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  2. Hallo liebe Karin,
    ein interessanter Beitrag, der mich ein wenig zum Nachdenken bringt.
    Ich habe mir über die sogenannten Bestsellerlisten nämlich noch nie (intensivere) Gedanken gemacht, muss ich gestehen. Und mir war es auch bis jetzt nicht ganz bewusst, dass darauf nur die bestverkauften und nicht die am besten bewerteten Bücher stehen. Eigentlich ein kleine Schande, nicht?
    Wenn ich in eine Buchhandlung komme und sehe die Wand mit den angepriesenen Bestsellern - klar, das wirkt wie ein Magnet. Man glaubt, dass diese Bücher nur gut sein können, wenn sie sich schon so gut verkaufen. Und ja, mich spricht der ein oder andere Bestseller natürlich auch (mal mehr, mal weniger) an. Selbst lesen tu ich sie ja auch - aber bestimmt nicht ausschließlich. Sie haben schon einen gewissen Reiz, mich macht es nämlich immer neugierig, wenn andere (und vielleicht sogar sehr viele) Leser von einem Buch schwärmen oder eben überhaupt nicht begeistert sind. Da will ich meistens auch gerne wissen, wie ich selbst diesen oder jeden Bestseller finde. Bei Büchern, die da nicht auf der Bestsellerliste sind, mit denen muss man sich schon ein wenig "auseinandersetzen", suchen, und manchmal findet man auch abseits der Werbung ein unbekanntes Buch, das entzücken kann. Leider lasse ich mich viel zu oft von beworbenen Büchern einnehmen, ich lange viel zu schnell zu. Vielleicht bin ich buchtechnisch einfach unersättlich und nehme, was ich bekommen kann, und das ist als erstes eben immer ein beworbenes Buch, eben Bücher, die einem gleich ins Auge stechen.
    Aber genau das ist es ja, was ich in meinem vorigen Kommentar gesagt habe: davon will ich weg. Ich will nicht mehr überall schnell zuschlagen, nur weil sich die Gelegenheit ergibt. Ich will in Zukunft bewusster stöbern und nach unbekannten Büchern Ausschau halten, deren Klappentexte mich neugierig machen können. Ich denke, dass die Freude viel größer ist, wenn man dann einen Schatz entdeckt, den noch nicht viele Leute vorher gelesen haben und man dieses Buch dann vorstellen und versuchen den Menschen schmackhaft machen zu können. :)

    Alles Liebe ♥,
    Janine

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    1. Nun ja, manchmal lohnt es sich schon, auch für mich, die Bestsellerlisten zu betrachten, dadurch habe ich zum Beispiel auch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" entdeckt, da ich erst kurz danach mit dem Bloggen und dem "Erkunden" von Büchern angefangen habe. Allerdings finde ich die Bestseller sehr oft auch einfach nur uninteressant und da stöbere ich eben wie gesagt lieber in der jeweiligen Buchhandlung. :) Ich denke vor allem für Leser wie "uns", die wirklich viel von Büchern umgeben sind und sich in alle möglichen Richtungen orientieren möchten, reichen die Listen irgendwann einfach nicht mehr aus. So ist es zumindest bei mir. Und es gibt wirklich unzählige Bücher, die ich gerne auf eine eigene "Bestenliste" setzen würde, wobei ich mir oft auch denke, dass ich gewisse Bücher auch gern nur für mich kennen würde. Je populärer ein Buch wird, desto mehr habe ich manchmal das Gefühl, dass das was es für mich bedetet hat, verloren geht, weil der "Mainstream" einsetzt. Ist zwar etwas unverständlich, aber seine Empfindungen kann man manchmal auch nicht verstehen... :D

      Liebe Grüße,
      Karin

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    2. Natürlich lohnt der Blick auf die Bestsellerlisten, das mag ich gar nicht bestreiten. Aber nicht immer ist es auch sofort ansprechend, was man dort sieht. Bei mir ist es nur leider manchmal so, dass ich trotzdem zuschlage, einfach weil ich annehme, dass das Buch, das da drauf steht, mir ja quasi zu einem großen Prozentsatz gefallen muss, weil es ja scheinbar so vielen Leuten gefällt, weil es so oft gekauft wird.
      Sehr oft stehen da aber auch nur die ganz großen, bekannten Autoren drauf, die sowieso gekauft werden und es somit sowieso nochmal leichter haben, auf so eine Bestsellerwand zu kommen.
      Für Menschen, die nur ab und zu mal was lesen und einfach nur "irgendein" (gutes) Buch kaufen wollen, für die ist so eine Bestsellerwand eine optimale Sache. ;)
      Die leidenschaftlichen Leser, die sich hobbymäßig auch viel und gerne mit Literatur beschäftigen, werden irgendwann auch mal merken, dass es einfach mehr Lesenswertes zu entdecken gibt, als das, was angepriesen wird. Wenn sie denn den Mut haben, ein ihnen gänzlich unbekanntes Buch zu kaufen. Das ist ja auch wieder so eine Sache über die man sich lange unterhalten könnte ...
      Alles Liebe ♥,
      Janine
      P.S.: Im Zitat von Paul Heinemann fehlt ein i in Freiheit. ;)

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  3. Hm, Bestseller-Listen sind ja so eine Sache. Mich intensiv mit ihnen beschäftigen tue ich in der Regel selten und in der Buchhandlung gehe ich auch immer geflissentlich an diesem Regal vorbei.
    Allerdings kommt es schon vor, dass sich ab und zu ein Bestseller bei mir reinschleicht. Allerdings handelt es sich dabei meist um einen vergangenen Bestseller oder ich bin aber auf andere Weise (und nicht durch die Listen) darauf aufmerksam geworden.
    Wenn man allerdings davon ausgeht, dass Klassiker quasi auch Bestseller sind, dann lese ich doch mehr.^^

    In einer Umfrage, die ich einmal für eine Seminararbeit machen musste, haben die meisten Befragten aber auch angegeben, dass sie sich nicht von Bestsellerlisten beeinflussen lassen. Ich muss zugeben, dass ich das anfangs dachte, die Antwort würde andersherum ausfallen.

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