Jenseits der Untiefen von Favel Parrett

März 10, 2015


(Original: "Past the shallows"), Autor/in: Favel Parrett, Verlag: Hoffmann und Campe [klick],  219 Seiten,  Hardcover ,  Als Taschenbuch bei Piper erhältlich [klick], Einzelband ,  ★★★★☆ 4 Sterne

Original- Klappentext: "Die Brüder Joe, Miles und Harry wachsen an der tasmanischen Küste auf. Ihr Leben ist geprägt vom Meer: vom Muscheltauchen, von den Gezeiten, vom unendlichen Glücksgefühl beim Ritt durch die Wellen. Nur Harry, der Jüngste, fürchtet die See und sammelt lieber Meeresschätze am Strand. Fürchten müssen die Jungen auch den Vater, der - ähnlich dem Meer - wild und unberechenbar ist. Keiner durchschaut den verbitterten Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Miles sorgt liebevoll für seinen jüngeren Bruder und versucht ihm Geborgenheit zu geben. Aber am Ende reicht brüderliche Fürsorge manchmal nicht aus..."

MEINE MEINUNG | FAZIT

"Jenseits der Untiefen" ist ein sehr emotionsgeladener Roman, der den Leser am Ende mit weit geöffneten Augen und stockendem Atem zurücklässt. Ich musste mich zunächst etwas in die Geschichte einfinden. Der Schreibstil war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ungefähr ab der Mitte des Buches lüften sich Geheimnisse und Puzzleteile finden zueinander, so dass man beginnt das Buch erst richtig zu verstehen. An manchen Stellen reichte es für mich allerdings nicht aus, die Passagen nur einmal zu lesen, da man schnell etwas überlesen konnte, was für die Gesamtgeschichte jedoch recht wichtig war.
Die Charaktere im Buch waren für mich sehr unterschiedlich. Es gab einige Figuren die ich sehr mochte, zum Beispiel Harry oder den später auftretenden George. Auch Georges Hund war natürlich eine sehr angenehme Präsenz. [Ich mag Hunde einfach!] Ich musste allerdings wirklich oft an Stellen mit mir hadern, die die Situationen zwischen den Jungen und deren Vater dargestellt haben. Wie im Klappentext angedeutet, ist er wirklich unberechenbar und sorgt dafür, dass die Geschichte eine dramatische Wendung nimmt. Ein Zitat zu dem Buch lautet auf der Rückseite: "Ein Sturm braut sich zusammen, und alles entlädt sich bei einem Showdown auf See, der uns aufgewühlt, aber glücklich zurückläasst." [von der Zeitschrift Brigitte]. Ich finde der erste Teil der Aussage stimmt. Der Roman funktioniert wie das Aufbrausen eines Sturms und in der Tat entlädt sich dieser am Ende des Romans, auch in Hinblick auf die Handlung, aber, dass ich mit einem glücklichen Gefühl zurückgelassen werde, das ist definitiv nicht der Fall. Auch wenn am Ende mit einer Aufmunterung gespielt wird, ist das Buch für mich ein Werk, das wirklich ernste Themen anspricht. Denn es geht unteranderem darum, unter einem Elternteil zu leiden und dadurch viel zu verlieren. Es geht um den Willen, aus einer schrecklichen Situation auszubrechen und zu hoffen, dass die Familie [in diesem Fall die Brüder] zusammenhält.
Im Allgemeinen mochte ich den Roman, aber er ist aufjedenfall keine leichte Kost!


Teilweise poetisch angehauchter Roman, mit einem Hauptmerkmal auf das Meer und der Frage nach der Möglichkeit seinen schlimmsten Gefahren entkommen zu könnnen.
 


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