Far Far Away von Tom McNeal

April 09, 2015


"Far Far Away" von Tom McNeal , Verlag: Alfred A Knopf [-klick-] , 369 Seiten,  Hardcover Einzelband,  Englisch ,  ★★★★☆ 4 Sterne
Original: "In a small town where nothing ever happens, everything is about to change."
Jeremy Johnson Johnson entwickelt sich zu einem Märchen. Er fängt an Stimmen zu hören. Genauer gesagt, eine ganz besondere. Die Stimme des verstorbenen Jakob Grimm. Der Jakob Grimm, der mit seinem Bruder Wilhelm die bekannten Märchen geschrieben hat. In seiner Heimatstadt "Never Better" gilt er als Außenseiter. Seine Mutter soll einem altbekannten Fluch unterlegen sein, der sie dazu veranlasste, die Stadt zu verlassen. Dieser Fluch soll auch ein Mädchen namens Ginger zu Jeremy führen. Doch anstatt, dass sein Leben dadurch ein Happy End wird, geraten beide in eine Situation, die einem Märchen der Gebrüder Grimm gleichen könnte.

MEINE MEINUNG | FAZIT
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mich hat das Buch schon allein durch den Klappentext in seinen Bann gezogen. Ich finde die Idee den Geist des Jakob Grimm "erwachen" zu lassen und gleichzeitig die Situation als Märchen im Märchen darzustellen sehr interessant!  Da ich sowieso sehr gerne Märchen lese oder über sie lese, fand ich das Zusammenspiel einfach großartig. Man erfährt einiges über die Gebrüder Grimm, sowie auch einige Informationen zu ihren Märchen. Aber auch die Geschichte "Far Far Away" an sich, entwickelt sich zu einem Märchen. Man fiebert mit den Charakteren mit und fragt sich was wohl noch alles kommen wird. Gleichzeitig hofft man für den Geist von Jakob Grimm, dass er seinen Weg, den er noch nicht gefunden zu haben scheint, finden wird. Ich glaube dadurch, dass die Geschichte durch Jakob Grimm erzählt wird empfindet man automatisch die meiste Sympathie für ihn. Aber auch Jeremy ist als Protagonist sehr gut gelungen.
Der Schreibstil ist gut zu verstehen und angemessen. Es kommen zwischendurch auch ein paar deutsche Wörter oder Sätze vor, da sie eben von Jakob Grimm gesprochen, beziehungsweise an Jeremy weitergegeben werden.
Ich war bereits am Anfang, ganz von dem Buch eingenommen. Denn das Buch sticht nicht nur durch seine Märchenhafte Handlung, in der es einen spannenden Twist gibt, heraus, sondern auch durch seine humorvollen Einschübe. So sagt Jakob Grimm zu Beginn, dass er weiß, dass sein altes Haus, in dem er gewohnt hat, noch dort steht, wo es stand, da er erst letztens eine "Guide Tour" unternommen hat [S. 6.]. Das Buch war für mich wirklich sehr leicht visualiserbar, denn die Geschichte las sich so, als würden die Bilder, vor dem Auge "aufploppen".
Den einigen Minuspunkt, den ich anführen könnte, wäre, dass der Mittelteil etwas langatmig war. Man hätte ihn eventuell etwas kürzen, oder mit noch zusätzlich, spannenden Handlungen füllen können. Nichtsdestotrotz zieht sich ein roter Faden durch das Buch, den man kaum übersehen kann. Wenn auch einige Aspekte etwas im Unklaren bleiben und man als Leser selbst eine Antwort darauf finden muss, denke ich, ist das Buch eine wirklich schöne Alternative zu den klassischen Märchen.
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Ein Märchen im Märchen, welches nicht nur die typischen Merkmale aufweist, sondern auch mit einer Quizshow überrascht und einem Geist, der wirklich mitfühlend ist.  



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