Niemalsland von Neil Gaiman

Juni 11, 2015


























Titel: "Niemalsland" | Original: "Neverwhere" | Autor/in: Neil Gaiman | Heyne [-klick-] | Leseprobe | Seitenanzahl: 368 | Taschenbuch | Einzelband |  ★★★  5 von 5 Sterne


INHALT | DARUM GEHTS

Original-Klappentext: "Eine Welt jenseits der Welt. Der gutmütige Richard kommt einem Mädchen zu Hilfe und verliert dadurch seine Identität - niemand kennt ihn mehr. Als naiver Held wider Willen steigt er hinab nach Unter-London, eine Parallelwelt in U-Bahnhöfen und Kellern, und muss dort die haarsträubendsten Abenteuer bestehen."

MEINE MEINUNG | FAZIT

Die einfachste rundum Beschreibung für dieses Buch, wäre wohl allgemein zusagen, dass ich es liebe! Ja, das tue ich. Es ist einfach "typisch Neil Gaiman". Es gibt eine verrückte Parallelwelt, die unteschiedlichsten und völlig einzigartigen Charaktere, es gibt mysteriöse Aufgaben und Orte und alles, was man sich sonst noch vorstellen und auch nicht vorstellen kann! Natürlich ist das Buch auch sehr fantasy-lastig. Denn Gaiman spielt hier mit Dingen, die außer der "Realität" sind. Wobei, wenn man dem Buch glauben schenken kann, dann wird man sich wohl immer nach der Frage der Realität richten und nie erfahren, wo die Wirklichkeit ist. Er setzt jedenfalls viele Regeln außer Kraft, die normalerweise ermöglichen von einem zum anderen Ort zu gelangen. Manchmal steht man vor einer Situation im Buch und es wird eine Fortbewegung beschrieben, von der man sich denkt: "Na das geht doch eigentlich gar nicht." Allein aus dem Grund, weil man das Gefühl hat, alles was in dem Buch steht, muss wahr sein, aber die Methoden die angewendet werden, kommen einem suspekt vor. Kurz darauf kommt aber der Punkt, der magische Punkt, an dem man einsieht, dass "Ja, natürlich kann das sein. Wenn Gaiman es sich so gedacht hat, dann wird es schon stimmen.". Ich habe das Buch aus diesem und auch aus unzähligen anderen Gründen wirklich genossen. Es vereint Humor, Tiefgang, Mysterium und auch zwei Gestalten, die einen kleinen "Horroreinfluss" ausüben.

"Richard hatte festgestellt, daß Ereignisse Feiglinge waren: Sie traten nicht einzeln auf, sondern in Rudeln, und stürzten alle auf einmal über ihn herein." S.19

 Wie auch schon in "The ocean at the end of the lane" fand ich auch hier die Charaktere wunderbar verschieden und einzigartig. Man fängt irgendwie an alle zu mögen, auch wenn einige gar nicht gemocht werden sollten. "Door" scheint zunächst eine der Hauptcharaktere zu sein. Sie hat auch eine wichtige Funktion, aber gleichzeitig wird die ganze Truppe um sie herum, zu einemk Verbündnis, welches wunderbar miteinander agiert und die Geschichte lebendig werden lässt. Auch kleinere Auftritte von zum Beispiel "Anaesthesia" emfpand ich als Schlüsselszenen, die einen gar nicht mehr loslassen wollten. Zudem kommt, dass man sich wirklich bei jedem abschließenden Kapitel gefragt hat, was als nächstes kommt. Das Buch animiert wirklich pausenlos zum weiterlesen an. Was mir daher auch gut gefallen hat, war die Tatsache, dass das Buch nicht zuviel verrät. Sprich, während man durch die Kapitel geführt wird, hat man nicht das Gefühl, dass einem schon alles gesagt wurde und keine überraschenden Momente mehr kommen oder man schon weiß, worum es in dieser Geschichte geht. Im Gegenteil; Es gibt einige Twists in der Geschichte, die das gesamte Konzept spannend halten.

"Der Marquis hatte bereits mit ungeduldigen Schritten dem gesamten Raum durchmessen. >Ganz beachtlich. Ein assoziatives Haus, dessen Räume sich alle an unterschiedlichen Räumen befinden. Wie einfallsreich. Ihr Großvater war ein Visionär, Door <." S. 85

Auch den oben, im Zitat genannten, "Marquis de Carabas" und alles was um seine Person mitdazugehört hat, fand ich so unglaublich einfallsreich und interessant, dass ich mich immer wieder gewundert habe, die Gaiman auf solche Ideen kommt. Aber ich mag es! Zwischendurch habe ich allerdings auch das Bedürfniss verspürt das Buch auf Englisch zu lesen. Ich habe mir einfach gedacht, dass es auf englisch vielleicht noch besser gewesen wäre, einfach weil man im Englischen vieles anders ausdrückt. Besonders bewusst ist es mir bei dem Titel geworden. Ich habe das vage gefühöt gehabt, dass im Original mit dem Titel "Neverwhere" auch im Roman gespielt wird. Im deutschen ist dies irgendwie abhanden gekommen oder ich habs überlesen. Aber vielleicht werde ich das dann noch nachholen.
Ich werde mich jetzt jedenfalls noch an eine Liste setzen und mir überlegen, welches der Werke von Neil Gaiman als nächstes bei mir einziehen wird.

" > Und wie geht´s dem Schrecken vom Amazonas? < > Jessica kommt aus Ilford, Garry. Und sie ist immer noch das Licht und die Liebe meines Lebens, danke der Nachfrage.< ". S. 24
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Für alle, die auf spezielle und ausgefallene fantasy angehauchte Geschichten stehen und die sich darauf einlassen etwas Neues und Ungewöhnliches zu erleben. Enthält alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche.






Kommentare:

  1. Ich hab mir das Buch vor kurzem bestellt, weil ich morgen zu einem Event mit Neil Gaiman gehe und ich mir dachte, dass ich, wenn ich schon mal in London bin, auch gerne einen Ausflug in ein alternatives London machen kann. Ich hab jetzt richtig Lust bekommen auf dieses Buch. Hast du "Stardust" schon gelesen? Das fand ich total toll. Oder auch seine Graphic Novel Reihe, die kann ich empfehlen, falls du auf sowas stehst :)

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    1. Oh Gott jetzt bin ich neidisch!! : D Ich will auch !! Ich habe mir Stardust jetzt auch bestellt weil ich letztens den Film gesehen habe! :D Der war so schön, dass ich das Buch nicht länger aufschieben wollte.
      Ich wünsche dir unheimlich viel Spaß bei der Veranstaltung!! :)

      Liebe Grüße,
      Karin

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